Nvidia: Tegra 4 wird in mehrere neue Windows RT Tablets verbaut

10.05.2013 - von
Microsoft Surface Test 10-imp

Aktuell scheint Windows RT keine große Rolle mehr zu spielen, wenn es um zukünftige Tablets geht. Alles konzentriert sich auf Windows 8 und die günstigen vollwertigen Tablets, wo dann wirklich alle Programme, die man von einem normalen PC kennt, auch laufen. Doch sowohl Qualcomm als auch Nvidia geben Microsoft Rückendeckung und versprechen neue, noch schnellere Tablets. Verständlich, immerhin sind das die beiden Lieferanten, die bisher die einzigen Prozessoren für Windows RT liefern dürfen.

Mit dem Nvidia Tegra 4 steht bald ein sehr schneller Cortex-A15 ARM-Prozessor zur Verfügung, der auch in einigen Windows RT Tablets zum Einsatz kommen soll. Dadurch wird die Performance im Gegensatz zu den bisherigen Geräten deutlich steigen und die Bedienung somit noch flüssiger werden. Nvidia hat dabei mit dem Surface RT den größten Anteil von verkauften Windows RT Tablets abbekommen. Im letzten Quartal wurden insgesamt aber nur magere 200.000 Windows RT Tablet verkauft, das entspricht an einem Anteil von nur 0,4%. Kein Wunder, dass sich viele Hersteller von diesem Betriebssystem zurückziehen. Insgesamt wurden in der Zeit nämlich 49,2 Millionen Tablets abgesetzt.

Nvidia sieht die Vorteile eines Windows RT Tablets vor allem in der längeren Laufzeit und den dünneren Bauweisen. Doch mit den kommenden neuen Intel und AMD x86 Prozessoren, welche die Preise ordentlich drücken werden, werden es die Windows RT Tablets, auch mit dem Tegra 4, sehr schwer haben. So viel Spielraum im Preis nach unten ist da nicht mehr und mehr werden die Kunden sicher nicht für ein eingeschränkteres Betriebssystem bezahlen.

Die Zukunft wird zeigen, wie die neue Windows RT Tablets ausgestattet sein werden und zu welchen Preisen man diese auf den Markt bringt. Wie bei Windows 8 erwartet man nun natürlich kleinere und deutlich kompaktere Geräte, die preislich attraktiver aufgestellt sein sollten. Entscheidend werden dabei natürlich auch die Lizenzgebühren sein, die Microsoft für die Systeme verlangen wird. Bis zum Ende des Jahres wird sich dann zeigen, ob Windows RT noch eine Daseinsberechtigung hat.

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[Quelle: computerworld] [via neowin]