High-End-Tablets und Hybriden werden unter Last teilweise heruntergetaktet

03.03.2013 - von
Acer Iconia Tab W700 Hands On - 02-imp

Wer ein Tablet sucht, mit dem man auch richtig arbeiten kann und keine Kompromisse in Sachen Performance eingehen will, der greift aktuell zu einem Gerät mit Intel Core i5 und nicht zu dem kleineren Intel Atom Prozessor. Teilweise werden diese Tablets als Hybriden angeboten, wobei man zusätzlich dann noch eine Tastatur bekommt und es so im Grund zu einem echten Ultrabook verwandeln kann. Trotzdem muss die ganze Technik im Display verbaut und dann natürlich auch schön schlank und leicht sein.

Genau das stellt einige Hersteller wohl auf die Probe und veranlasst sie dazu, die Taktfrequenz unter Last zu beschränken. Als Beispiel dient uns nun das Fujitsu Q702, welches mit einem Intel Core i5 und 1.8 GHz pro Kern ausgestattet ist. Im Turbo Modus soll sich der Prozessor dann auf bis zu 2.6 Ghz takten und so hohe Lasten schneller berechnen. Wie nun aber bekannt wurde, greift Fujitsu in die CPU-Steuerung ein und begrenzt die Taktfrequenz auf nur 1.3 GHz unter längerer Last und vermutlich ab einer bestimmten Temperatur. So will man anscheinend vermeiden, dass das Tablet überhitzt, wenn man es über eine längere Zeit hinweg dauerhaft belastet. Im schlimmsten Fall wären das also 50% weniger Leistung als im Datenblatt angegeben.

Ähnliches gilt anscheinend auch für das Acer Iconia W700, welches auch nicht die volle Performance über eine längere Zeit ausschöpfen kann. Grund dürfte natürlich auch hier die schlanke Bauweise sein. Im normalen Betrieb soll man die schlechtere Performance aber nicht spüren und hat sogar den Vorteil, dass die Akkulaufzeit noch relativ gut ist. Trotzdem erwartet man natürlich, dass man einen Prozessor, welcher sich mit bis zu 2.6 GHz getaktet werden kann, auch so ausreizen kann, wenn es sein muss. Dann natürlich auch auf Kosten der Akkulaufzeit.

Anscheinend gelingt es einigen Herstellern einfach nicht den Prozessor über längere Zeit so zu kühlen, dass keine Probleme auftreten. Man möchte das Tablet im Betrieb auch so leise wie möglich betreiben und trotzdem eine gute Performance erreichen. Das Problem ist nur, dass der Eingriff so im Datenblatt nicht vermerkt, sondern immer mit noch höheren Taktfrequenzen geworben wirbt. Wer nun von einem vollwertigen Notebook bzw. Ultrabook umsteigt und ein Tablet kauft, in dem die gleiche CPU verbaut sein soll, dann aber doch weniger Performance zur Verfügung hat, wird mit Sicherheit nicht erfreut sein. Besonders bei den Preisen, die für die richtig leistungsfähigen Tablets und Hybriden verlangt werden.

Nun könnte man argumentieren, wer benötigt denn überhaupt über längere Zeit so viel Leistung bei einem Tablet? Wir haben auf dem MWC 2013 z.B. mit dem Surface Pro unsere Videos geschnitten und da war so viel Performance wie nur möglich nötig, damit das auch wirklich schnell funktioniert und wir unseren Content hochladen konnten. Wer sich so ein High-End-Tablet kauft, wird es auch ausreizen wollen.

Wie seht ihr die Sache?

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[via ultrabooknews]