TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test – Intel Reference Design mit Update-Garantie

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TrekStor und Intel haben vor einigen Wochen eine Partnerschaft verkündet und mit dem TrekStor SurfTab xintron i 7.0 das erste 7-Zoll-Tablet im „Intel Reference Design“ auf den Markt gebracht. Das recht günstige Tablet soll als Alternative zu den Nexus-Geräten von Google gesehen werden und wird im Endeffekt auch so versorgt. TrekStor spricht für das SurfTab xintron i 7.0 sogar eine Update-Garantie von 2 Jahren ab der Markteinführung aus. Zudem verspricht das Unternehmen innerhalb von zwei Wochen Updates auf die neuste Android-Version. Das funktioniert natürlich nur, da das Tablet mit bestimmter Hardware ausgestattet ist und der Unterstützung von Intel. Ob das nur 129€ günstige TrekStor SurfTab xintron i 7.0 im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr jetzt.

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TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test Bilder

Hardware

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_01

Das TrekStor SurfTab xintron i 7.0 wirkt äußerlich sehr zurückhaltend, durch die Rückseite aus Metall aber relativ hochwertig und die schmalen Rahmen auch sehr kompakt. Der Metall-Einsatz auf der Rückseite zieht sich nicht über die komplette Fläche, sondern wird von einem Rahmen aus Kunststoff eingefasst. Die Spaltmaße sind bei unserem Testgerät alle gleichmäßig und Gebrauchsspuren wie Kratzer sind noch nicht aufgetaucht. Die Seiten sind abgerundet, wodurch das Tablet auch über längere Zeit angenehm in der Hand liegt. Die Oberfläche ist aber glatt und sehr schmutzempfindlich. Schon nach kurzer Zeit sieht es sehr gebraucht aus. Die Fingerabdrücke lassen sich zudem nur mühsam entfernen. Durch die schwarze Farbe fallen diese aber nicht sofort auf. Das Gewicht liegt bei angenehmen 308 Gramm. Das ist aber auch wirklich die Schmerzgrenze bei dieser Größe. Mit 9 mm ist es noch als dünn zu bezeichnen, wirkt durch die Abschrägungen und Rundungen der Seiten schlanker, als es tatsächlich ist.

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_03

An der Front findet man das 7 Zoll große Display, welches von recht schmalen Rändern an den Seiten eingefasst ist. Es wirkt fast wie ein großes Smartphone bzw. Phablet, besitzt diese Funktionen durch das fehlende UMTS-Modul aber nicht. Auch hier sind die Spaltmaße sehr gleichmäßig und das Display sitzt gut im Rahmen. Oberhalb des Displays findet sich eine 1,26-MP-Kamera, während die Hauptkamera der Rückseite mit 5 MP auflöst. Beide Sensoren leisten schon bei guten Lichtverhältnissen keine wirklich gute Arbeit und eigenen sich höchstens für Schnappschüsse oder Videotelefonie. Auf einen Blitz wurde verzichtet.

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_05

Wirklich viel Anschlussvielfalt bietet das TrekStor SurfTab xintron i 7.0 nicht. Es gibt einen Micro-USB-2.0-Port mit Host-Funktion. Ein USB-Stick wurde mittels Adapter erkannt, eine 2,5-Zoll-Festplatte hingegen nicht. Dort lassen sich z.B. aber auch eine Tastatur oder andere Eingabegeräte anschließen. Der Anschluss dient gleichzeitig zum Aufladen des Tablets. Weiterhin findet man einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Beide Anschlüsse sitzen an der Oberseite, was im Hinblick auf den USB-Port nicht optimal ist, wenn man das Tablet beim Aufladen gleichzeitig nutzen möchte. Der interne Speicher von 8 GB kann per microSD-Karte aufgestockt werden, was auch nötig ist, denn es bleiben nur 4,34 GB zur freien Nutzung. An drahtlosen Verbindungen bietet das Tablet WiFi 802.11b/g/n, Bluetooth 4.0 und GPS. So wird auch Miracast unterstützt zur drahtlosen Übertragung an z.B. einen Fernseher.

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Die beiden Lautsprecher sind auf der Rückseite untergebracht. Die Position ist zwar nicht optimal, der Klang ist aber ziemlich gut und man kann diese kaum verdecken. Durch die Ausrichtung auf der Rückseite muss man die Lautstärker oft sehr hoch schrauben und da kommt das Tablet schnell an seine Grenze. Etwas mehr Maximal-Lautstärke wäre wünschenswert. Immerhin fangen die Lautsprecher nicht an zu klirren.

Display

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_02

Gemischte Gefühle gibt es beim 7 Zoll großen Display. Es handelt sich um ein IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln und einer guten Helligkeit. Leider ist auch die Oberfläche des Displays nicht nur recht schmutzempfindlich und schwer zu reinigen, sondern das Glas bzw. Panel besitzt einen leichten Schimmer, der die Darstellung unnötig verschlechtert. Ein ähnliches Phänomen haben wir das letzte Mal beim Acer Iconia W3 gesehen. Besonders bei hellen Hintergründen wirkt die Darstellung so zusätzlich verpixelt und unruhig. Man bekommt nie ein richtiges Weiß und ist besonders beim Lesen permanent gestört. Im normalen Betrieb mit wechselnden Hintergründen fällt das aber kaum auf. Trotzdem sollte diese Eigenschaft beim Kauf beachtet werden, denn so etwas darf eigentlich bei der wichtigsten Komponente eines Tablets nicht vorkommen.

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War das Display im TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test schön sauber, kann es im Freien und auch bei direkter Lichteinstrahlung durch die hohe Helligkeit gut abgelesen werden. Eine spezielle Beschichtung, die Fingerabdrücke vermeidet, wäre in dem Fall wünschenswert. Das IPS-Panel und das Displayglas sind nicht miteinander verschmolzen, wie es bei teureren Modellen mittlerweile oft der Fall ist. Der Abstand fällt aber auch nicht zu groß aus, wodurch die Darstellung noch als gut zu bezeichnen ist – leider mit dem ungewöhnlichen Schimmer bei hellen Hintergründen. Zudem leidet das Panel auch an leichtem Backlightbleeding, welches sich bei schwarzem Hintergrund und hoher Helligkeit zeigt. Im normalen Gebrauch ist dieses aber nur sehr selten aufgefallen. Generell sogar nur beim Update von Android 4.4.4 KitKat auf Android 5.0 Lollipop.

Performance

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_Benchmark

Das TrekStor SurfTab xintron i 7.0 basiert auf dem „Intel Reference Design“ und besitzt demnach eine vorgegebene Konfiguration. Diese fällt in der Preisklasse natürlich recht vorhersehbar aus. Angetrieben wird das Tablet von einem Intel Bay Trail Z3735G Quad-Core-Prozessor, der mit maximal 1,83 GHz pro Kern taktet. Dazu gibt es 1 GB RAM. Die Tatsache, dass das Tablet mit purem Android 5.0 Lollipop läuft, macht sich positiv bei der Performance bemerkbar. An einigen Stellen spürt man zwar die „nur“ 1 GB RAM, doch im Großen und Ganzen läuft das Tablet sehr geschmeidig. Apps und Spiele starten schnell.

Bei einer Auflösung von nur 1280 x 800 Pixeln hat der Intel Bay Trail natürlich auch keine Probleme in Spielen. Teilweise ist die Darstellung aber nicht auf der höchsten Stufe. Die Kompatibilität in Spiele ist gut, aber nicht perfekt. Nicht jedes Spiel unterstützt den Intel Prozessor in vollen Zügen.

Wir haben natürlich auch einige Benchmarks durchlaufen lassen, die folgende Werte geliefert haben.

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Asus MemoPad 7 ME572 Acer Iconia Tab 8 Asus FonePad 8 ME380CXG Samsung Galaxy Tab S 8.4
Peacekeeper: n/a 1032 689 776 823
Antutu Benchmark: 30008 41091 35907 33607 34926
Quadrant Standard Benchmark: 14269 18655 18189 11550 20350

Akkulaufzeit

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_Akku

Im TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test hat sich die Laufzeit als durchaus erstaunlich gut gzeigt. Das 7 Zoll große IPS-Display ist zwar schön hell, verbrauch anscheinend aber nicht so viel Energie. Zudem arbeitet der Intel Prozessor auch sehr energieeffizient und Android 5.0 Lollipop soll durch Project Volta ja auch einiges bringen. Verbaut ist ein 4.000-mAh-Akku, der in unserem üblichen Test mit der Wiedergabe eines Videos bei voller Helligkeit und verbundenem WLAN auf 6:45h kam. Oft ist die maximale Helligkeit aber nicht nötig, demnach sind höhere Laufzeiten zu erreichen. Allein beim Spielen ist es spürbar weniger, wenn man das Gerät über längere Zeit belastet.

Software

TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test_Software

Das TrekStor SurfTab xintron i 7.0 wurde mit Android 4.4.4 KitKat ausgeliefert und hat mittlerweile vor wenigen Tagen ein Update auf Android 5.0 Lollipop erhalten. Intel und TrekStor versprechen innerhalb von zwei Wochen Updates, wenn Google den entsprechenden Quellcode freigibt. Diese Update-Garantie gilt 2 Jahre und somit dürfte man sicher noch einige Aktualisierungen erhalten. Man bekommt wirklich Stock-Android ohne zusätzliche Anpassungen. Es ist nur die App fwupdater zusätzlich installiert und es taucht öfter mal der Hinweis auf, dass eine Firmware erfolgreich entpackt wurde. Was es damit auf sich hat, wissen wir leider nicht. Startet man das Tablet zudem neu, landet man öfter in einem Update-Modus und muss kurz warten. Als finale Lösung gefällt uns das nicht, immerhin könnten unerfahrene Benutzer dadurch irritiert werden.

Ansonsten wird alles über die Apps und Google Services bedient. Das gilt auch für die Kamera-App und weitere Dienste. Es lassen sich ohne Probleme Konten einrichten, das neue Benachrichtigungssystem nutzen und es kommen auch On-Screen-Tasten zum Einsatz, die in optimierten Spielen aber von der Oberfläche verschwinden. Die Performance ist sehr gut und es sind bei der Bedienung keine großen Verzögerungen zu sehen. Vermutlich war das auch eine der Bedingungen beim Referenz-Design.

Fazit

Als Fazit lässt sich sagen, dass der TrekStor SurfTab xintron i 7.0 Test gezeigt hat, dass das erste Intel-Referenz-Tablet durchaus gelungen ist. Es ist natürlich nicht perfekt, was man besonders am Display sieht. Dafür hat man eine Update-Garantie und somit zumindest für zwei Jahre immer die neusten Updates. Im Hinblick auf den geringen Preis von nur 129€ fühlt sich das Tablet sehr hochwertig an, bietet eine gute Laufzeit und tolle Performance. Allein der geringe Speicher hätte nicht sein müsse – auch wenn dieser erweitert werden kann. Es ist in jedem Fall eine Alternative zum Nexus 7 (2013) – auch wenn das Original in einigen Punkten aber auch eindeutig besser ist. Eine etwas besser ausgestattete Version mit 8 Zoll für unter 200€ könnte auch nochmal interessant werden. Ob weitere Modelle geplant sind, wissen wir aber nicht. Der Einstand ist in jedem Fall gelungen.

Das TrekStor SurfTab xintron i 7.0 kann im Test durch gute Laufzeit, Performance und den Preis überzeugen.
Vorteile
- Verarbeitung
- Performance
- Software
- Preis
- Laufzeit
- Update-Garantie
Nachteile
- Schmutzempfindlich
- Display-Spiegelungen
- Glas-Oberfläche
79% Tabtech
Bewertung
EUR 129€
Haptik / Verarbeitung 7 Display 7 Batterie 8 Performance 9 Konnektivität 7 Software 9 Preis / Leistung 8

  • Michael B.

    Hallo Peter,
    Ich hätte gerne mal gewusst wie das Tablet mit Spielen so umgeht und ob man das Glimmern des Displays als IPS Glow abtun kann oder aber ob das Display einfach keine gute Qualität besitzt. Werde mir das Tablet bei MM mal holen, war heute leider nicht vor Ort zu finden. Achja Thema Verarbeitung. Wie siehts bei deinem Modell mit Spaltmaßen und Displayverarbeitung aus? Bei Amazon meckern div Kunden über schlecht Verklebte Displays und Knarzen an den Displayübergängen. Wie siehts bei eurem aus?

    • http://traceable.de/ Peter

      Hi, Spiele sind kein Problem, werden durch den Intel Prozessor aber nicht immer in der höchsten Grafik-Stufe dargestellt. Der Schimmer kommt nicht vom Panel an sich, sondern vom Glas. Backlightbleeding fällt nur selten auf. Mit der Verarbeitung gibt es zumindest bei unserem Gerät keine Probleme. Hab ich ja oben schon erwähnt. 😉

      • Michael B.

        mhh dann würde ich gerne wissen ob ihr das Modell von Trekstor habt oder von Notebooksbilliger? denn bei amazon finden sich vermehrt aussagen, dass das Display mehr schlecht als recht verklebt sei. Mit einem Glasbleed kann ich bei 119€ leben, mit schlecht verklebten Displays nicht. Also werde ich es wohl wagen und mal bestellen

        • http://traceable.de/ Peter

          Wir haben unseres von der Presseagentur. Da ist wirklich alles in Ordnung, sieht man ja auch an den Fotos. Alles schön gleichmäßig und das Display sitzt gut. Ich hab auch kein Knarzen oder Ähnliches. Zur Not bei Amazon bestellen und zurückschicken, wenn die Qualität nicht stimmt.

          • Michael B.

            Jo Logisch, Aber es wäre ja wieder nur Betrug am Kunden wenn die Presseexemplare besser verarbeitet sind als die Kundenversionen. Deswegen fragte ich Intressehalber woher ihr das habt

          • http://traceable.de/ Peter

            Kann ich mir nicht vorstellen, die bekommen die doch auch vom Hersteller. Mein Nexus 9 war damals qualitativ besser als das Testgerät von Franz. Es melden sich halt eher die Käufer zu Wort, die Probleme haben. ^^

          • Michael B.

            ich werde meines bei MM bestellen und melde mich, sobald es da ist und schau dass ich Fotos machen kann. Dann habt ihr einen Vergleich

  • Micha

    Gibt es so ein „Intel Reference Design“ Tablet auch in 10″ Größe? Die Idee finde ich nämlich super, aber 7″ sind mir einfach zu klein.