Samsung Galaxy Tab S 8.4 & 10.5 im Test – Die Displayrevolution?

26.08.2014 19:00 von Franz
Galaxy Tab S Titelbild

„Another week, another Samsung smartphone“. Was letztes Jahr noch ironischerweise über Samsungs Smartphone-Release-Zyklus gesagt wurde, könnte man dieses Jahr durchaus auf Tablets übertragen. Seit der CES Anfang Januar hat der südkoreanische Hersteller zahlreiche neue Tablets auf den Markt gebracht. Trotzdem stellen das Galaxy Tab S 8.4 & 10.5 etwas Besonderes dar: Sie sind die ersten Samsung-Tablets seit dem Galaxy Tab 7.7, die mit einem AMOLED-Display kommen. Während Ersteres offiziell aber niemals seinen Weg nach Deutschland gefunden hat, sind das Galaxy Tab S 8.4 & das Tab S 10.5 nun seit einigen Tagen verfügbar. Wie Samsungs neue Flaggschiff-Tablets sich in unserem ausführlichen Test geschlagen haben, verraten wir euch jetzt.

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Samsung Galaxy Tab S 8.5 & 10.5 Video und Bilder:

(Link zum YouTube-Video)

Hardware

Galaxy Tab S Back 2

Optisch wirken beide Geräte wie eine größere und flachere Version des Samsung Galaxy S5. Bei den Rückseiten setzt Samsung nach wie vor auf stark gummiertes Polycarbonat in einer Art Golfballmusterstruktur. Wie schon das S5 haben auch das Tab S 8.4 & 10.5 in Sachen Wertigkeit viel Spiel nach oben. Selbst die Kunstleder-Rückseite des Galaxy TabPRO 8.4 wirkte deutlich hochwertiger. Hier muss man aber auch sagen, dass das beim Tab S 8.4 & 10.5 verwendete Material deutlich griffiger ist. In Sachen Ergonomie also definitiv eine gute Wahl.

Galaxy Tab S Rahmen

Design und Farbwahl sind natürlich immer reine Geschmackssache. Es sei aber erwähnt, dass die Rahmen beider Geräte gold- bzw. bronzefarben sind. Das Gleiche gilt für die Umrandung des Homebuttons, die Hörmuschel und die Umrandung der Kamera. Was beim weißen Modell in unseren Augen doch relativ hochwertig und gelungen aussieht, wirkt beim schwarzen bzw. bronzenen Modell unserer Meinung nach etwas zu aufdringlich. Das liegt vor allem auch an der Tatsache, dass hier die gesamte Rückseite bronze/goldfarben ist. Aber wie gesagt: Die Farbwahl ist absolut subjektiv.

Galaxy Tab S Dünne

Das eigentlich Beeindruckende am Design dieser beiden Tablets sind aber die Abmessungen und das Gewicht. Das Tab S 8.4 misst 212,8mm x 125,6mm. Das Tab S 10.5 hingegen bringt es auf 177,3mm x 247,3mm. Beide Tablets kommen aber mit einer Gehäusedicke von nur 6,6mm. Dazu wiegt das Tab S 8.4 lediglich 294g und das Tab S 10.5 leichte 467g. Verglichen mit der Konkurrenz sind das absolut beeindruckende Werte, vor allem beim Tab S 8.4. Man hat hier tatsächlich bei beiden Tablets das Gefühl, die Zukunft in der Hand zu halten. Selbst iPad Air Nutzer werden hier beeindruckt sein.

Galaxy Tab S Back

Das Schöne ist: Trotz des flachen Designs liegen beide Tablets auch noch hervorragend in den Händen. Die sehr dünnen, seitlichen Displayränder sind hier auch kein Problem. Selbst das Tab S 10.5 kann man problemlos auch längere Zeit mit nur einer Hand halten. Die Verarbeitung beider Tablets ist prinzipiell auch tadellos. Vor allem die Tasten sitzen sehr fest und haben einen guten Druckpunkt. Lediglich am Micro-USB-Port, der bei beiden Geräten leicht ausgebeult ist, konnten wir beiden Geräten ein leichtes Knarzen entlocken. Das ist jedoch kein Vergleich zu manch früherem Samsung-Tablet.

Galaxy Tab S Helligkeit 2

Während das Tab S 8.4 eher zur Nutzung im Portrait-Mode ausgelegt ist, bietet sich beim Tab S 10.5 der Landscape-Mode an. Bei Ersterem ist die linke Seite des Kunststoff-Rahmens absolut blank gehalten. Beim großen Bruder findet man links hingegen einen ersten Lautsprecherausgang und den 3,5mm Klinkenanschluss. Auf der gegenüberliegenden Seite platziert Samsung beim Tab S 8.4 dann die Lauter/Leiser Wippe und den Power-Button, der für unseren Geschmack etwas zu weit oben platziert ist. Außerdem findet man hier einen Infrarot-Port, den Einschub für eine Micro-SIM-Karte (zumindest bei der LTE-Version) und einen microSD-Slot. Der 16GB große Speicher, von dem ab Werk bei beiden Tablets etwa 10,78GB zur Verfügung stehen, kann erweitert werden.
Beim Tab S 10.5 befindet sich dann auf der rechten Seite der zweite Lautsprecherausgang, der Micro-USB-Port und ebenfalls Einschübe für eine SIM-Karte und eine Speicherkarte.

Galaxy Tab S Hörmuschel

Beim kleineren Modell platziert man die Lautsprecher hingegen auf der Ober- und Unterseite. Der 3,5mm-Klinkenanschluss sowie der Micro-USB-Port befinden sich hier ebenfalls unten. Beim Tab S 10.5 hingegen ist die Unterseite blank gehalten. Lauter/Leiser-Wippe sowie Power-Button und der Infrarot-Port befinden sich hier auf der Oberseite. Beide Tablets kommen mit einem physischen Homebutton, der gleichzeitig auch als Fingerabdruckscanner fungiert und zwei touch-sensitiven Tasten für Multitasking und Zurück. Außerdem verbaut Samsung bei beiden Tablets eine 2,1 Megapixel-Frontkamera, die durchaus ordentliche Selfies macht. Interessanterweise kommt die LTE-Version des Tab S 8.4 direkt mit einer Hörmuschel. Auf diese hat man beim großen Bruder natürlich direkt verzichtet.

Galaxy Tab S Lautsprecher

Ein paar Worte zu den integrierten Lautsprechern. Bei beiden Tablets entsteht ein schöner Stereo-Sound. Die Lautsprecher des Tab S 8.4 klingen sehr laut, dann teilweise aber auch etwas blechern – insgesamt aber ordentlich. Die des Galaxy Tab S 10.5 klingen nochmal deutlich klarer. Leider verdeckt man beim Tab S 8.4 bspw. beim Zocken im Landscape-Mode gerne mal beide Lautsprecher – das ist etwas schade.
Auf der Rückseite platziert Samsung bei beiden Tablets eine 8 Megapixel Hauptkamera inkl. Foto-LED. Außerdem zwei dezente Befestigungsvorrichtungen für’s offizielle Schutz-Cover.
Das Tab S 8.4 kommt mit einem 4.900-mAh-Akku, das Tab S 10.5 mit einem 7.900-mAh-Akku. Beide sind fest verbaut.

Der WLAN-Empfang hat uns bei beiden Geräten sehr gut gefallen. Ähnliches gilt für die Empfangs- und Sprachqualität. Das Galaxy Tab S 8.4 bzw. Tab S 10.5 gibt es in den Farben Bronze und Weiß mit 16GB internem Speicher und wahlweise mit oder ohne LTE zu Preisen ab 389€ bzw. 479€. (Stand Ende August 2014)

Display

Galaxy Tab S Display 3

Das offensichtliche Highlight dieser beiden Tablets ist aber natürlich das Display. Samsung setzt bei beiden Tablets auf ein S-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2560×1600 Pixeln – ein Novum. Das Tab S 8.4 kommt somit auf eine Pixeldichte von 359ppi, das Tab S 10.5 erreicht immer noch starke 288ppi. Einen Unterschied gibt es allerdings: Während das Tab S 8.4 mit einer diamanförmig-angeordneten PenTile Matrix, also zwei Subpixeln pro Pixel daherkommt, kann das Tab S 10.5 tatsächlich mit einer RGB-Matrix, also drei Subpixeln pro Pixel glänzen. Gerade für AMOLED-Panels ist das eher untypisch.

Galaxy Tab S Modi

Wie dem auch sei: Die Darstellung ist bei beiden Displays gestochen scharf. Die PenTile-Matrix beim Tab S 8.4 merkt man dank der enorm hohen Pixeldichte nicht mehr wirklich und auch beim Tab S 10.5 wirkt Schrift nahezu wie gedruckt.
Noch beeindruckender ist allerdings die Farbdarstellung, zumindest auf den ersten Blick. Die TouchWiz UI ist sehr bunt, dementsprechend ist man beim ersten Start der Tablets erstmal überwältigt, wie intensiv Farben hier dargestellt werden. Gerade das Tab S 10.5 kann hier mit seinem nochmal größeren Display punkten.

Galaxy Tab S Helligkeit

Farbechtheit und Farbkorrektheit sind fast schon AMOLED-typisch ab Werk leider nicht die besten, es ist einfach alles deutlich zu übersättigt. Deaktiviert man allerdings in den Displayeinstellungen die „Anpassungsfähige Anzeige“ und wählt stattdessen den Modus „Einfach“, können beide Geräte in Sachen Farbkorrektheit durchaus überzeugen und spielen hier ganz weit vorne mit. Dazu kommen die genialen Kontrastwerte und der einzigartige Schwarzwert, was man eben nur bei AMOLED-Displays hat. Getrübt wird das Ganze nur etwas vom Weißwert, der, ebenfalls AMOLED-typisch, nicht der beste ist.

Positiv überrascht waren wir auch von der Displayhelligkeit. Hier sind beide Tablets in etwa auf einem Niveau mit dem iPad Air. Durch die hohen Kontrastwerte ist die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung aber nochmal besser. Die Blickwinkelstabilität ist AMOLED-typisch natürlich ebenfalls hervorragend.
Alles in Allem haben Galaxy Tab S 8.4 & 10.5 momentan wohl die besten Displays, die man so im Tablet-Bereich findet. Am ehesten kommt hier noch das iPad Air ran. Hier hängt aber auch viel vom persönlichen Geschmack ab: AMOLED oder IPS?

Performance

Galaxy Tab S Gaming

Beide Tablets kommen mit Samsungs hauseigenmen Exynos 5420, einem Octa-Core mit 4 x 1,7GHz und 4 x 1,2GHz. Dazu kommen die Mali T628 MP6 GPU und 3GB Arbeitsspeicher. Der Exynos 5420 stand nicht immer für Top-Performance, macht in diesem Fall aber eine ordentliche Figur.

Das Hauptproblem ist und bleibt die TouchWiz UI. Diese ist dermaßen ressourcenhungrig, dass es immer mal wieder zu Micro-Rucklern oder kleinen Verzögerungen kommt. Man muss Samsung hier aber auch anrechnen, dass sie die Performance stetig mit Software-Updates verbesseren. Das Ganze ist Kritik auf relativ hohem Niveau, aber ein Nexus 7 2013 oder iPad Air laufen eben doch merkbar flüssiger. Es ist schade, dass Samsung es nicht schafft, seine Flagschiffe ohne Ruckler auf den Markt zu bringen.

Die Browser-Performance mit dem vorinstallierten Chrome-Browser ist ebenfalls ordentlich, hier gibt es kaum etwas zu kritisieren. Auch die Gaming-Performance hat uns insgesamt überzeugt. Kompatibilitätsprobleme gibt es kaum und sowohl Grafik als auch Performance sind mehr als ordentlich. Dead Trigger 2 bspw. läuft zwar nicht ganz so flüssig wie auf Geräten mit einem Qualcomm Snapdragon 801, das gleichen die beiden Galaxy Tab S durch das grandiose Display aber wieder nahezu aus.

Wie sich die beiden Tablets in den bekanntesten Benchmarks geschlagen haben, zeigt die folgende Tabelle.
Beachtet bitte, dass wir hier die aktuellste Version des Antutu-Benchmark mit einem neuen Punkte-Ranking verwendet haben. Da wir die anderen, in dieser Tabelle gezeigten Geräte, nicht mehr da haben, stehen hier leider noch die mit der alten Version ermittelten Werte, die tendenziell merkbar niedriger ausfallen. Aktuelle Geräte mit dem Qualcomm Snapdragon 801 erreichten im Antutu Benchmark etwa 5000-10.000 Punkte mehr als die beiden Galaxy Tab S.

Sony Xperia Z2 Tablet Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Samsung Galaxy TabPRO 12.2 Samsung Galaxy Tab S 8.4 Samsung Galaxy Tab S 10.5
Vellamo 1643 2242 1834 2234 2287
Peacekeeper: 888 821 832 823 887
Antutu Benchmark: 33531 31920 34842 34926 38831
Quadrant Standard Benchmark: 20521 19146 16764 20350 20630

Akku

Galaxy Tab S Back 5

Das Galaxy Tab S 8.4 kommt, wie bereits erwähnt, mit einem 4.900-mAh-Akku, das Tab S 10.5 mit 7.900 mAh. Wir haben bei beiden Tablets wieder unsere üblichen Tests durchgeführt, sprich ein Video bei voller Displayhelligkeit und aktiviertem WLAN abspielen lassen.

Hier schaffte das Tab S 8.4 eine Laufzeit von etwa 6 Stunden und 30 Minuten. Das Tab S 10.5 hält hier mit knapp 8 Stunden sogar noch länger. In Anbetracht der hohen Displayhelligkeit sind das wirklich ordentliche Werte, was man wohl vor allem den energiesparenden AMOLED-Panels anrechnen kann.
Im Alltag schafften wir mit beiden Tablets problemlos eineinhalb bis zwei Tage. Auch das sind wirklich ordentliche Werte.

Kamera

Galaxy Tab S Kamera

Beide Tablets kommen mit einer 8 Megapixel Hauptkamera inkl. Foto-LED. Die Aufnahmen werden ausreichend scharf. Behält man hier im Hinterkopf, dass es sich um Tablets handelt, geht die Bildschärfe definitiv in Ordnung. Leider werden die Aufnahmen auch alle etwas zu dunkel. Hier hilft manchmal der HDR-Modus, in einigen Situationen hilft aber auch dieser nicht.

Außerdem lassen die Aufnahmen etwas mehr Kontrast vermissen. Die LowLight-Performance ist, wie bei den meisten Tablets, eher unterirdisch. Aufnahmen werden zu dunkel und zu verrauscht. Aber mal ehrlich: Wer nutzt hier schon sein Tablet, um Bilder zu machen?
Alles in Allem reicht die Bildqualität für Schnappschüsse durchaus aus. Für mehr aber auch nicht wirklich.

Einige Testfotos findet ihr in der folgenden Galerie:

Software

Galaxy Tab S Magazine UX

Beide Tablets kommen ab Werk mit Android 4.4.2 und der neuen Magazine UX. Diese soll besonders für Tablets optimiert sein und kam erstmals auf den Geräten der TabPRO-Reihe Anfang des Jahres zum Einsatz.
Wischt man auf dem Homescreen einmal nach rechts, sieht man schon die ersten “News-Kacheln”. Diese erinnern sehr stark an Flipboard, was vermutlich daran liegt, dass Samsung sehr viele Flipboard-Services einfach 1:1 in die Magazine UX implementiert und umbenannt hat.

Es gibt verschiedene Themenfelder: Nachrichten, Sport, Kunst und Kultur, Technik und Wissenschaft, sowie Fotos und Design. Von welchen Quellen die News geladen werden, kann man auswählen. Allerdings hat man hier, ähnlich wie bei HTCs Blinkfeed, nur eine beschränkte Anzahl von Samsung-Partnern zur Verfügung. Klickt man auf eine der Kacheln, öffnet sich der entsprechende News-Artikel.
Hat man dann erst einmal einen Artikel geöffnet, kann via Wischgeste schnell zu anderen Inhalten weitergeblättert werden.

Es gibt noch andere Kacheln wie “Büro”, “Kalender”, “E-Mail” und “Office”. Das Prinzip ist ähnlich wie bei den News-Kacheln. Durch einen Klick auf die entsprechende Kachel startet man S-Planner, die Samsung-Mail-App oder Handcom Office für Android.
Die Kacheln können, wie man es schon von Widgets kennt, ganz einfach gelöscht, verkleinert, vergrößert, umplatziert oder ausgetauscht werden.

Galaxy Tab S Multiwindow

Mit dabei ist auch wieder das beliebte Multi Window-Feature. Die entsprechende Leiste kann ganz einfach durch einen Wisch vom rechten Displayrand zur Mitte geöffnet werden. Gerade beim Tab S 10.5 macht diese Art des Multitaskings natürlich Spaß und Sinn.

Galaxy Tab S Fingerprint

Positiv erwähnen sollte man auch, dass beide Tablets mit 50GB kostenlosem Dropbox-Speicher für 2 Jahre daherkommen. Der Anfangs schon erwähnte Fingerabdruckscanner funktioniert ähnlich gut oder schlecht wie auch schon vom Galaxy S5 bekannt. Soll heißen: Der Fingerabdruck wird relativ zuverlässig erkannt. Man muss alerdings erst einmal das Gerät durch einen Klick auf den Home- oder Powerbutton aufwecken und dann seinen gesamten Finger über den Scanner ziehen. Touch ID auf dem iPhones 5s funktioniert hier nach wie vor deutlich schneller und komfortabler.

Fazit

Samsung Galaxy Tab S 8.4
Gut
84%
08/2014
Preis: 389€ Das Samsung Galaxy Tab S 8.4 überzeugt im Test durch sein extrem dünnes und leichtes Design sowie das geniale AMOLED-Display.
Vorteile- Egonomisches Design
- Extrem dünn & leicht
- Geniales Display
- Gute Akkulaufzeit
Nachteile- Teils Performance-Probleme
- Materialwahl

Das Samsung Galaxy Tab S 8.4 hat uns im Test richtig gut gefallen. Es ist leicht, schlank, liegt super in der Hand und hat ein umwerfendes Display. Auch die Akkulaufzeit ist ordentlich. Das Einzige, was man hier kritisieren kann, sind nach wie vor die Micro-Ruckler oder Verzögerungen, die auftreten. Gerade beim Scrollen durch den App-Drawer oder die Homescreens tauchen diese öfter auf.

Der Preis von momentan etwa 389€ für die Wifi-Version liegt angesicht des genialen Hardware definitiv auch noch im Rahmen. Wir würden uns wünschen, dass Samsung zukünftig auf etwas hochwertigere Gehäusematerialien setzt. Die Kunstleder-Rückseite des TabPRO 8.4 war schon ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Metallrahmen oder gar etwas Aluminium auf der Rückseite hätten dem Tab S 8.4 aber definitiv auch gut zu Gesicht gestanden.

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Haptik / Verarbeitung 9 Display 10 Batterie 8 Performance 7 Konnektivität 8 Software 8 Preis / Leistung 9

Fazit

Samsung Galaxy Tab S 10.5
Gut
84%
08/2014
Preis: 479€ Das Samsung Galaxy Tab S 10.5 überzeugt im Test durch das in dieser Größenklasse beeindruckende Gewicht, das dünne Gehäuse und das umwerfende Display.
Vorteile- Ergonomisches Design
- Extrem leicht & dünn
- Geniales Display
- Starke Akkulaufzeit
Nachteile- Teils Performance-Probleme
- Preis
- Materialwahl

Im Prinzip lässt sich das Fazit zum Galaxy Tab S 8.4 auch auf den großen Bruder, das Galaxy Tab S 10.5, übertragen. Dieses bietet allerdings eine noch bessere Akkulaufzeit, bessere Lautsprecher und ein größeres Display.

In Sachen Handlichkeit kann es aber natürlich nicht ganz mit dem Tab S 8.4 mithalten. Außerdem kostet es in unseren Augen unverhältnismäßig mehr. Ein Aufpreis von momentan knapp 90€ (für die WiFi-Version) im Vergleich zum Galaxy Tab S 8.4 ist unserer Meinung nach nicht wirklich gerechtfertigt.

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