Review: Samsung Galaxy Note 3 im Test

01.10.2013 19:20 von
Samsung Galaxy Note 3 Test

Kaum zu glauben das Samsung bereits die dritte Generation des Samsung Galaxy Note veröffentlicht hat. Wahrscheinlich hat sich Samsung im Jahr 2011 selbst nicht vorstellen können, das man mit dem ersten Galaxy Note so erfolgreich sein wird. Das erste Samsung Galaxy Note (Test) war der Startschuss für eine neue Phablet Ära und so sehen wir nun zwei Jahre später jede Menge Smartphones mit Displays zwischen 5 Zoll und sogar 6,4 Zoll.

Beim Samsung Galaxy Note 3 hat sich Samsung für ein 5,7 Zoll großes Display entschieden und einige neue Features integriert. Was hat Samsung in den vergangen zwei Generationen des Galaxy Note gelernt und was konnte man verbessern? Ist das Galaxy Note 3 der perfekte Notizbuch-Ersatz? Benötigt man überhaupt noch ein großes Galaxy Note 3, wenn „normale“ High-End Smartphones schon ein 5 Zoll großes Display besitzten?

Das sind einige der Fragen, die wir in dem folgenden ausführlichen Samsung Galaxy Note 3 Test besprechen möchten:

Testgerät: Samsung Galaxy Note 3 32GB schwarz GT-N9005 – Preis ab ca. 699€ bei Amazon | Cyberport | Notebooksbilliger
Software: Android 4.3 mit eigener Oberfläche

Samsung Galaxy Note 3 – Video und Bilder

(Link zum YouTube-Video)

Hardware

Betrachtet man das Galaxy Note 3 von vorne, scheint sich nicht viel getan zu haben. Doch wie unser Test zeigt, hat sich Samsung einiges einfallen lassen, um das Note 3 hochwertiger und kompakter wirken zu lassen.

Da Display von 5,5 Zoll auf 5,7 Zoll gewachsen ist, möchte man gleich meinen, dass das Note 3 nun um einiges Größer geworden ist und damit noch unhandlicher. Doch dem ist nicht so. Mit den Maßen 151,2 x 79,2 x 8,3mm ist das Note 3 im Vergleich zum Note 2 um gerade mal 0,1mm in der Länge gewachsen. Ansonsten ist es 1,3mm in der Breite und ganze 1,2mm in der Höhe geschrumpft. Aber auch beim Gewicht konnte man einsparen, wodurch man das Gewicht von 180g auf 168g minimieren konnte. Somit ist das Note 3 trotz des größeren Display kompakter geworden, was bei der Benutzung kaum spürbar ist. Eine Bedienung mit nur einer Hand ist aber unter vielen Umständen nicht möglich oder zumindest umständlich. Samsung hat zwar einige Software-Vorkehrungen getroffen, was die Einhandbedienung erleichtert, allerdings gibt es noch ein paar Verbesserungsmöglichkeiten. Unter anderem ist der Lautstärkeregler auf der rechten Seite sehr hoch positioniert, sodass man je nach Haltung mit der zweiten Hand zur Hilfe kommen muss.

Samsung Galaxy Note 3 Rückseite mit S-Pen

Einen deutlichen Mehrwert bietet die neue Oberfläche auf der Rückseite. Endlich hat Samsung eingelenkt und verwendet statt der Glossy Kunstoff Rückseite, eine Kunstleder-Abdeckung. Des Weiteren findet man um das Note 3 einen Rahmen im Aluminium-Look. Der Rahmen ist allerdings nicht mehr als ein lackiertes Polycarbot-Teil, was man sofort merkt, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Samsung hätte dem Note 3 noch mehr premium Qualität verleihen können, in dem man zumindest den Rahmen aus echtem Aluminium gefertigt hätte. Allerdings sind wir schon froh, dass wir nun die Kunstleder Rückseite als ersten Schritt zur Besserung sehen können.

Durch die Kunstleder Rückseite fühlt sich das Note 3 schon um einiges hochwertiger an. Hinzu kommt, dass das Kunstleder dem Note 3 etwas mehr Grip verleiht und man dadurch ein sichereres Gefühl hat, wenn man mit dem Note arbeitet. Nimmt man die Abdeckung vom Phablet, sieht man aber, dass es nach wie vor ein dünnes Stück Kunststoff ist.

Samsung Galaxy Note 3 Spaltunterschiede

Ansonsten macht das Galaxy Note 3 einen hochwertigen Eindruck, allerdings mussten wir feststellen, dass es zwischen dem Gorilla Glas 3 und dem erwähnten Polycarbonat-Rahmen einige Spaltunterschiede gibt, in denen sich Staub ansammeln kann.

Im Rahmen findet man alle wichtigen Anschlüsse und Tasten. So findet man links den schon erwähnten Lautstärkeregler und rechts die Stand-by-Taste sowie ein Mikrofon. Die Tasten sitzen fest im Gehäuse, was uns im Test gut gefallen hat. Auf der Oberseite befindet sich der Audioanschluss, ein Mikrofon und einen Infrarot-Port, über welchen man z.B einen Fernseher, ein Soundsystem oder Ähnliches steuern kann. Wer dies möchte, findet unter den Apps die „Watch On-App“ welche nicht nur eine Fernbedienung darstellt, sondern auch das Fernsehprogramm anzeigt.

Samsung Galaxy Note 3 Micro USB 3.0 und Lautsprecher

Dreht man das Note 3 auf die Unterseite findet man ein drittes Mikrofon, den Lautsprecher und den Slot für den S-Pen. Neu ist und sehr ungewöhnlich sieht der Micro USB Anschluss aus. Samsung setzt hier als einer der ersten großen Hersteller auf den neuen Micro-USB 3.0 Standard. Mit diesem sind im Vergleich zu Micro-USB 2.0 weit höhere Datenübertragungsraten möglich, was in Hinblick auf die 4K-Videounterstützung durchaus Sinn macht. Wer nun schon jede Menge Micro-USB-Lader und Datenkabel hat, muss sich keine Sorgen machen, denn diese mit dem neuen Anschluss voll kompatibel. Zudem unterstützt der neue Anschluss auch MHL 2.0, sodass man mittels passendem Adapter, das Note 3 an den Fernseher anschließen kann.

Die Qualität des erwähnten Lautsprechers ist sehr gut. Die Position ist ebenfalls sehr gut, da sie selbst nur selten stört, wenn man z.B mit dem Gerät im Landscape Mode arbeitet.

Samsung Galaxy Note 3 lockerer Home Button

Auf der Vorderseite findet man neben dem riesigen Display, den physischen Home Button, der leider etwas locker im Gehäuse sitzt, touchsensitive Zurück und Options Tasten, die sich nun auch mit dem Stylus bedienen lassen, und über dem Display eine Benachrichtigungs-LED, eine 2 Megapixel Kamera, sowie einige Sensoren. Unter anderem der Infrarotsensor, ähnlich wie beim Galaxy S4 (Test), mit dem Gesten über dem Sensor erkannt werden und so z.B. Anrufe entgegen genommen, Bilder in der Galerie gewechselt werden können und vieles mehr, ohne dass das Display berührt wird. Wie sinnvoll die Funktion ist, darf sich jeder Nutzer selbst beantworten. Wir haben sie deaktiviert, da es teilweise zu ungewollten Aktionen gekommen ist.

Auf der Rückseite findet man die 13 Megapixel Kamera und einen LED Blitz. Unter der abnehmbaren Rückseite findet man den austauschbaren 3.200-mAh-Akku. Entfernt man diesen, kann die Micro Sim Karte eingelegt oder gewechselt werden und zudem lässt sich der der interne Speicher problemlos mit einer Micro SD Karte (bis zu 64GB) erweitern.

Für drahtlose Verbindungen stehen dem Note 3 User LTE, Wifi a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0, NFC, DLNA und MHL 2.0, sowie GPS und GLONASS zur Verfügung. Die Verbindungsqualität bei GPS, Wifi und normalen Mobilfunk war gut und es gab keine Abbrüche oder ähnliche Signalschwächen.

Ähnliches lässt sich auch über die Gesprächsqualität sagen, die uns sehr gut gefallen hat.
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