Review: Google Nexus 5 mit Android 4.4 KitKat im Test

05.11.2013 23:56 von
Nexus 5 Test

Wenig überraschend hat Google am 31.Oktober das neue Google Nexus 5 und Android 4.4 KitKat vorgestellt. Zur Freude aller, konnte man das Nexus 5 anschließend gleich zu einem Preis von nur 349€ (16GB) bzw. 399€ (32GB) in den Farben Schwarz und Weiß im Play Store bestellen. Die Auslieferung der Geräte erfolgte bereits einen Tag später, womit man eine wirklich zeitnahe Auslieferung des Nexus 5 realisieren konnte.

Das Nexus 5 wird wie das Nexus 4 (Vergleich) von LG gefertigt und basiert nun auf dem LG G2. Allerdings gibt es ein paar Abweichungen. So kommt das Nexus 5 mit einem 5 Zoll Full HD IPS Display (LG G2 5,2 Zoll) und einem kleineren 2.300-mAh-Akku. Dafür erhält man beim Nexus 5 direkt Updates von Google und so wird es bereits mit dem neuesten Android 4.4 KitKat OS ausgeliefert. Dieses bietet eine neue Oberfläche und einige wichtige Verbesserungen in Bezug auf die Performance und das Energiemanagement. Ob die Optimierungen den kleineren Akku kompensieren und wie sich die 8 Megapixel Kamera mit OIS macht, werden wir euch in diesem ausführlichen Nexus 5 Test zeigen.

Testgerät: Google Nexus 5 schwarz ab ca. 349€ bei Google Play | Notebooksbilliger
Software: Android 4.4 KitKat

Nexus 5 Test – Video und Bilder- Video und Bilder

(Link zum YouTube-Video)

Hardware

Beim Design gibt es einige Unterschiede im Vergleich zum LG G2. Durch das kleinere Display und den kleineren Akku hat es etwas geringere Abmessungen von 137,8 x 69,2 8,5mm . Mit einem Gewicht von lediglich 130 g ist es zudem ein echtes Leichtgewicht. Das ist allerdings noch nicht alles, was das Nexus 5 besonders macht, denn LG gibt der Oberfläche im Vergleich zum G2 ein wertigeres Finish. Anstelle eines Glossy-Kunststoffs kommt das Google Nexus 5 mit einem angenehmen Soft Touch Finish, ähnlich wie man das vom Google Nexus 7 2013 (Test) kennt. Die Oberfläche fühlt sich leicht gummiert an und liegt somit auch etwas sicherer in der Hand. Nimmt man das Nexus 5 zum ersten Mal in die Hand, ist man erstmals über die Wertigkeit und das geringe Gewicht erstaunt. Vor allem wenn man denkt, dass Nexus 5 im Vergleich zu anderen Geräten, wie z.B. Samsung Galaxy S4, deutlich günstiger ist. Auffalend dünn sind auch die Ränder des Displays, welche das Nexus 5 merkbar schlank machen.

Nexus 5 Micro Sim Holder

Der große Bruder, das LG G2, zeichnet sich beim Design vor allem durch die rückseitig positionierten Tasten für Lautstärke und Stand-by aus. Auf diese hat man beim Nexus 5 verzichtet. Stattdessen findet man auf der Rückseite, neben dem LG und Nexus Logo, die etwas hervorstehende 8 Megapixel Kamera mit optischem Bildstabilisator und einen LED Blitz. Der Lautstärke Regler und der Standby-Button wurden im Rahmen links und rechts verbaut. Die Tasten, die aus Keramik gefertigt werden, fühlen sich hochwertig an, sehen auch so aus, sitzen bei unserem Testgerät aber nicht ganz fest im Gehäuse, sodass sie leicht wackeln. Unter der Standy-By Taste auf der linken Seite befindet sich der SIM-Karten-Halter für die Micro-SIM-Karte. Zum Öffnen kann man fast ausschließlich den mitgelieferten Sim-Opener verwenden, da LG das Loch für den Opener so klein gemacht hat, das herkömmliche Briefklammern oder Tools von anderen Smartphones (z.B.Iphone 5S) nicht mehr verwendet werden können.

Auf der Oberseite befindet sich der Kopfhörereingang und auf der Unterseite der Micro-USB Anschluss mit SlimPort-Unterstützung. Hier hatte es auch Gerüchte gegeben, dass das Nexus 5 USB OTG mit Android Kitkat ab Werk unterstützt. Dem ist leider nicht so, wie wir in einem Video demonstrieren.

Hinter den Löchern auf der Unterseite, links und rechts vom Micro USB Anschluss erwartet man sicher zwei Lautsprecher. Dem ist aber nicht so, denn der einzige Lautsprecher befindet sich auf der linken Seite. Rechts findet man lediglich das Mikrofon – wie es schon beim LG G2 der Fall ist.

Nexus 5 Display und Android 4.4 Kitkat

Auf der Vorderseite findet man neben dem modernen und geradlinigen Design auch das 5-Zoll-Display. Darüber befindet sich eine 1,3 Megapixel Kamera und etwas ungewöhnlich ein runder Lautsprecher für Telefongespräche. Der Rahmen unter dem Display ist im Vergleich zum LG G2 recht üppig ausgefallen. Hier findet man mittig eine Benachrichtigungs-LED, die in verschiedenen Farben leuchten kann.

Für genügend drahtlose Verbindungen wurde ebenfalls gesorgt. So unterstützt das Nexus 5 Dualband-WLAN mit dem Standard 802.11 a/b/g/n, GPS, NFC, Miracast und Bluetooth 4.0. Zum mobilen Surfen nutzt das Nexus 5 nun auch LTE mit den Bändern 1/3/5/7/8/20. Bei der Empfangsqualität im Mobilfunknetz und GPS konnten wir keine Schwächen feststellen. Beim WLAN-Signal sieht es allerdings etwas anders aus. Aufgefallen sind uns erstmals nur Schwankungen der Balken des WiFi-Symbols in der Benachrichtigungsleiste und dies obwohl das Nexus 5 lediglich 3 Meter (im selben Raum) vom Router entfernt stand. Bei unserem LG G2 bleibt der Empfang allerdings stets stabil. Nach stundenlangem Testen und Beobachten erreichen wir laut einem Netzwerk-Test Tool (zur App) ein vergleichsweise schwaches Signal. Im Vergleich zum LG G2 war das Signal bei uns im Schnitt um rund 10% schwächer. Auch im Vergleich zum Samsung Galaxy S4 ist der WLAN-Empfang etwas schwächer. Auswirkung hatte es bei unserem Nexus 5 Test nur, wenn wir uns weiter vom Router entfernt haben.

Die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist hingegen sehr gut. Etwas ungewöhnlich ist allerdings die runde Form der Hörmuschel. Durch diese muss man das Nexus 5 richtig am Ohr halten. Verschiebt man das Smartphone, sodass die kleine Hörmuschel vom Ohr etwas verdeckt wird, hört man den anderen Gesprächsteilnehmer natürlich kaum. Dies ist allerdings nicht unbedingt störend, da man sich sehr schnell an diesen Umstand gewöhnt.

Nexus 5 kein USB OTG

Die Lautsprecher auf der Unterseite sind von der Qualität ebenfalls gut. Die Lautstärke könnte aber deutlich höher sein, denn der Ton wird nicht direkt zum Nutzer ausgegeben. Spielt man mit dem Nexus 5, zeigt es sich bei uns im Test sehr schnell, dass die Lautsprecher unbeabsichtigt öfter verdeckt werden. Wie sich das genau auswirkt seht ihr in unserem Gaming-Test des Nexus 5.

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