Review: Dell Venue 8 Pro im Test

09.12.2013 19:30 von
Dell Venue 8 Pro Test

Vor einem Jahr hätte man sich nicht wirklich vorstellen können, dass man ein vollwertiges Windows Tablet im kompakten 8 Zoll Format bekommt und das für einen Preis von nur 249€. Dass es doch geht wissen wir heute, denn Hersteller wie Lenovo, Toshiba, Acer und Dell haben bereits ihre neuen Windows 8 Tablets mit 8 Zoll vorgestellt und teilweise auch schon auf den Markt gebracht. Nur wie macht sich so ein 8 Zoll Tablet mit Windows 8 und kann man es tatsächlich sinnvoll nutzen? Dass und viele weitere Fragen werden wir im Laufe des Dell Venue 8 Pro Test beantworten.

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Software: Windows 8.1

Dell Venue 8 Pro Test-Video und Bilder:

(Link zum YouTube-Video)

Hardware

Bei einem Preis von 249€ für ein Windows 8 Tablet mag man nicht all zu viel erwarten. Dass man dabei aber überrascht werden kann, beweist das Venue 8 Pro Tablet. Trotz etwas höheren Abmessungen im Vergleich zu 7 Zoll Tablets, lässt sich das Venue 8 Pro mit dem 8 Zoll Display noch gut in einer Hand halten – ohne das Gefühl zu haben, dass das Tablet aus der Hand fallen oder rutschen könnte. Dafür sorgt zum einen ein schmaler Rahmen um das Display und die leicht gummierte Rückseite. Dell hat hier auch Wert auf Details gelegt und die Rückseite mit einer feinen Struktur versehen, die sich mit zentrischen Kreisen um das Dell Logo ausbreiten. Dadurch fühlt sich das Tablet nicht nur griffiger, sondern auch wertiger und solider an.

Struktur der Rückseite des Dell Venue 8 Pro

Im Vergleich zu anderen 8 Zoll Geräten oder auch dem iPad mini mit dem 7,9 Zoll Display ist es mit einem Gewicht von 389g etwas schwerer und mit einer Bauhöhe von rund 8,9mm etwas dicker als die Konkurrenz. Der Unterschied z.B. zum Lenovo Miix 2 (350g) ist allerdings eher zu vernachlässigen, da das griffigere und hochwertigere Gehäuse das etwas ausgleicht.

Von Vorne betrachtet findet man keinen Hinweis darauf, dass das Tablet mit Windows 8 läuft. Dell hat sich gegen einen touchsensitiven Windows-Button entschieden und verbaut diesen stattdessen als physische Taste auf der Oberseite. Ähnliches haben wir bereits beim Test des Asus Transformer Book T100 gesehen. Auch dort haben wir, gleich wie bei dem Venue 8 Pro, die physische Taste im täglichen Gebrauch kaum eingesetzt und eher die Gesten von Windows 8 genutzt. Weitere Tasten, sowie auch die wichtigsten Anschlüsse, befinden sich auf der rechten Seite. So findet man hier die Stand-by Taste und auch den Lautstärkeregler. Alle drei Tasten sitzen fest im Gehäuse und wackeln nicht.

Dell Venue 8 Pro Tasten

Neben dem Audio-Anschluss findet man beim Venue 8 Pro lediglich einen Micro-USB Anschluss und Micro-SD Slot. Über den USB-Anschluss wird das Venue 8 Pro geladen. Wer möchte, kann auch mittels eines USB OTG Adapters von Micro-USB auf USB, externe Laufwerke, USB Sticks und Ähnliches anstecken. Aus uns eher unerklärlichen Gründen hat man auf einen Micro-HMDI Anschluss verzichtet. Möchte man nun das Bild des Tablets auf einen externen Monitor übertragen, kann man dies lediglich kabellos mittels Miracast (How-To Video) machen oder über eine spezielle Docking Station, die den Micro-USB Anschluss dafür nutzt.

Wir haben beide Optionen, sowohl Miracast als auch die Dock, getestet. Miracast haben wir in Verbindung mit dem Netgear PTV3000 Dongle (Link zum Angebot) getestet. Die Verbindung war stabil und die Übertragung lief größtenteils reibungslos. Problematisch wird es nur, wenn man Full HD Filme mittels Miracast an den Fernseher übertragen möchte, denn hier gab es bei uns immer wieder Ruckler und Aussetzer des Tons. Dies liegt allerdings nicht unbedingt am Tablet, sondern eher viel mehr an dem Standard, denn selbes Problem haben wir auch mit anderen Tablets. Leider kann momentan der Bildschirm nicht dupliziert werden, sodass man eine Maus benötigt und den zweiten Bildschirm besser zu benutzen, wie wir in der Miracast-Demo zeigen:

(Link zum YouTube-Video)

Wer das Bild mittels der Plugable Dock (ca. 109€ bei Amazon) oder dem passenden USB auf HDMI Apdater an einen externen Monitor / Fernseher bringen möchte, verwendet dabei den Micro USB-Anschluss. Somit muss man sich erst einen Micro-USB auf USB Adapter für ca. 5€ kaufen und kann nach Installation der DisplayLink Treiber das Bild übertragen. Dies funktioniert auch mit einer Full HD Auflösung oder gar mehreren Bildschirmen. Bewegt sich das Bild nicht, sollte es bei der Qualität keine großen Unterschiede zu einer Übertragung mit einem MicroHDMI Kabel geben. Bewegt sich das Bild, also z.B. beim Betrachten von Filmen, Spielen usw., wird die Qualität etwas vermindert. Die Reaktionszeit ist dabei auch nicht ganz so hoch. Leider kann das Gerät momentan nicht gleichzeitig geladen werden und mittels Adapter an den Fernseher gebracht werden. Wie uns der CEO von Plugable mitteilte, arbeite man aber bereits mit Dell daran und dürfte in ein paar Wochen ein passendes Kabel liefern können.

Praktisch ist die Dock trotzdem, wie wir in dem folgenden Video zeigen:

(Link zum YouTube-Video)

Bei den drahtlosen Verbindungen findet man leider nicht ganz so viele Anschlussmöglichkeiten. So verzichtet Dell beim Wifi-only Modell auf GPS. Das sollte nur bei der 3G Version unterstützt werden. NFC sucht man ebenfalls vergebens. Zum Verbinden mit dem drahtlosen Netzwerk findet man den Wifi a/b/g/n Standard. Dank Dualband-Antenne ist die Signalstärke gut und stabil. Mittels Bluetooth 4.0 lassen sich auch schnell externe Geräte wie eine Bluetooth Mouse oder Tastatur (natürlich auch gleichzeitig) verbinden.

Dell Venue 8 Pro Lautsprecher

Schwer beeindruckt sind wir aber von dem Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser bietet einen unerwartet guten Sound mit hoher Lautstärke und vollem Volumen.

Für Schnappschüsse bzw. Videochats stehen einem beim Venue 8 Pro eine 1,2 Megapixel Kamera auf der Vorderseite und eine 5 Megapixel Kamera auf der Rückseite zur Verfügung. Die Qualität der Kameras sind in Ordnung. Bei zunehmend schlechten Lichtverhältnissen nimmt allerdings auch die Qualität stark ab. Videos können mit der vorderen Kamera mit 720P aufgenommen werden und in Full HD Auflösung mit der rückwärtigen Kamera.

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