Lenovo ThinkPad 10 Test – Das kleine Office-Tablet

25.07.2014 19:14 von
ThinkPad 10 Test -14

Mit dem Lenovo ThinkPad Tablet hat Lenovo begonnen Business-Tablets an den Mann zu bringen. Nach dem Lenovo ThinkPad Tablet 2 wartete man sehnsüchtig auf den Nachfolger. Genau diesen hat Lenovo vor Kurzem vorgestellt – das Lenovo ThinkPad 10. Auf den ersten Blick ist das ThinkPad 10 der große Bruder des ThinkPad Tablet 8, das mit 8 Zoll eine etwas kompaktere Form besitzt. Doch das ist nicht der einzige Unterschied, denn das ThinkPad 10 bietet beispielsweise einen integrierten Digitizer und interessantes Zubehör, wie das Ultrabook-Keyboard. Außerdem ist das ThinkPad 10 eines der ersten Windows Tablets mit Intel Atom Prozessor und 4GB RAM. Die Preise für das ThinkPad 10 beginnen für Studenten bei ca. 530€, während alle anderen Interessenten teilweise deutlich mehr zahlen müssen. Zudem gibt es eine harte Konkurrenz in Form des Surface Pro 3 (Test), welches sich in unserem Test schon beweisen konnte. Wie gut sich das Tablet und Zubehör im Vergleich machen, zeigen wir in diesem ausführlichen ThinkPad 10 Test.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Campuspoint, die uns das ThinkPad 10 zur Verfügung gestellt haben. Dort erhaltet ihr das Tablet inkl. Studentenrabatte.

Testgerät: ThinkPad 10 128GB / 4GB – Preis ab ca. 730€ / 839€ bei Campuspoint | Amazon | Cyberport
Software: Windows 8.1 Pro 64-Bit

ThinkPad 10 Test Video und Bilder

(Link zum YouTube-Video)

Hardware

Schon beim ThinkPad Tablet 8 (Test) wusste Lenovo rein äußerlich zu überzeugen. Nicht viel getan hat sich da beim Lenovo ThinkPad 10. Dieses kommt ebenfalls mit einer hochwertigen Metallrückseite, während der Rahmen aus einem Kunststoff besteht. In diesem befinden sich auch die Anschlüsse unter Abdeckungen.

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Nimmt man das Tablet in die Hand fällt einem auf, dass die Ecken der oberen Seite abgerundet sind, während die unteren Kanten normal eckig sind. Beim längeren Halten in einer Hand kann dies teilweise ungemütlich sein und man muss das Tablet etwas anders halten. Dennoch lässt sich das ThinkPad 10 durch das 8,9mm dünne Gehäuse und dem Gewicht von rund 600g gut in der Hand halten. Von der Verarbeitung gibt es kaum sichtbare Mängel. Erst beim Benutzen fallen die etwas schlechten Druckpunkte der Tasten für die Display-Orientungssperre und die Lautstärke auf. Diese sitzen außerdem etwas zu weit im Gehäuse, wodurch sie sich auch schwerer ertasten lassen. Merkbar machte sich außerdem ein Berührstrom. Das heißt, wenn das Tablet geladen wird, fühlt man ein leichtes Kribbeln in den Fingern, wenn man über die Rückseite streicht.

Auf Rückseite findet man neben einer kleinen Kunststoff-Abdeckung eine 8 Megapixel Kamera mit LED-Blitz, im unteren Bereich zwei Lautsprecher und rechts ein Fingerabdruckscanner, der eine erweitere Anmeldeoption ermöglicht. In der Tat haben wir diesen im Test oft verwendet, auch wenn man mit dem Finger 2-3 Mal darüber streichen muss, bis er erkannt wird. Auf der Vorderseite hingegen findet man eine 2 Megapixel Kamera, drei Mikrofone sowie einen touchsensitiven Windows-Button. Im Test funktionierte dieser aber leider nicht immer wie gewünscht und man muss auch diesen öfter drücken, bis die Eingabe erkannt wurde.

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Sieht man die Daten des ThinkPad 10, lässt es in Bezug auf Anschlüsse eigentlich keine Wünsche offen. In der Praxis zeigen sich aber dennoch ein paar Stolpersteine. Erst sollte aber gelobt werden, dass Lenovo gleich von Beginn eine LTE-Version anbietet. Dies würden wir uns unter anderem auch von Microsoft so wünschen. So befinden sich der Micro-SIM-Slot mit dem Micro-SD Slot unter einer Abdeckung auf der rechten Seite. Letzter unterstützt im Test auch problemlos unsere 128GB microSD Karte von SanDisk. Auf der gleichen Seite befindet sich außerdem der erwähnte Lautstärkeregler, ein Audio-Anschluss und ein Micro-HDMI Anschluss, mittels dem man das ThinkPad 10 an einen Monitor anschließen kann. Dabei wird sowohl der „erweiterte Bildschirm“ als auch das Duplizieren des Bildschirms unterstützt. In unserem Test haben wir so das ThinkPad 10 an einen Full-HD Monitor angeschlossen, was auch problemlos funktionierte. Auffallend waren hier nur die zwei schwarzen Balken am Display des Tablets, da dieses automatisch die Auflösung von 1920 x 1200 auf 1920 x 1080 wechselt.

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Auf der linken Seite befindet sich, ebenfalls unter einer Abdeckung, ein vollwertiger USB 2.0 Anschluss und ein eigener Ladeanschluss von Lenovo. Über den USB-Anschluss lassen sich natürlich externe Geräte wie z.B. eine Maus, Tastatur, ein USB-Stick und Ähnliches anschließen. Eine externe Festplatte mit 2.5 Zoll (ohne zusätzliche Stromzufuhr) funktionierte aber leider nicht. Dass die Anschlüsse mit einer Abdeckung geschützt sind, hat seine Vor- und Nachteile. Verwendet man sie nicht, werden diese vor Schmutz oder Ähnlichem geschützt. Benötigt man aber beispielsweise öfter den USB-Anschluss, kann dies etwas nervig werden, zumal das Schließen der Abdeckungen auch gewöhnungsbedürftig ist. Zumindest hat aber Lenovo den Ladeanschluss freigelassen.

Ein weiterer wichtiger Anschluss befindet sich auf der Unterseite. Hier findet man den Dockanschluss. Über diesen kann man das Tablet mit dem Quickshot Cover, dem Ultrabook Keyboard oder auch Dockingstation verbinden und so das Tablet als Desktop-Ersatz verwenden.

Für drahtlose Verbindungen wurde ebenfalls ausreichend gesorgt. Natürlich werden wichtige Standards wie Wlan a/b/g/n (kein AC), Bluetooth 4.0, Miracast, NFC und optional LTE unterstütz. Dabei konnten wir unserem ThinkPad 10 Test keine größeren Schwächen oder Signalschwankungen feststellen.

ThinkPad 10 Test -4

Die Lautsprecher des Lenovo ThinkPad 10 sind wie schon erwähnt auf der Rückseite des Tablets positioniert. Dadurch ist die Position freilich nicht optimal, wie beispielsweise beim Surface Pro 3. Im Test hat uns die Soundqualität dennoch gefallen. Auffallend war, dass man den Bass beim Halten in den Händen teilweise spüren kann, da das Aluminium-Backcover die Schwingungen gut weiterleitet.

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Die Kameras des ThinkPad 10 lösen mit 2 und 8 Megapixel auf. Dabei können beide Kameras Videos in Full HD aufnehmen. Die Qualität der Fotos und Videos ist dabei in Ordnung. Auch in Bezug auf die Soundqualität bei den Videos konnten wir im Test keine Probleme feststellen. Ein nettes Feature ist beim Quickshot Cover die faltbare Ecke. Klappt man diese um, wenn sie auf der Rückseite des Tablets ist, wird sofort die Kamera gestartet.

Display

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Während Microsoft das größere 12 Zoll Display für eine bessere Produktivität bewirbt, zeigt sich das ThinkPad 10 wieder mit einem 10,1 Zoll IPS Display. Dabei setzt man auf ein Seitenverhältnis von 16:10 und eine Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Durch die hohe Pixeldichte wirken Texte sehr scharf. Auch in Sachen Betrachtungswinkel zeigte sich das Display des ThinkPad 10 im Test positiv. Doch das ist nicht alles, denn leider wirken die Farben des Displays im Vergleich zum Surface Pro 3 recht matt und der Weißwerte scheinen nicht ganz so hoch gut sein.

In dem Zusammenhang ist uns im Test auch das Displayglas aufgefallen, welches leider stark spiegelnd ist und wohl auch nicht so viel Licht durchlässt. Dadurch wirken die Farben etwas blass. Das macht sich vor allem im Außeneinsatz bemerkbar, wo sich ein Ablesen trotz voller Displayhelligkeit schwierig gestaltet.

ThinkPad 10 Test -12

Natürlich ist die Größe eine Geschmackssache und für viele mag ein 10 Zoll Tablet in Ordnung sein. Lenovo hat mit seinem Zubehör, dem Ultrabook Cover beispielsweise eine gute Erweiterung gebracht, bei der die Tastatur trotz der Größe gut zu drücken ist. Nach einiger Zeit mit dem Surface Pro 3 und dem ThinkPad 10 würden wir uns auch vom Lenovo ein etwas größeres Display wünschen. Wenn man mehrere Fenster oder Objekte gleichzeitig anzeigen lässt, fehlen einem die extra 2 Zoll und das besondere 3:2 Format des Surface. Auch beim Schreiben mit beispielsweise OneNote oder beim Bearbeiten von PDF´s mit Drawboard PDF ist eine Seite einfach wesentlich kleiner, was das Arbeiten im Vergleich teilweise etwas erschwert.

Performance

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Wir haben vom ThinkPad 10 die stärkste Version mit 4GB Arbeitsspeicher, dem Intel ATOM Z3795 (1,6Ghz je Kern) und einem 128GB eMMC Speicher. Um die 4GB auch auszunutzen, wird bei diesem Modell Windows 8.1 Pro 64-Bit installiert. Wir wurden bereits im Vorfeld öfter gefragt, ob sich ein Unterschied zwischen 2 und 4GB bemerkbar macht. Eine berechtigte Frage, allerdings sind die Ergebnisse eher ernüchternd. So machen sich die Unterschiede im Vergleich zum Acer Aspire Switch 10 (Test) nur bemerkbar, wenn man beispielsweise viele Tabs im Browser und viele Anwendungen gleichzeitig öffnet. Man sollte sich hier keine Rennmaschine erwarten, denn das System wird durch den Intel ATOM Prozessor und dem eMMC Speicher etwas ausgebremst. Letzterer ist dafür mit einer Lesegeschwindigkeit von 110,7MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von 47,31MB/s für einen eMMC Speicher recht flott. In unserem Test haben wir auch die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten einer Micro-SD Karte getestet. Dabei kamen wir mit unserer 64GB Samsung UHD-I Speicherkarte auf Werte von 23,43MB/s bzw. 16MB/s.

Interessant wird es, wenn man das ThinkPad 10 mit dem neueren Intel ATOM mit bisherigen Tablets wie das Dell Venue 11 Pro (Test) vergleicht das bisher mit einem Intel ATOM Z3770 und 2GB ausgestattet ist. Erstaunlicherweise zeigen sich nämlich in den Benchmarks kaum Unterschiede zwischen den Systemen:

Lenovo ThinkPad 10 Microsoft Surface Pro 3 Microsoft Surface Pro 2 Dell Venue 11 Pro 5130
PC Mark 7 2672 5162 4681 2598
3D Mark 06 1731 5057 6156 1880
PCMark08 1173 2306 2292 1600

In der Tabelle zeigt sich aber auch gut, wie stark sich das Surface Pro 3 mit dem Intel Core i5 Prozessor abhebt und das bei einer Preisdifferenz von nur ca. 160€. Erste Erfahrungsberichte des Surface Pro 3 mit Intel Core i3 zeigen, dass dieser ebenfalls dem ATOM weit überlegen ist.

Abgesehen von den Zahlen wirkte das System gesamt aber recht flott. Lediglich beim Öffnen von großen Dateien merkt man, dass das Tablet eine Denk-Sekunde länger braucht, um diese zu öffnen. Zum Beispiel wenn man mit Drawboard PDF ein größeres PDF öffnen möchte. Dafür hat man den Vorteil beim ThinkPad 10, das Tablet auch ohne aktive Kühlung cool bleibt und durch den ATOM auch weniger Energie verbrauchen sollte.

Akkulaufzeit

Durch den energiesparenden Prozessor und einen 33Wh bzw. 8800mAH Akku verspricht Lenovo eine Akkulaufzeit von bis zu 10h. In unserem üblichen Akku-Test bei durchgehender Wiedergabe eines Testvideos, voller Display-Helligkeit und verbundenem Wlan erreichten wir einen Wert von 8:03h. Bei einem Mix-Gebrauch mit Internet-Surfen, Videos betrachten, kurz spielen und Musik hören, erreichten wir einen Wert von Rund 8:30h. Ein guter Wert, mit dem man jedenfalls über den Tag kommen kann.

Stylus

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So wie wir uns das gewünscht haben, kommt beim ThinkPad 10 ein Digitizer zum Einsatz – genauer gesagt ein WACOM Digitizer, so wie wir ihn schon vom Surface Pro 2 und dem Samsung Galaxy Note 10.1 kennen. Der Stylus selbst kommt in einer Stift-ähnlichen Größe mit einer relativ harten Spitze, einer Taste zum Markieren und einem „Radierer“ auf der Rückseite. Gesamt ist der Stylus sehr leicht und könnte ruhig etwas schwerer sein. Eine Möglichkeit diesen im Tablet zu verstauen gibt es leider nicht dafür. Dafür bietet das optionale Ultrabook Keyboard einen Slot und das Quickshot Cover eine Lasche.

Die Eingaben des Stylus werden mit Druckunterschieden auf 1024 Level sehr gut erkannt. Eine Handflächenunterdrückung sorgt dafür, dass man seine Hand sorglos auf das Display des Tablets legen kann, sobald der Stylus erkannt wird. Die Eingabe des Stylus ist aber nicht ganz so genau wie beim neuen Surface Pro 3. Wie schon bei anderen Tablets mit Wacom Digitizern ist der Punkt der Eingabe etwas verschoben und zum Rand hin kann das Ziel nochmals stärker abweichen, wie wir das schon vom Surface Pro 2 kennen. Somit sind teilweise Symbole oder Icons am Rand oder in den Ecken schwer zu klicken und man braucht teilweise den einen oder anderen Versuch dafür.

In dem folgenden Video zeigen wir euch, wie gut der Stylus ist und wie ihr z.B. damit PDF´s bearbeiten und mit OneNote 2013 Handschrift in Text umwandeln könnt:

(Link zum YouTube-Video)

Zubehör

Nicht nur das Tablet selbst oder der Stylus machen das ThinkPad 10 besonders. Lenovo bietet ähnlich wie Dell eine Menge Zubehör für das ThinkPad 10 an. So zählen unter anderem das Ultrabook Keyboard, die Dockingstation und das Quickshot Cover zu den beliebtesten Accessoires. In unserem Test konnten wir uns sowohl das Quickshot Cover als auch das Ultrabook Keyboard etwas genauer ansehen:

Ultrabook Keyboard

ThinkPad 10 Test -2

Ähnlich wie beim Miix 2 10 und 11 ist das Ultrabook Keyboard nicht wie bei anderen 2-1 Geräten mit dem Tablet verbunden. Im Einsatz steckt man das Tablet einfach in die Dock. Verbunden wird das System mittels der Docking-Connectoren und zwei Magneten die für einen zusätzlichen Halt sorgen. So kann man beispielsweise das Tablet auf den Tisch oder die Beine stellen und mit der Tastatur schreiben. Leider gibt es dabei aber nur einen möglichen Winkel, mit dem man arbeiten muss.

Für unterwegs kann man das Tablet und das Ultrabook Keyboard zusammenstecken, wodurch auch das Display beim Transport geschützt wird. Vielmehr Funktionen bietet das Cover leider nicht, denn man findet hier keine zusätzlichen Anschlüsse oder gar einen zusätzlichen Akku. Einzig ein Slot für den Stylus findet man auf der rechten Seite.

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Die Tastatur selbst fällt dafür verhältnismäßig groß aus und mit einem guten Druckpunkt der Tasten lassen sich hier auch mit etwas Übung längere Texte schreiben. Umso größer die Tastatur ist umso kleiner fällt das Trackpad aus. Trotzdem arbeitet das Trackpad verwunderlich gut und genau. Andere Hersteller könnten sich hier etwas abschauen.

Für einen Preis von ca. 110€ hätten wir uns aber zumindest noch einen flexibleren Winkel gewünscht und eine Hintergrundbeleuchtung, die dem einen oder anderen Nutzer fehlen könnte. Optimal wäre es, wenn Lenovo ähnlich wie Dell einfach ein Keyboard-Dock mit Scharnier vorgestellt hätte.

Quickshot Cover

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Für einen Preis von ca. 40€ bekommt man das Quickshot Cover das mittels zwei magnetischen Pins, fast wie von selbst an das Tablet andockt. Es besteht aus einem hochwertigen Material und bietet neben der normalen Schutzfunktion noch zwei Features. Zum einen lassen sich durch die Falte in der Ecke schnell Fotos mit der 8 Megapixel Kamera machen. Zum anderen kann man das Cover auch als Stand benutzen. Dafür sorgt ein Gummirand, mit dem das Cover beim normalen Transportieren auch geschlossen bleibt. Theoretisch kann man so das Tablet in vielen beliebigen Winkeln aufstellen, doch man sollte den Winkel nicht zu weit wählen, da sonst der Gummirand rutschen könnte und mit der Zeit das Tablet doch umfällt.

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Auch dieses Quickshot Cover bietet eine Lasche für den Stylus, sodass er auch hier gut und sicher verstaut werden kann.

Software

ThinkPad 10 Test -10

Wenn es um Produktivität geht, wird man in vielen Bereichen nicht bei Windows herumkommen und Microsoft hat einiges getan, sein Betriebssystem Windows 8 stärker zu verbreiten und anderen Betriebssystemen den Kampf anzusagen. Da das ThinkPad 10 ein Business-Tablet ist wird hier natürlich auf Windows 8.1 gesetzt. Bei unserer Konfiguration kommt Windows 8.1 Pro 64-Bit zum Einsatz. Das bedeutet gleichzeitig, dass es hier keine kostenlose Version von Microsoft Office Home & Student gibt. Holt man sich die kleinere Version des ThinkPad 10 sollte „nur“ Windows 8.1 (32-Bit) zum Einsatz kommen. Dies ist die von Microsoft vorgestellte Version „mit Bing“, bei der man auch ein 1-Jahres Abonnement von Microsoft Office 365 kostenlos erhält.

Bei unserem Test des ThinkPad 10 konnten wir bisher keine Software oder gröbere Treiber Fehler feststellen, sodass das System stabil und ohne Neustarts lief.

Bei der UI gibt es keine Änderungen seitens Lenovo. Dafür installiert man viele Apps und Programme vor, die mehr oder weniger nützlich sind:

    • Lenovo Companion
    • Lenovo Support
    • Lenovo QuickCast
    • Evernote Touch
    • Norton Studio
    • Skype
    • ZinioReader
    • Maxthon Cloud Browser
    • Nitro Pro 9
    • Lenovo Solution Center
    • System Update
    • Lenovo Photo Editor von CL Metro
    • Lenovo Video Editor von CL Metro
    • Billiger.de for Lenovo
    • Das Örtliche for Lenovo
    • Das Telefonbuch for Lenovo
    • Gelbe Seiten for Lenovo

Am Ende bleiben dem Nutzer von den 128GB rund 102GB freier Speicher. Das Lenovo aber so viele Apps vorinstalliert, müsste dennoch nicht sein.

Fazit

Lenovo ThinkPad 10
Befriedigend
78%
07/2014
Preis: 839€ Das Lenovo ThinkPad 10 konnte gesamt im Test überzeugen, auch wenn es ein paar Mängel gibt und der Preis recht hoch ausfällt.
Vorteile- Meterial
- Gewicht
- LTE
- Zubehör
- Stylus
Nachteile- Stylus teilweise ungenau
- Windows-Taste funktioniert nicht immer
- zu viel vorinstallierte Software
- Tasten sind schwer zu drücken

Gesamt hat uns das ThinkPad 10 im Test gut gefallen. Lenovo kann mit hochwertigen Materialien und einem kompakten Formfaktor überzeugen. Aber genau dieses kann auch ein Nachteil sein, wie Microsoft mit dem Surface Pro 3 zeigt. Trotzdem bietet das ThinkPad 10 einiges an praktischem Zubehör, einen Stylus, eine gute Akkulaufzeit und eine LTE-Version. Ob dies reicht, um gegen das größere, stärkere und nicht viel teurere Surface Pro 3 (Test) anzukämpfen, muss wohl jeder Interessent für sich entscheiden.

Haptik / Verarbeitung 7 Display 8 Akkulaufzeit 9 Performance 8 Konnektivität 8 Software 8 Preis / Leistung 7