Asus Transformer Pad TF303 Test – Endlich wieder ein 10 Zoll Multimedia-Tablet

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Im Jahr 2014 überwiegen die kleineren 7-9 Zoll Tablets, während 10 Zoll Tablets fast nur mit Windows zu sehen sind und selbst da ist die Auswahl rar. Abgesehen von Samsung und Acer, bietet Asus das Asus Transformer Pad TF303K und TF303CL (mit LTE) an. Dieses kommt mit einem Full-HD-Display und sogar optional als LTE-Version zu einem Preis von nur 349€ inkl. Tastatur Dock. Ob das Tablet was taugt, zeigen wir euch in diesem Transformer Pad TF303CL Test.

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Asus Transformer Pad TF303 Test Bilder

Hardware

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Rein äußerlich gibt es beim Asus Transformer Book TF303 keine Besonderheiten, was aber nicht unbedingt schlimm ist. Vom Material her setzt Asus auf einen leicht gummierten und strukturierten Kunststoff. Dieser macht sich sehr gut, wenn man das Tablet in die Hand nimmt, und verleiht dem TF303 einen guten Grip. Mit einem Gewicht von 595g und einer Bauhöhe von 9,9mm ist man eher weit davon entfernt, von einem kompakten und leichten 10,1 Zoll Tablet zu sprechen. Nichtsdestotrotz wirkt das Transformer Pad TF303CL stabil und liegt durch die etwas abgerundeten Kanten gut in der Hand.

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Das Display wird nach wie vor von breiten Ränder umgeben, die beim Asus TF303CL zumindest für die Lautsprecher genutzt werden. Viel kleiner kann man die Ränder wohl auch nicht machen, denn ansonsten würde die dazugehörende Tastatur weniger Platz haben und so den Schreibkomfort noch weiter sinken. Gefallen hat uns, dass Asus nicht einfach einen schwarzen Rahmen verwendet hat, sondern mit einer einer leichten Musterung, die sehr sportlich wirkt.

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Bei den Anschlüssen findet man auf der linken Seite einen Micro-USB-Port zum Laden oder aber auch zum Anschließen eines USB-Stick mittels eines Adapters. Des Weiteren gibt es auf der linken Seite einen Micro-HDMI-Anschluss. Darunter befinden sich die Tasten für die Lautstärke Regelung. Der Stand-by Button sitzt wie bei Asus üblich auf der Oberseite. Auf der rechten Seite findet man den Audio-Anschluss, microSD-Slot und einen Micro-SIM-Tray bei der LTE Version.

Bei den drahtlosen Verbindungen setzt Asus auf Wifi a / b / g / n, sowie Bluetooth 4.0, Miracast, GPS und optional auch LTE. Bei unserem Asus TF303 Test mit LTE konnten wir keine groben Empfangsprobleme und Abbrüche bemerken.

Gefallen haben uns vor allem die Lautsprecher auf der Vorderseite. Die haben eine perfekte Position und einen guten Klang. Sowohl von der Lautstärke als auch vom Volumen machten sich die Lautsprecher im Test gut.

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Gemischte Gefühle gibt es hingegen bei den Kameras des Transformer Pad TF303. Während die vordere Kamera mit 1,2 Megapixel auflöst, schießt die hintere Kamera Fotos mit 5 Megapixel. Die Qualität der Kameras ist allerdings nur durchschnittlich. Bilder wirken teilweise etwas blass und zeigen nicht all zu viele Details. Gut gefallen hat dafür die Kamera-App. Sie ist aufgeräumt und bringt trotzdem viele Features und Effekte mit sich.

Tastatur-Dock

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Das Transformer Pad TF303 gibt es als Tablet-only Version für 249€ (wifi-only) oder mit Tastatur-Dock für 299€ (wifi-only). Bei der Tastatur hat sich zu den Vorgängern nicht all zu viel getan. Im Vergleich zum Tablet kommt die Tastatur Dock in einem dunklen Grau, was zum Rahmen des TF303 Tablets passt.

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Das Tablet kann leicht über das Scharnier verbunden werden. Dort hat das Gerät etwas Spielraum. Hier sollte sich Asus das Aspire Switch 10 FHD (Test) von Acer ansehen, bei dem das magnetische Scharnier fester und fortschrittlicher wirkt.

Leider gibt es auch keinen zusätzlichen Akku in dem Tastatur-Dock, dafür aber nach wie vor einen vollwertigen USB 2.0 Anschluss.

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Die Tasten selbst sind wie erwartet etwas klein, haben aber einen guten Druckpunkt. Wegen der Größe braucht man aber eine kurze Eingewöhnungsphase, bis man längere Texte ohne Fehler schreiben kann. Etwas mehr gewöhnungsbedürftig ist das Trackpad. Dieses wirkt leider etwas unpräzise und ist daher nicht immer eine große Hilfe. Zum Glück lässt sich dieses auch mittels Tastendruck deaktivieren, denn schreibt man mit der Tastatur, kann es passieren, dass man mit dem Handballen versehentlich das Trackpad bedient.

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Alles in allem ist die Tastatur Dock trotzdem ein großer Mehrwert. Vor allem im Android-Bereich gibt es kaum noch Hersteller, die eine Tastatur-Dock anbieten. Die Frage ist allerdings berechtigt, wenn man wirklich produktiv arbeiten möchte, wird man wahrscheinlich eher zu einem Windows-Tablet greifen.

Display

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Das Transformer Pad TF303 kommt mit einem hochauflösenden 1920×1200 Pixel Display. Das verspricht eine scharfe Darstellung von Videos oder auch Texten. So ist es auch, doch die Auflösung ist bei Weitem nicht alles was zählt. Das IPS-Panel bietet eine gute Farbdarstellung. Mittels der vorinstallierten Splendid-App gibt es noch eine zusätzliche Möglichkeit, mit der man die Farbtemperatur nach belieben kalibrieren kann.

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Doch auch das ist noch nicht alles, denn es gab einen Punkt, der uns beim Display des TF303 Test etwas gestört hat – die Helligkeit. Leider wirkt das Display etwas dunkel. So ist ein arbeiten im Freien nicht einwandfrei möglich. Hinzu kommt, dass das Display stark spiegelt und das verwendete Display-Glas oder aber die fingerabdruck-abweisende Schicht das Bild etwas verschleiert.

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Sichtbar ist auch der Abstand zwischen dem Display und dem Display-Glas. Dadurch geht schon einiges an Leuchtkraft verloren. Hier sollte man bei der nächsten Generation definitiv nachholen.

Die fingerabdruck-abweisende Schicht hilft leider auch nur bedingt, sodass Fingerabdrücke nach wie vor sichtbar sind, allerdings auch leichter zu entfernen sind.

Performance

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Im Inneren des Transformer Pad TF303 arbeitet ein Intel ATOM Z3745 Quad Core Prozessor mit 2GB Arbeitsspeicher. Diese Kombination ist eine Altbekannte und hatte sich schon in der Vergangenheit als Positiv erwiesen. Das zeigt sich auch beim TF303 wieder. So zeigte sich die Android-Oberfläche des TF303 (nach einem SW-Update) als flott. Auch beim Surfen im Web gibt es kaum Lags und diverse Browser-Benchmaks zeigten gute Resultate.

Auch bei Spielen schafft die GPU einiges, sodass sich aktuelle High End Games problemlos auf dem TF303 spielen lassen. Bei den Benchmarks ist es nicht viel anders, wie es sich in der folgenden Tabelle zeigt:

Asus Transformer Pad TF303CL Asus MemoPad 7 ME572 Acer Iconia Tab 8 Asus FonePad 8 ME380CXG Samsung Galaxy Tab S 8.4
Peacekeeper: 1096 1032 689 776 823
Antutu Benchmark: 32424 41091 35907 33607 34926
Quadrant Standard Benchmark: 18398 18655 18189 11550 20350

Akkulaufzeit

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Für eine gute Akkulaufzeit sollte ein 6760mAh Akku im Tablet sorgen. Asus gibt dabei die Laufzeit mit ca 9,5h an. Bei unserem üblichen Akku-Test konnten wir den Wert allerdings nicht erreichen. Bei durchgehender Videowiedergabe und voller Display-Helligkeit erreichten wir einen Wert von 6:49h.

Im täglichen Mix-Gebrauch kamen wir so auf eine Laufzeit von ca. 2 Tagen, was wohl für die meisten Nutzer ausreichend sein dürfte.

Software

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Wie immer möchten wir zum Schluss noch kurz über die Software des Asus Transformer Pad TF303CL bzw. Asus TF303K sprechen. Das Android-Tablet wird mit der Version Android 4.4.2 ausgeliefert und hat in den letzten Tag nochmals ein Update für die Systemstabilität und Performance bekommen. Seit dem Update läuft das Tablet auch genau so, wie es sollte. Natürlich hoffen wir, dass wir in Kürze auch ein Update auf Android 5.0 Lollipop sehen werden, was die gesamte Performance nochmals verbessern könnte.

Asus Transformer Pad TF303 Software

Wie auch bei den anderen Asus Geräten, die wir bei den Tablet Tests hatten, kommt Android mit einer eigenen Asus Zen UI. Im Vergleich zu den kleineren Tablets gibt es aber kaum Unterschiede. So wirkt auch hier die Oberfläche recht modern und mit den eigenen Apps auch bunt.

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Bei der Oberfläche gibt es auch ein paar spannende Features, sodass man beispielsweise Apps mit einem Passwort versehen oder im App Drawer verstecken kann. Natürlich gibt es auch einige vorinstallierte Apps. Allerdings keine 3rd Party Apps, sondern nur Anwendungen direkt von Asus, wie ein Datei-Manager, ein eigener Musik- und Video-Player, eine Galerie, ein Audio-Assistent, SuperNote und vieles mehr.

Asus Transformer Pad TF303 Test Fazit

Als Fazit kann man zum Asus Transformer Pad TF303 Test sagen, dass das Tablet solide ist und doch einiges an Ausstattung bietet. Für alle Interessenten, die ein günstiges Tablet mit 10 Zoll und LTE suchen, macht es sich gut. Die Konkurrenz schläft natürlich nicht, und wenn man auf das Tastatur-Dock verzichten kann, sollte man sich auch das Acer Iconia Tab 10 (FHD) ansehen, welches für den gleichen Preis wohl das bessere Display bietet und kompakter ist.

Das Asus Transformer Pad TF303CL kann im Test durch die vielen Anschluss-Möglichkeiten, Performance und Software überzeugen.
Vorteile
- Verarbeitung
- Anschlüsse
- Performance
- Software
- LTE-Version
Nachteile
- Durchschnittliche Display und Akkulaufzeit
75% Tabtech
Bewertung
EUR 399€
Haptik / Verarbeitung 7 Display 7 Batterie 6 Performance 8 Konnektivität 9 Software 8 Preis / Leistung 8

  • Schnitzeldroid

    Nachteil: durchschnittliche Akku-Laufzeit. Euer ernst? xD
    Eine schlechte Akkulaufzeit wäre ein Nachteil, das schon.

  • Robert Jasiek

    Akkulaufzeit ist ein wesentliches Kriterium für ein Tablet. Die heute „durchschnittlichen“ Laufzeiten sind zu kurz, weil sie oft mit relativ moderater Bildschirmhelligkeit gemessen werden, Man will ein Tablet aber auch im Freien lange benutzen können, also bei nötigenfalls großer Helligkeit. Da werden dann aus durchschnittlichen Indoor-Laufzeiten inakzeptabel kurze Laufzeiten. Aus dieser Sichtweise stimme ich voll und ganz zu, dass nur durchschnittliche Laufzeit ein Nachteil ist.

    („Begeistert“ darüber, dass man mittlerweile ca. 40% der von unten hereinkommenden Werbung überhaupt wegklicken kann, weil sie selten weniger als 768 Pixel breit ist oder durch Ansichtsverkleinerungstricks das Schließkreuz der Werbung anzeigbar ist vor der dann wieder nötigen Ansichtsvergrößerung der Webseite. Bei 60% der Werbung helfen allerdings immer noch keine Tricks, sondern die Werbung nervt einfach nur und Ansichtsverkleinerung verschlimmert die Sache, weil der Webseiteninhalt dann nicht mehr groß gemacht werden kann ohne erneutes Laden der Webseite mit erneuter Anzeige der Werbung, die dauerhaft bis zu 45% des Browserinhaltsfensters einnimmt zzgl. etwaiger weiterer Werbung. Grausam.)

  • Wolfgang D.

    Bei a-h suchen immer wieder Leute nach einem Tastaturdock, zum einzeln nachkaufen. Kennt ihr eine Bezugsquelle? Sogar der Support von Asus winkt ab, nicht mal als Ersatzteil lieferbar?

    • Freddy

      suche auch eines … nicht zu fassen … nirgendwo zu haben….

  • Michael

    Hallo ich hätte eine Frage zu den Akkulaufzeiten.
    Gibt es da einen Unterschied zwischen Beiden Modellen (also den Snapdragon und dem Intel) wenn der Mobile Datenverkehr abgeschaltet ist?