Asus Transformer Pad TF300T Test – Transformer der Oberen Mittelklasse

10.05.2012 16:33 von
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Im Jahr 2011 war Asus mit dem ersten Asus Eee Pad Transformer sehr erfolgreich, was wohl der gelungenen Kombination aus Tastatur Dock und Tablet zu verdanken ist. Der direkte Nachfolger, das Asus Transformer Pad TF300T, ist nun bereits um 499€ im Bundle mit Tastatur Dock und Tablet erhältlich (Link zum Angebot). Was der Nachfolger kann und ob man vielleicht zu den großen Brüdern (Asus Transformer Pad Prime oder Asus Transformer Pad TF700) oder gar zur Konkurrenz greifen sollte, werden wir euch in diesem Test zeigen.

Testgerät: Asus Transformer Pad TF300T mit Keyboard Dock – Preis: 499€ bei Amazon | getgoods | cyberport
Software: Android Ice Cream Sandwich (Version 4.0.3)

Hardware


Das Asus Transformer Pad TF300 ist mit den Maßen 263 x 180,8 x 9,9 mm etwas dicker und mit dem Gewicht von 635g etwas schwerer als das Asus Transformer Pad Prime. Als Material kommt beim TF300T kein Aluminium zum Einsatz, sondern eine Plastik mit zentrischen Kreisen als Struktur.

Das TF300T liegt gut in der Hand, füllt sich allerdings nicht ganz so hochwertig an wie zB das Acer Iconia Tab A510. Die Plastikrückseite gibt auch etwas nach, wenn man das Tablet zusammendrückt. Zum Einen wirkt es dadurch nicht ganz so solide und der größere Nachteil ist, dass dabei kleine Wellen am Display entstehen können.

Tastatur Dock


Für das Transformer Pad TF300T ist eine passende Tastatur Dock erhältlich (nicht kompatibel mit anderen Transformers), die aus dem Tablet ein Notebook macht. Wie bereits beim ersten Transformer beinhaltet das Dock nicht nur eine Tastatur, sonder erweitert das Tablet um einen vollständigen USB Anschluss und einen SD Slot. Über den USB Anschluss können problemlos externe Festplatten oder zB. eine Maus angeschlossen werden.

Das Dock hat auch einen eigenen Akku integriert, der das Pad lädt. Dadurch erhöht sich die Akkulaufzeit in unserem Test um knapp 3h.

Die Tastatur selbst hat einen guten Druckpunkt und das Layout bietet zusätzliche nützliche Shortcut-Tasten für zB: Wlan On / Of, Helligkeit +/-, Lautstärke,.. sowie Android-typische Tasten: Home, Optionen und Back.

Das Multi-Touchpad lässt sich gut bedienen, allerdings nur zum Scrollen, denn Pinch-to-zoom wurde deaktiviert. Das ist allerdings nicht weiter tragisch, denn für das ist das TouchPad ohnehin etwas zu klein. Die zugehörigen Maustasten lassen sich gut drücken. Hier hatten wir beim Tastatur Dock des Transformer Pad Prime wesentlich mehr Probleme.

Somit ist die Tastatur Dock ein nettes zusätzliches Feature und auch ein Alleinstellungsmerkmal von Asus. Zum Schreiben von sehr lange Texten würde ich sie aber nicht empfehlen. Nachtrag: Unter langen Texten sind mehrseitige Word-Dokumente gemeint. Für normale Texte, Emails oder sonstiges ist die Tastatur auf jeden Fall gut. Die Tasten lassen sich auch besser drücken als auf machen Netbooks. /Nachtrag

Display


Wie schon beim Vorgänger setzt Asus auf ein 10,1 Zoll IPS Display (kein Super IPS +) mit einer Auflösung von 1280 x 800. Dieses biete satte Farben und hohe Betrachtungswinkel. Das TF300T kann auch im Freien verwendet werden, allerdings verhält es sich hier nicht ganz so gut wie das Transformer Pad Prime, welches mit der Super IPS + Option etwas heller ist.

Wie bei beinahe jedem IPS Display gibt es auch beim TF300 Probleme mit Display Bleeding, dass bei schwarzen Hintergrund (zB. beim Boot) teilweise helle Flecken am Displayrand erkennbar sind. Dies tritt aber von Gerät zu Gerät unterschiedlich stark auf. Sollte dies einen stören, tauscht Asus normalerweise das Panel auf Garantie (so war es beim Vorgänger).

Der Touchscreen selbst reagiert gut und erkennt bis zu 10 Punkte. Auffällig ist jedoch, dass sich das Displayglas weich anfühlt und sich am Rand merkbar eindrücken lässt, sodass bei dunklen Hintergrund, helle Flecken entstehen. Dies liegt daran, dass Asus beim TF300T kein Gorilla Glas einsetzt, sondern ein kratzfestes Soda Lime Glas. Bei unserem Testgerät konnten wir bisher keine Kratzer feststellen. Wir würden aber empfehlen auf Nummer sicher zu gehen und eine anti-reflektierende Schutzfolie zu kaufen, die zudem etwas gegen das spiegelnde Display hilft (Kosten: ca 9€).

Performance

Im Gegensatz zum Acer Iconia Tab A510 oder Transformer Pad Prime ist der Tegra 3 Quad Core Prozessor des TF300 mit nur 1,2 Ghz je Kern getaktet. Allerdings können wir im alltäglichen Gebrauch keine Geschwindigkeitseinbußen verzeichnen. Auch bei den verschiedenen Benchmark-Tests hält sich der Unterschied sehr in Grenzen. Positiv ist, dass der Nutzer selbst zwischen verschiedenen Performance Modi (Energiesparmodus | Ausgeglichen | Normal) auswählen kann.

Zusammen mit dem 1GB DD3 Arbeitsspeicher läuft die Android Ice Cream Sandwich Oberfläche flüssig und auch dass wechseln zwischen den Apps läuft ohne größere Verzögerungen. Auch Tegra 3 optimierte Games mit mehr Effekten laufen ohne Probleme auf dem TF300T. Videos in Full HD können ohne Ruckler oder Verzögerungen wiedergegeben werden und dies selbst bei 1080P Flash Videos im Browser.

Benchmark-Ergebnisse:

  • Quadrant Standard Benchmark: 4067 Punkte
  • Vellamo: 1439 Punkte
  • Antutu Benchmark: 10275 Punkte

Verbindungen und Anschlüsse

Beim TF300 kommen drahtlose Verbindungen wie Wlan, Bluetooth und GPS zum Einsatz. Im Gegensatz zum Transformer Pad Prime gibt es beim TF300 keine Empfangsprobleme sodass zB. Satelliten schnell gefunden werden und eine genaue Ortung schnell erfolgt. Optional gibt es auch eine 3G / UMTS Variante, das Asus Transformer Pad TF300TG, das aber erst etwas später und zu einem höheren Preis erhältlich ist.

Beim Pad selbst findet man einen Micro HDMI Anschluss, einen Audio Anschluss, den Dock Anschluss und einen Micro SD Slot mit welchem der interne Speicher (16 oder 32GB) erweitert werden kann.

Kamera und Lautsprecher


Beim TF300T wird nur ein Lautsprecher auf der rechten hinteren Seite des Tablets verbaut. Dieser bietet grundlegend eine gute Soundqualität. Von dieser hat man nicht ganz so viel, wenn man das Pad in der Handen hält, denn dann wird es zu meist von der rechten Hand verdeckt und somit auch die Soundqualität verschlechtert. Hier wäre eine andere Position denkbar besser gewesen.

Die 8 Mega Pixel Kamera auf der Rückseite macht akzeptable Fotos und auch Videos in Full HD, wie in den unteren Bildern und dem Video zu sehen ist. Lediglich der LED Blitz könnte vermisst werden, sofern man die Kamera beim Tablet vermehrt nutzt.

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Akku

Beim Transformer Pad TF300T und der Dock kommt ein kleinerer Akku zum Einsatz, was sich natürlich bei der Akkulaufzeit zeigt. Bei unserem Akku-Test haben wir ein Video in Schleife wiedergegeben und folgende Werte erreicht:

  • Asus Transformer Pad TF300T – Normal Betrieb – Display Helligkeit (Normal) 100% – WLAN: ON – 4:54h
  • Asus Transformer Pad TF300T mit Dock – Normal Betrieb – Display Helligkeit (Normal) 100% – WLAN: ON – 6:34h
  • Asus Transformer Pad TF300T – Energiesparmodus – Display Helligkeit (Normal) 50% – WLAN: ON – ca. 7:20
  • Asus Transformer Pad TF300T mit Dock – Energiesparmodus – Display Helligkeit (Normal) 50% – WLAN: ON - ca. 10:35

Die Werte können sich durchaus zeigen lassen, allerdings konnten wir den vom Hersteller angegeben Wert von 15h nicht erreichen.

Software


Beim Asus Transformer Pad TF300T kommt Android Ice Cream Sandwich (4.0.3) zum Einsatz, welches durch eigene Icons und eigene Widgets gering angepasst wurde.

Die Oberfläche läuft wie bereits im Performance Teil des Testberichtes beschrieben flüssig und ohne jegliche Lags.

Asus hat beim TF300T jede Menge zusätzliche teilweise nützliche Apps vorinstalliert:

  • Polaris Office
  • Dateimanager
  • MyCloud
  • MyLibrary
  • MyNet
  • MyCloud
  • @Vibe Music
  • Asus webstorage
  • ASUS sync
  • SuperNote
  • App Locker
  • App Backup
  • TegraZone

Fazit:

Das Asus Transformer Pad TF300T ist ein würdiger Nachfolger für das Asus Eee Pad Transformer der ersten Generation. Es bietet mit dem Tegra 3 Quad Core Soc genügend Performance und ein handliches kompakteres Gehäuse sowie eine praktische Tastatur Dock. Lediglich beim Display und beim Glas gibt es Nachholbedarf. Hier dürfte es keine Wellenbildung und kein Display Bleeding geben. Diese Fehler treten aber nicht bei allen Geräten auf. Hier sollte zudem noch vermerkt werden, dass Asus dafür bekannt ist schnell Updates zu liefern und bisher einer der ersten Hersteller war, der Android ICS auf seine Tablets gebracht hat. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn so muss man sich in Zukunft keine Sorgen machen ob ein Update kommt. Wer das Tablet ohne Tastatur Dock kaufen möchte, sollte sich zuvor das Acer Iconia Tab A510 ansehen, welches unter anderem eine höhere Akkulaufzeit bietet (zum Acer Iconia Tab A510 Test). Wer ein Full HD Display und eine Tastatur Dock möchte muss noch auf das Asus Transformer Pad TF700 warten und sicherlich etwas tiefer in die Tasche greifen. Mehr Erfahrungsberichte zum TF300T findet ihr bei den Amazon Kundenrezensionen.
 
Kaufempfehlung: 499€ bei Amazon | getgoods | cyberport

Alternativen: Acer Iconia Tab A510 für 399€ bei Amazon | cyberport

Positiv:

  • IPS Display
  • Verarbeitung
  • Tastatur Dock
  • Performance
  • Kamera
  • Akkulaufzeit
  • vorinstallierte Apps

Negativ:

  • Position des Lautsprecher
  • Display wirkt nicht so solide
  • geringe Wellen Bildung und Display Bleeding
  • kein Gorilla Glas

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Bilder und Video zum Asus Transformer Pad TF300T Test

 

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