Asus Padfone – Das 2 in 1 Konzept im Test

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Review of: Asus Padfone
Price:
699€

Reviewed by:
Rating:
3
On 25. Oktober 2012
Last modified:5. Januar 2014

Summary:

Das Asus Padfone ist ein interessantes Konzept mit ein paar Nachteilen. Die meisten davon wurden aber bereits beim Asus Padfone 2 ausgebessert.

Das Asus Padfone hat es nach einer langen Zeit auf den deutschen Markt geschafft. Das Padfone ist ein interessantes Konzept und könnte schon in naher Zukunft auch von anderen Herstellern verfolgt werden. Ähnlich wie beim Asus Transformer Pad mit dem optionalen Keyboard Dock, wo nun beinahe jeder Hersteller ein ähnliches Gerät auf den Markt gebracht hat oder bringt.

Bei diesem Test möchten wir ausnahmsweise mehr auf das „2 in 1“ Konzept eingehen, anstatt nur auf die Hardware, denn Asus hat bereits ein verbessertes Asus Padfone 2 vorgestellt, dass schon in wenigen Wochen ab einem Preis von 799€ in Deutschland erhältlich sein sollte. Wir konnten uns bereits einen ersten Eindruck bei dem Event in Mailand machen, weshalb wir auch in diesem Bericht erwähnen werden, was Asus bereits verbessert hat.

Ein Dank geht an dieser Stelle an den Online Shop getgoods.de, die uns das Padfone für den Test zur Verfügung gestellt haben.

Testgerät: Asus Padfone inkl. Padfone Station – Preis ab ca. 699€ bei Amazon | getgoods
Software: Android Ice Cream Sandwich – Android 4.0.3

Video und Bilder zum Asus Padfone Test:


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Das Konzept

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Im Lieferumfang des Padfone befindet sich ein Smartphone, ein Tablet Dock – die sogenannte Padfone Station und ein Stylus in dem ein Bluetooth Headset integriert wurde.

Das Smartphone ist der eigentliche Motor, denn ohne dieses ist die Padfone Station funktionslos. Die Padfone Station besteht lediglich aus einem 10,1 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel, einem 6600mAH Akku, einer Frontkamera, einem Audio Anschluss, Dock Anschluss auf der Unterseite (für die optionale Tastatur Dock) und die Dock-Vorrichtung auf der Rückseite, in der das Padfone horizontal eingesteckt wird.

Das Smartphone selbst ist ein leistungsstarkes 4,3 Zoll Android Gerät mit schönem Design, Anschlüssen wie HDMI, Micro USB, Dock Connector, Audio Anschluss und einer 8 Mega Pixel Kamera mit LED Flash auf der Rückseite.

Möchte man das Padfone als Tablet benutzen, steckt man das Padfone in die Padfone Station. Hierzu öffnet man die Klappe auf der Rückseite und gibt das Smartphone hinein. Nachdem es erfolgreich verbunden wurde, vibriert die Padfone Station und nach wenigen Sekunden erscheint die für Tablets angepasste Oberfläche. Manche Apps unterstützen „Dynamic Display“. In der Praxis bedeutet das, dass man auf dem Smartphone ein App geöffnet hat und diese nach verbinden der Padfone Station als angepasste App weiterlaufen lassen kann.

Das Konzept klingt schon sehr gut, denn ich brauche nicht unbedingt zwei Datenverträge für Tablet und Smartphone (ja es gibt Tethering auch icon wink Asus Padfone   Das 2 in 1 Konzept im Test ) und man spart sich Geld denn man muss sich ggf. nicht zwei HighEnd Geräte kaufen. Zudem ladet die Padfone Station das Padfone bei Gebrauch auf und verlängert somit die Akkulaufzeit.

Doch wie hat Asus das 2 in 1 Konzept umgesetzt?

Das Padfone

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Das Padfone ist ein elegantes Smartphone mit 4,3 Zoll Display, 1GB Arbeitsspeicher, einem Qualcomm Snapdragons S4 Prozessor, einem 1520mAh Akku der selbst gewechselt werden kann, einem MicroSD Slot, einem normalen SIM Slot und einer 8 Mega Pixel Kamera auf der Rückseite.

Verarbeitung & Haptik

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Wie das Padfone 2 kommt das Padfone mit einer schwarzen Front, einer Plastik Abdeckung auf der Rückseite und einem Tear Drop Design. D.h. Das Padfone ist auf der oberen Seite dicker und wird nach untenhin schmaler.

Die Vearbeitung des Padfones ist sehr gut und durch das geringe Gewicht von nur 129g sowie der Bauform liegt es sehr gut in der Hand.

Die Plastik Abdeckung auf der Rückseite fällt nicht negativ auf, denn z.B. im Vergleich zum Samsung Galaxy S3, wirkt sie sogar hochwertiger. Dafür sorgt eine Struktur mit zentrischen Kreisen um die Kamera.

Asus verfolgt dieses Design auch beim Padfone 2, was sicherlich kein Nachteil.

Um das Gehäuse verläuft außerdem ein Rahmen in dem Anschlüsse sowie Tasten für die Lautstärke und On / Off verarbeitet sind. Durch diesen wirkt das ganze Design elegant und verleiht dem Gerät das besondere etwas.

Der 1520mAh Akku im Padfone ist recht knapp bemessen. Bei unserem Test kamen wir bei durchschnittlicher Nutzung auf eine Laufzeit von einen Tag. Heavy User kommen wohl nicht so lange aus. Aber durch die Nutzung der Padfone Station wird der Akku automatisch von der Padfone Station geladen und so könnte man durchaus mehrere Tage ohne Steckdose auskommen.

Display

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Das 4,3 Zoll Super Amoled Display bietet eine Auflösung von 960 x 540 (qHD). Die Auflösung ist im Vergleich zu anderen Geräten mit HD Auflösung etwas gering. Trotzdem macht das Display im gesamten einen guten Eindruck. Es ist ausreichend hell, bietet hohe Betrachtungswinkel, die Farben wirken lebendig und der Schwarzwert ist gut.

Der Touchscreen reagierte bei unserem Test nicht perfekt. Oft wurden Berührungen falsch angenommen oder beim Schreiben von Nachrichten gar nicht erkannt. Dies könnte aber ggf. mit einem Software Update behoben werden, denn die Software scheint noch nicht ganz perfekt zu sein.

Performance

Der Snapdragon S4 Dual Core Prozessor hat ordentlich Kraft, wie es sich bereits bei anderen Geräten gezeigt hat. Aufwendigere Spiele können sowohl am Smartphone als auch am Tablet ruckelfrei gespielt werden.

Dennoch konnten wir bei der Android Ice Cream Sandwich Oberfläche und bei manchen Applikationen mehrere Lags bemerken. Durch diese war das Smartphone oder Tablet Erlebnis nicht ganz so gut, wie bei anderen Geräten. Dies dürfte aber größten Teils an der Software liegen, die einfach noch nicht ganz rund läuft.

Bei verschiedenen Benchmarks konnten wir trotzdem gute Ergebnisse erzielen:

  • Quadrant Standard Benchmark: 5221 Punkte
  • Vellamo: 1365 Punkte
  • Antutu Benchmark: 6803 Punkte

Bei unserem Hands On mit dem Padfone 2, welches bereits den neuen Qualcomm Snapdragon S4 Quad Core Prozessor und 2GB Arbeitsspeicher integiriert hat, konnten wir beim Vorseriengerät keine Lags verzeichnen.

Man kann also nur hoffen das Asus hier nochmals mit einem Software Update nachbessert und die gesamte Performance erhöht.

Kamera

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Die Kamera auf der Rückseite unterstützt eine Fotoauflösung von bis zu 8 Megapixel und kann Videos mit 1080P aufnehmen. Trotz einer Blende von f2.2 mussten wir in den Bildern immer wieder ein Bildrauschen feststellen, die bei zunehmender Dunkelheit immer stärker wurde. Selbiges war auch bei den Videoaufnahmen zu erkennen:

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Die Qualität reicht somit für Schnappschüsse. An Geräte wie das Samsung Galaxy Note 2 oder das iPhone 5 kommt das Padfone nicht ran. Anders ist es beim Padfone 2, bei dem eine 13 Megapixel-Kamera integriert wurde. Diese machte bei den ersten Einruck einen recht ordentlichen Eindruck.

Hier findet ihr einige Testbilder sowie ein Video welche wir mit dem Padfone (1) aufgenommen haben.

Software

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Asus ist bekannt dafür die Software nur geringfügig anzupassen und zusätzlich noch ein paar Apps vorzuinstallieren. So auch beim Asus Padfone.

Wie im oberen Performance Teil beschrieben gibt es bei der Software allerings noch ein paar Probleme, so dass wir unter anderem Lags oder z.B. Probleme beim Starten der Nachrichten App feststellen mussten. Allerdings kann mir hier auf ein Software Update hoffen, das diese Probleme beseitigt.

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Für die Padfone Station gibt es eigene Widgets die z.B. den Akkustatus des Smartphones und der Padfone Station anzeigen. Außerdem gibt es für den Stylus mit dem integrierten Bluetooth Headset einen eigenen Einrichtungsassistenten.

Beim Anschließen des Padfone in die Padfone Station werden die im Hintergrund laufenden Programme geschlossen. Wie bereits erwähnt gibt es aber Apps die das Dynamic Switching unterstützen und so ein weiterarbeiten ermöglichen. Zu den Apps zählen die eigenen Apps von Asus, sowie Polaris Office, Nachrichten, die Galerie und noch ein paar weitere.

Applikationen wie z.B. Gmail, der Play Music uvm. unterstützen dieses Feature allerdings nicht und werden beim Anschließen geschlossen.

Mehr von der Software findet ihr im oberen Video des Padfone Testberichts.

Padfone Station

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Die Padfone Station sieht auf den ersten Blick aus wie das Asus Eee Pad Transformer TF101, das erste Transformer Pad von Asus. Allerdings ist es wesentlich dicker und der Verschluss für das Dock ist unverkennbar.

Insgesamt wirkt die Padfone Station der ersten Generation klobig und mit einem Gewicht von ca 850g inkl. Padfone sehr schwer. Längeres surfen im Internet oder das betrachten von Filmen wird zum Muskeltraining. Ganz anders die Padfone Station des Padfone 2. Diese ist wesentlich dünner und zusammen mit dem Padfone 2 wiegt es nur 649g und ist somit leichter als viele andere Android Tablets.

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Der Klappmechanismus ist ein weiterer Nachteil des Padfone 1. Dieser wirkt etwas filigran, aber noch umständlicher ist der Aufwand den man betreibt um das Padfone aus der Station zu entnehmen bzw. anzuschließen. Klappe auf, diese nach unten drücken, das Padfone entnehmen oder einlegen und Klappe zu. Das klingt im ersten Moment nicht weiter schlimm allerdings zeigt es sich im täglichen Gebrauch z.B. während einer Fahrt mit der Bahn als umständlich. Für die Musikgenießer unter uns heißt es zudem die Kopfhörer abschließen, Padfone einlegen und dann bei der Padfone Station wieder anschließen. Zudem unterstützt die Music App kein Dynamic Switching wodurch man die App nochmals öffnen muss. Alles in allem ist es dann doch sehr zeitaufwendig.

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Beim Padfone 2 wurde es wesentlich besser gelöst. Es gibt nämlich keine Klappe mehr und das Smartphone kann sehr schnell vertikal in die Padfone Station gesteckt oder herausgezogen werden. Leider konnte ich noch nicht testen ob man dabei auch den Audioanschluss des Smartphones weiterverwenden kann, was für die Musikbegeisterten von großem Vorteil wäre.

Fazit

testurteil padfone 225x300 Asus Padfone   Das 2 in 1 Konzept im TestAsus hat mit der ersten Generation des Padfone gezeigt was sie können und welche Ideen sie haben. Allerdings gibt es beim Padfone 1 noch einige Nachteile die ein einwandfreies Bedienen von Tablet und Smartphone verhindern. Beim Nachfolger, dem Padfone 2, ist man allerdings schon einiges weiter und nach unserem ersten Eindruck können wir sagen, das Asus die meisten der oben genannten Probleme beseitigt hat. Ganz genau können wir das aber erst bei dem ausführlichen Test des Padfone 2 sagen.

Asus geht mit dem Konzept Padfone jedenfalls in die richtige Richtung und in in paar Monaten oder Jahren wird es sicherlich mehr solcher 2 in 1 oder gar 3 in 1 Geräte geben.

Vorteile:

  • gutes Display des Padfone
  • kaum veränderte Android Oberfläche
  • Verarbeitung des Padfones
  • vorinstallierte Programme
  • Sprachqualität
  • tauschbarer Akku
  • Design

Nachteile

  • Verarbeitung der Padfone Station
  • Dock Mechanismus mit Klappe
  • Gewicht von Padfone inkl. Padfone Station
  • Teilweise Software Probleme

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