Asus MemoPad 7 ME572 Test – Der indirekte Nexus 7 Nachfolger?

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Es ist bereits 1,5 Jahre her, dass Asus gemeinsam mit Google, das sehr erfolgreiche Nexus 7 auf den Markt gebracht hat. Es war kompakt, flott und kam mit einem guten Display. Nachdem Google nun mit HTC ein größeres Nexus 9 herausgebracht hat, bleibt eine Lücke zu füllen, denn es gibt nach wie vor genügend Interessanten, die ein 7 Zoll Tablet bevorzugen – aber auch ein ansprechendes Design und gute Hardware. Mit dem neuen MemoPad 7 ME572 für 199€ will Asus die Lücke schließen und bringt vor allem in Bezug auf das Design ein sehr ansprechendes Gerät. Unser ausführlicher Asus MemoPad 7 ME572 Test wird euch zeigen, ob es Asus wieder gelingt, ein ansprechendes günstiges Gerät auf den Markt zu bringen.

Testgerät: Asus MemoPad 7 ME572CL bei Amazon

Asus MemoPad 7 ME572CL Test Bilder

Hardware

Asus MemoPad 7 ME572CL Test-6

Bisher kamen viele Tablets – vor allem günstige Modelle – mit einem einheitlichen und faden Design. Genau hier geht Asus neue Wege und spendiert dem MemoPad 7 ME572 ein elegantes Design. Während der Rand aus einem abgerundeten gummierten Material besteht, zeigt sich ein Teil der Rückseite, je nach Farbe, in einem Klavierlack. Hier stehen dem Käufer gleich vier Farben zur Auswahl, wobei sich auch die Oberfläche bei den Farben unterscheiden kann.

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Bei unserer eleganten weinroten Version lassen sich auf der Rückseite schnell Fingerabdrücke sehen. Zudem ist die Oberfläche etwas rutschig und auch recht anfällig für feine Kratzer. Hier sollte man mit etwas Vorsicht umgehen oder z.B. zur schwarzen Version greifen, die mit einem strukturierten Carbon-artigen Material kommt.

Auf der Vorderseite steht das 7-Zoll-Display etwas hervor, das gibt dem Design nochmals etwas mehr Ausdruck. Zudem fällt gleich auf, dass Asus auf kantige Ecken setzt. Im Test hat dies aber nicht wirklich gestört. Auch wenn man das MemoPad 7 ME572 länger in der Hand hält. Dabei hilft auch das geringe Gewicht von rund 270g.

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Auf der rechten Seite befinden sich die festsitzenden Tasten für den Stand-by und die Lautstärke. Gleich darunter befindet sich ein Mikrofon und bei der LTE-Version der Micro-SIM-Karten-Slot. Dieser kommt mit einem SIM-Tray und kann nur mit einem SIM-Tool oder einer Briefklammer geöffnet werden. Auf der Unterseite befindet sich der Micro-USB-Anschluss und einer der zwei Lautsprecher. Über den Micro-USB-Port kann das Tablet nicht nur geladen, sondern über einen passenden Adapter ein USB-Stick angeschlossen werden.

Nicht ganz passend zum stimmigen Design, findet man auf der linken Seite ohne Abdeckung ein Slot für die microSD-Karte. Nutzt man keine externe Speicherkarte, bleibt der Slot einfach offen. Das sollte natürlich nicht die Funktion stören, aber das Design wirkt dadurch etwas gestört.

Auf der Oberseite findet man den zweiten Lautsprecher und den Audio-Anschuss.

Asus MemoPad 7 ME572CL Test

Für drahtlose Verbindungen setzt Asus beim MemoPad 7 ME572 auf Wifi a/b/g/n, Bluetooth 4.0, Miracast, GPS (auch bei der Wifi-Version) und für 299€ anstelle der 199€ LTE (und 32GB Speicher statt den normalen 16GB). Bei unserem MemoPad 7 ME572 Test hatten wir hierbei keine Empfangsstörungen oder Probleme.

Die Stereo-Lautsprecher des MemoPad 7 ME572 sind gut, allerdings wäre uns eine Position auf der Vorderseite lieber.

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Bei den Kameras setzt Asus auf der Vorderseite auf eine 2 Megapixel Kamera und auf der Rückseite auf eine 5 Megapixel Kamera. Die Qualität der Bilder bei gutem Licht ist durchschnittlich. Punkten kann hier Asus aber durch viele Einstellmöglichkeiten und Live-Effekte in der eigenen Kamera-App.

Display

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Beim MemoPad 7 ME572 setzt Asus augenscheinlich auf das gleiche Panel wie beim Nexus 7 (2013) und das ist auch gut so. Das IPS-Display kommt mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Farben wirken satt und Betrachtungswinkel zeigen sich im Test als stabil. Auch in Bezug auf die Helligkeit waren wir zufrieden.

Der Touchscreen reagiert wie er soll und nimmt Berührungen wie gewünscht an. Aussetzer bei der Eingabe, wie ehemals beim Nexus 7, gibt es nicht. Seit Neuestem setzt Asus auch auf ein Anti-Fingerprint Coating über dem Gorilla-Glas 3. Dieses funktioniert aber nicht perfekt und Fingerabdrücke sind leicht zu sehen, aber auch leicht zu entfernen.

Performance

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Im neuen MemoPad ME572 kommt der neue Intel ATOM Z3560 Prozessor zum Einsatz, der von 2 GB RAM unterstützt wird. Ähnlich wie der etwas schwächere ATOM Z3530 Prozessor im FonePad 8 FE380CXG (Test) soll dieser besonderes energieeffizient sein und trotzdem eine gute Leistung bringen. Das bestätigt sich auch in der Praxis, sodass die Oberfläche sehr flott wirkt und beispielsweise Internet surfen fast ohne Micro-Ruckler möglich ist. Aufgefallen sind bei der Asus UI teilweise kleine Verzögerungen beim Entsperren. Ansonsten konnten wir auch High-End Games ohne Ruckler während des MemoPad 7 ME572 Test spielen.

Die gute Alltags-Performance spiegelt sich auch in diversen Benchmark-Tests, wie man im folgenden Vergleich sieht.

Asus MemoPad 7 ME572 Acer Iconia Tab 8 Asus FonePad 8 ME380CXG Samsung Galaxy Tab S 8.4
Peacekeeper: 1032 689 776 823
Antutu Benchmark: 41091 35907 33607 34926
Quadrant Standard Benchmark: 18655 18189 11550 20350

Man kommt hier knapp an die Performance des Qualcomm Snapdragon 800 heran. Android Lollipop dürfte das MemoPad ME572 nochmals einen kleinen Performance-Schub bekommen, da sowohl der Prozessor als auch Android 5.0 Lollipop 64-Bit unterstützen.

Akkulaufzeit

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Asus gibt die Akkulaufzeit des MemoPad 7 mit 11h an. Dabei haben wir unserem üblichen Akku-Test einen guten Wert erreicht. Bei durchgehender Videowiedergabe, 100%-Display-Helligkeit und verbundenem Wlan erreichten wir einen Wert von 7:35h.

Somit hat das MemoPad 7 ME572 auch genug Ausdauer um locker über den Tag zu kommen. Bei normaler Nutzung und einem Mix-Gebrauch reichte der Akku bei unserem Test 2-3 Tage.

Software

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Wie bei allen Geräten zuletzt, stattet Asus die Android-Geräte mit der eigenen Zen UI aus. Diese basiert momentan noch auf Android KitKat wobei wir hier auf ein baldiges Update auf Android Lollipop hoffen. Natürlich sind Launcher immer eine Geschmacksache und so steht es auch jedem Nutzer frei, eine Alternative aus dem Play Store zu installieren.

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Grundsätzlich wirken die Oberfläche und die eigenen Icons modern und bunt. Aber nicht nur das, sondern auch funktionell. So kann man beispielsweise im App-Drawer Apps sperren oder einfach verstecken.

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Etwas überladen wirkt die Schnelleinstellungsbar. Hier zeigen sich dem Nutzer gleich 17 runde Icons, über die man verschiedenste Einstellungen ändern kann. Hier wäre weniger mehr nach meinem Geschmack.

Und wenn wir schon von „mehr“ sprechen, dann kommt man gleich auf die Anzahl der vorinstallierten Apps. Es gibt zwar kaum Bloatware aber dafür viele eigene Apps, die auch tatsächlich praktisch sein können. Dazu zählen unter anderem der Dateimanager, SuperNote, die Splendid-App oder die eigene Galerie und der eigene Musik-Player.

Das sind nur ein paar von den vorinstallierten Apps und so bleiben dem Nutzer nach dem ersten Start der LTE Variante mit 32GB Speicher rund 24GB frei.

Fazit zum Asus MemoPad 7 ME572 Test

Das Asus MemoPad 7 ME572 kann im Test überzeugen. Für 199€ kommt es mit einem anspruchsvollen Design, gutem Display, langer Akkulaufzeit und guter Performance. Bei der Farbauswahl sollte man allerdings etwas auf die empfindlicheren Rückseiten achten.

Wer lieber ein 8-Zoll Tablet sucht und beim Preis unter 200€ bleiben möchte, der kann sich alternativ das Acer Iconia Tab 8 (Test) ansehen.

Das Asus MemoPad 7 ME572 überzeugt im Test durch das besondere Design, die gute Performance und Akkulaufzeit.
Vorteile
- Verarbeitung
- Display
- Performance
- Software
- Akku
- LTE-Version
Nachteile
- Oberfläche der Rückseite (je nach Farbe) empfindlich
79% Tabtech
Bewertung
EUR 199€
Haptik / Verarbeitung 9 Display 7 Batterie 7 Performance 8 Konnektivität 8 Software 8 Preis / Leistung 8

  • crackett

    Sieht aus wie mein 1520 in 7 Zoll. Nokia braucht das Design ja nicht mehr….

    • tabtec

      Stimmt.. hab ich gar nicht dran gedacht 😉

  • Gido

    Schade, dass das nach all den Jahren mit den Fingerabdrücken noch immer nicht gelöst ist.

    • tabtec

      Schade, dass das mit den spiegelnden Displays noch nicht gelöst ist :-/ Für die Fingerabdrücke gibt es matte Materialien 😉

  • Martin

    Das ganze bitte in 8 Zoll und es wäre gekauft.

    • fLekkZ

      gibt es doch

  • kai

    das Tab sieht sehr gut aus , was an den Asus Tablets einfach klasse ist, dass bei fast allen das Anschließen einer Festplatte mit otg Adapter ohne Probleme funktioniert.
    wenn ich mir nicht letztens erst das memopad 8 gekauft hätte, wäre dies fast perfekt.

  • Kini Stormfall

    Wo gibt es die 32 GB Version zu kaufen? In allen Shops ist nur die 16 GB Version erhältlich! Ich will mir das Gerät kaufen, kann es aber nirgendwo bestellen. Wo habt Ihr die Testversion erhalten?