Asus Memo Pad ME172V Test

Asus Memo Pad ME172V  Test

Das Jahr 2013 zeichnet sich am Tablet Markt bisher besonders durch viele günstige Android Tablets aus, wie das zuletzt getestete Acer Iconia Tab B1 oder das neu vorgestellte HP Slate 7, welches im Mai für 149€ auf den Markt kommen wird. Asus hat bereits in Kooperation mit Google, das Nexus 7 erfolgreich auf den Markt gebracht. Doch mit dem günstigeren MeMoPad ME172V möchte man den Markt weiter aufmischen. Wie gut sich dabei das 149€ günstige Asus MeMoPad ME172V im Test schlägt, zeigen wir euch jetzt:

Testgerät:Asus MeMo Pad Me172V – Preis ab ca. 149€ bei Amazon
Software: Android 4.1.2

Asus Memo Pad ME172V – Video und Bilder


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Hardware:

Asus Memo Pad ME172V Logo 300x225 Asus Memo Pad ME172V Test

Beim ersten Hinsehen erkennt man nur sehr wenige Unterschiede zum Google Nexus 7. Klar bemerkbar macht sich das Asus Logo unter dem Display. Zudem wurde der schmale Rand um das Gehäuse nicht Silber lackiert, sondern ist schlicht in Schwarz gehalten. Auf der Rückseite findet man ebenfalls eine strukturierte Kunststoffoberfläche. Durch den harten Kunststoff fühlt sich die Oberfläche aber nicht ganz so wertig an wie die weiche, leicht gummierte Oberfläche des Nexus 7. Vergleicht man die Rückseite aber mit dem 10€ günstigeren Acer Iconia Tab B1 (bei gleicher Speichergröße) wirkt diese um einiges besser, denn die Oberfläche des B1 lässt sich sehr leicht zerkratzen. Neben den schlichten Farben Grau und Weiß, kann der Käufer auch eine Pinke Version des Memo Pad kaufen.

Grundsätzlich wirkt das Memo Pad aber sehr solide und von der Verarbeitung können wir auch keine Mängel ausmachen, was für so ein Billig-Tablet lobend zu erwähnen ist.

Asus Memo Pad ME172V Unten 300x225 Asus Memo Pad ME172V Test

Die Positionen der Anschlüsse und der Tasten haben sich ebenfalls etwas geändert. So befindet sich der Micro-USB Anschluss und Micro-SD Slot auf der Unterseite und der Audio-Anschluss auf der Oberseite. Die On / Off Taste und der Lautstärkeregler befinden sich beim Memo Pad auf der linken Seiten. Für kabellose Verbindungen steht einem lediglich Wlan zur Verfügung. Nach Einstellungen für Bluetooth bzw. GPS sucht man leider vergebens. Das zeigt, dass beim Memo Pad doch relativ stark abgespeckt wurde.

Asus Memo Pad ME172V Lautsprecher 300x225 Asus Memo Pad ME172V Test

Der einzige Lautsprecher befindet sich auf der unteren Rückseite. Die Klangqualität ist dabei ebenfalls in Ordnung. Der Sound wirkt teilweise aber etwas blechern.

Asus Memo Pad ME172V Kamera 300x225 Asus Memo Pad ME172V Test

Für Videokonferzen und Selbstporträts findet man auf der Vorderseite eine 1 Megapixel Kamera, die unteranderem Videos in VGA Auflösung aufnehmen kann. Die Qualität ist dabei ausreichend gut.

Display

Asus Memo Pad ME172V Display 300x225 Asus Memo Pad ME172V Test

Das Display des Asus MeMo Tab misst 7 Zoll und löst mit 1024 x 600 Pixel auf. Für ein Einsteiger-Tablet ist die Auflösung ausreichend und auch gleich auf mit anderen Billig-Tablets.

Asus Memo Pad ME172V Front Display 225x300 Asus Memo Pad ME172V Test

Doch es kommt nicht immer nur auf die Auflösung an, sondern auch auf die Helligkeit oder z.B. die Farbsättigung. Im Unboxing machte das Memo Pad auf den ersten Blick einen recht guten Eindruck. Im Test zeigte sich aber, dass das Display nur etwas besser ist, als das Display des Acer Iconia Tab B1. Genauer gesagt heißt das, dass die Helligkeit recht gut ist und die Farben etwas knackiger wirken. Bei den Betrachtungswinkeln hatten wir aber trotzdem Probleme, wenn man das Tablet im Portrait-Modus hält und es zu sich dreht. So muss man das Display immer etwas weiter von sich weg drehen, damit man auch den Content im unteren Teil des Displays gut erkennen kann.

Etwas störend kann das stark spiegelnde Display Glas sein, dass gleichzeitig wie ein kleiner Fingerabdruck Magnet wirkt.

Der Touchscreen selbst reagiert gut und erkennt im Test problemlos 10 Punkte zur gleichen Zeit.

Performance, Software & Akkulaufzeit

In den “neuen” Billig-Tablets kommen klarerweise billigere Prozessoren zum Einsatz, die aber nicht langsam sein müssen. Asus hat sich beim ME172V für einen VIA WM8950 Chip mit einer Mali 400 GPU entschieden und 1GB Arbeitsspeicher verbaut. Der Single Core Prozessor von VIA wird mit 1Ghz getaktet und bei geringer Auslastung dürfte die Performance auch ausreichend sein. Möchte man aber mehrere Anwendungen gleichzeitig nutzen bzw. etwas leistungsintensivere Programme starten, merkt man doch, dass das Memo Pad etwas “underpowered” ist. In der normalen Android Oberfläche zeigen sich ebenfalls Lags. Das Surfen im Web läuft leider ebenfalls nicht so flüssig. Seiten laden relativ langsam und auch das Scrollen bzw. Zoomen kann man nicht als flüssig bezeichnen, wie ihr im Video sehen könnt.

Bei Spielen macht es aber trotzdem einiges mit. So konnten wir ohne größere Probleme z.B. Dead Trigger spielen, natürlich mit etwas längeren Ladezeiten. Dass das Memo Pad aber nicht ganz so viel Power, wie z.B. das Iconia Tab B1 hat, zeigt sich nicht nur in der Praxis, sondern auch in den folgenden Benchmark-Ergebnissen:

Asus MeMo Pad ME172V Acer Iconia Tab B1 Nexus 7
Peacekeeper: 308 396 467
Antutu Benchmark: 4496 5811 12777
Quadrant Standard Benchmark: 2189 2963 3545
SunSpider: 2461,1ms 2062,1ms 1719,9ms

Der Abstand zum 50€ teureren Nexus 7 mit HD Display und Tegra 3 Quad Core Prozessor ist ziemlich groß und das zeigt sich auch beim täglichen Gebrauch.

Bei der Akkulaufzeit hatten wir durch die angegebenen 7h des Herstellers recht hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurde. Mit einem Wert von rund 4:52h bei durchgehender Videowiedergabe, eingeschaltetem Wlan und voller Displayhelligkeit erreichten wir den Wert bei Weitem nicht.

Bei der Software müssen wir Asus, wie schon bei früheren Testberichten loben. Das Memo Pad kommt nicht nur mit einer aktuellen (nicht neuesten) Android Version, sondern die Oberfläche wurde kaum angepasst und scheint so fast unberührt. Auffallend ist neben der angepassten Notification-Bar, der vierte Button neben den Android Buttons. Über diesen lassen sich Mini Apps wie z.B. ein Taschenrechner, Browser oder jedes beliebige Widget öffnen. Diese werden aber nicht nur am Homescreen angezeigt, sondern auch über anderen Apps. Ansonsten findet man einige vorinstallierte Apps wie z.B. SuperNote lite, MyPainter, File Manager, App Backup, App Locker und nicht zu vergessen WebStorage mit kostenlosen 5GB Cloud-Speicher.

Fazit

Asus Memo Pad ME172V
Nicht genügend
50%
03/2013
Preis: 149€ Das Asus MemoPad ME172V ist ein günstiges Tablet mit guter Verarbeitung, aber etwas zu schwachem Prozessor.
Vorteile- Verarbeitung
- Software
Nachteile- Performance
- kein Bluetooth
- mäßiges Display

Das Asus Memo Pad ME172V zeigte sich im Test leider nicht nur von der “starken” Seite, denn der schwache Single Core Prozessor hinterlässt keinen guten Eindruck, sodass unter anderem das Iconia B1 wesentlich flotter wirkt. Dafür zeigt es aber seine Stärken bei der Verarbeitung und der Akkulaufzeit. Vom Display ist es eine Spur besser als das günstigere Acer Iconia Tab B1. Wer nach einem guten und billigen Android Tablet sucht, wird wohl noch etwas warten müssen. Geräte wie das HP Slate 7 und das Archos 70 Titanium stehen aber schon kurz vor dem Marktstart. Wer nicht so lange warten möchte, sollte sich überlegen 50€ mehr zu investieren und sich das Google Nexus 7 mit wesentlich besserer Ausstattung zu kaufen. Der Aufpreis lohnt sich auch auf längere Sicht jedenfalls.

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Haptik / Verarbeitung 7 Display 6 Batterie 6 Performance 3 Konnektivität 3 Software 8 Preis / Leistung 5

  • Domi

    Schlechtes billigtablet !!

  • Ikke

    Also ich versteh diesen ganzen Billig-Wahn nicht. Jeder der ein Tablet haben will, der wird doch eher 50€ mehr ausgeben und sich das Nexus 7 holen, als 150€ im Klo runterzuspülen. Meine Meinung!

    Vorrausgesetzt man kennt die Alternativen!

  • http://www.facebook.com/kai.f.lahmann Kai F. Lahmann

    Im Gegensatz zum Nexus hat das hier einen erweiterbaren Speicher. Trotzdem werd ich mir alle drei vorher mal in Natura ansehen.

  • Pingback: Asus FonePad Test()

  • Pingback: Asus MeMO Pad HD 7 präsentiert - HD-Display und Quad-Core-Prozessor für 129 Dollar()

  • Rico

    Leute das asus memo pad me172v ist sehr gut ich habs mir gekauft und es funktioniert perfekt mank ann soger das pad mit seinem handy und einem usb stick verbinden .

  • Schnitzeldroid

    *Test