ASUS MeMO Pad HD 7 Test

22.07.2013 15:00 von Franz
MeMo Pad HD  Handling-imp

Anfang Juni hat ASUS im Rahmen der Computex 2013 unter anderem das MeMO Pad HD 7, ein äußerst preiswertes Einsteiger-Tablet mit Android OS, vorgestellt. In unserem ersten Hands-On vor Ort konnte es bereits überzeugen. Seit wenigen Wochen ist das MeMO Pad HD 7 mit 16GB Speicher und WiFi nun auch in Deutschland zu Preisen ab 149€ offiziell erhältlich.

In unserem ausführlichen Test verraten wir euch, ob das MeMO Pad HD 7 den guten Ersteindruck bestätigen konnte.

Testgerät: ASUS MeMO Pad HD 7 weiß WiFi-only – Preis ab ca. 149€ bei Amazon
Software: Android 4.2 mit ASUS Waveshare UI

ASUS MeMO Pad HD 7 – Video und Bilder

[nggallery id=291]

Hardware

MeMo Pad HD 7 Back-imp

ASUS setzt beim Gehäuse des MeMO Pad HD 7 größtenteils auf Kunststoff. Lediglich das Display wird selbstverständlich von Glas geschützt. Wir konnten bisher die blaue, sowie die weiße Farbvariante genauer testen. Während man bei der blauen Ausführung auf eine leicht gummierte, matte Rückseite setzt, ist die des weißen Modells in Hochglanz-Optik gehalten.
Erfreulicherweise fühlten sich beide Versionen keineswegs minderwertig an.

Das Tablet misst 196.8mm x 120.6mm und ist 10.8 mm dünn. Mit 302g ist es angenehm leicht und liegt äußerst gut in der Hand.

MeMo Pad HD 7 MicroSD-imp

Die Verarbeitung unseres blauen Testgerätes war durchschnittlich. Die Tasten hatten allesamt einen guten Druckpunkt und saßen ausreichend fest, das Tablet knarzte jedoch schon bei leichtem Druck hörbar. Unser weißes Testgerät hingegen war deutlich bessere verarbeitet. Hier knarzte nichts.
Auf der linken Seite des MeMO Pad HD 7 befindet sich der microSD-Slot – der 16GB große interne Speicher kann also problemlos erweitert werden. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man dann den Power-Button und die Lauter-Leiser-Wippe.
Den 3,5mm-Klinken- sowie den Micro-USB-Anschluss findet man auf der Oberseite.

MeMo Pad HD 7 Frontkamera-imp

Physische oder touch-sensitive Tasten sucht man auf der Vorderseite des MeMO Pad HD 7 vergeblich, denn ASUS setzt wieder einmal auf On-Screen-Tasten. Hier findet man lediglich die 1,2 Megapixel Frontkamera. Auf der Rückseite befindet sich dann die 5 Megapixel Hauptkamera und der Lautsprecher. Dieser ist zwar ausreichend laut, klingt aber dennoch ziemlich blechern.

Der WLAN-Empfang ist ordentlich und konnte uns im Test überzeugen.

Das ASUS MeMO Pad HD 7 gibt es außerdem noch in den Farben grau, grün und pink.

Display

MeMo Pad HD 7 Display-imp

ASUS verbaut im MeMO Pad HD 7, wie der Name schon vermuten lässt, ein 7 Zoll großes IPS-Display, das mit 1280×800 Pixeln auflöst. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von etwa 216ppi.

Das ist in den meisten Anwendungssituationen ausreichend scharf. Lediglich beim Lesen aufwändigerer Artikel, beim Betrachten von Mails oder beim Bearbeiten von PDF-Dateien macht sich die Auflösung etwas negativ bemerkbar. In dieser Preisklasse geht dies aber absolut in Ordnung.

Wenn man die technischen Daten des im MeMO Pad HD 7 verbauten Displays zum ersten Mal hört, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um dasselbe Panel handelt, welches die Taiwaner auch schon im Google Nexus 7 verwendet haben.
Im Test gefiel uns das Display des MeMO Pad HD 7 aber sogar noch einmal etwas besser, da es minimal heller als das Panel des Nexus 7 ist.
Selbst im Freien ließ sich das Display größtenteils problemlos ablesen.
Die Helligkeit muss beim MeMO Pad HD 7 jedoch manuell geregelt werden.

MeMo Pad HD 7 Blickwinkel-imp

Oft werden in Einsteiger-Tablets noch immer Displays mit relativ schwacher Blickwinkelstabilität verbaut – beim ASUS MeMO Pad HD 7 ist dies nicht der Fall.
Das Display ist absolut blickwinkelstabil und konnte uns im Test, gerade wenn man den geringen Preis des Tablets im Hinterkopf behält, definitiv überzeugen.

Die Kontrastwerte sind ordentlich und auch der Weißwert kann IPS-typisch überzeugen. Selbst der Schwarzwert ist für ein Tablet dieser Preisklasse hervorragend.

Was uns außerdem äußerst gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass ASUS ab Werk anbietet, das Display dem eigenen Geschmack nach zu kalibrieren. Der Hersteller installiert dafür die App “ASUS Splendid” vor. Mit dieser kann unter anderem auch der sogenannte “Lebhaft-Modus” aktiviert werden, welcher die Kontrastwerte nach oben schraubt und das Display nochmals heller wirken lässt.

Solche Kalibrierungsmöglichkeiten und Modi würden wir uns für jedes Tablet wünschen.

Performance

MeMo Pad HD 7 Logo-imp

Ähnlich wie schon beim Acer Iconia A1 werkelt auch im ASUS MeMO Pad HD 7 der MediaTek MT8125 – eine Quad-Core CPU mit 1,2GHz je Kern und einer PowerVR SGX 544MP-GPU. Außerdem wurden 1 GB Arbeitsspeicher verbaut.

Wenn man das MeMO Pad HD 7 zum ersten Mal benutzt, möchte man meinen, dass die Performance allenfalls durchschnittlich ist. Trotz Android 4.2.1 Jelly Bean gibt es merkbare Verzögerungen beim Aufrufen des App-Drawers und beim Navigieren durch den Widget-Drawer.

Dies ändert sich jedoch, sobald man den Browser startet. Überraschenderweise ist die Surf-Performance des MeMO Pad HD 7 beinahe so gut wie etwa beim Samsung Galaxy Note 8.0. Webseiten werden ausreichend schnell geladen und selbst beim Navigieren durch aufwändigere Seiten gibt es kaum Laggs oder Ruckler.

Ähnliches gilt für die Gaming-Performance: Selbst grafikintensivere Spiele wie etwa Modern Combat 4 meistert das MeMO Pad HD 7 ohne größere Probleme oder störende Ruckler.

Performancetechnisch konnte das ASUS MeMO Pad HD 7 im Test also auf voller Linie überzeugen.

Für einen Vergleich mit anderen günstigen Android-Tablets findet ihr hier eine Tabelle, die die wichtigsten Benchmarks umfasst:

Acer Iconia A1Asus FonepadASUS MeMo Pad HD 7Nexus 7
Peacekeeper:570-565467
Antutu Benchmark:1271454931278212777
Quadrant Standard Benchmark:4032218938643545
SunSpider:1514,1ms1267,6ms1492,1ms1719,9ms

Akku

ASUS verbaut im MeMO Pad HD 7 einen 15Wh-Akku, der laut Herstellerangaben rund 10 Stunden Laufzeit gewährleisten soll.

Wir haben natürlich auch das MeMO Pad HD 7 unseren üblichen Akkutests unterzogen und bei voller Displayhelligkeit, eingeschaltetem WLAN und ständiger Wiedergabe eines YouTube-Videos eine Laufzeit von ca. 6 Stunden erreicht.
Das ist ein durchaus akzeptabler Wert.

Im alltäglichen Gebrauch hielt das MeMO Pad HD 7 meist eineinhalb bis zwei Tage durch.

Kamera

MeMo Pad HD 7 Kamera-imp

Gerade bei den doch eher handlicheren 7 Zoll Tablets ist es durchaus gut zu wissen, dass man im Bedarfsfall auch mal schnell einen Schnappschuss machen könnte. Deswegen verbaut ASUS im MeMO Pad HD 7, wie bereits erwähnt, eine mit 5 Megapixeln auflösende Hauptkamera.

Bei guten Lichtbedingungen werden die Aufnahmen durchaus brauchbar und für Schnappschüsse reicht die Bildqualität hier definitiv.
Im LowLight-Bereich macht auch das MeMO Pad HD 7, wie nahezu alle aktuellen Tablets, keine gute Figur – das muss es aber auch gar nicht.

Einige Testfotos findet ihr in der folgenden Galerie:

[nggallery id=292]

Software

MeMO Pad HD 7 NotificationsBar

Das ASUS MeMO Pad HD 7 läuft aktuell mit Android 4.2.1 Jelly Bean und der hauseigenen ASUS Waveshare UI.
Dabei setzt ASUS größtenteils auf das Design der Vanilla-UI mit einigen, nützlichen Modifikationen.

So findet man in der Benachrichtigungsleiste zahlreiche Toggles, um bspw. WLAN, Bluetooth, den Energiesparmodus usw. zu aktivieren bzw. deaktivieren.
Neben einigen Shortcuts (z.B. zu den Einstellungen oder direkt zu den WLAN-Einstellungen) findet man hier außerdem die Möglichkeit, direkt die Bildschirmhelligkeit zu justieren.

MeMO Pad HD 7 Floating Apps

Über den ganz linken On-Screen-Button lassen sich außerdem die sogenannten “Floating-Apps” aufrufen. Dabei handelt es sich um “Mini-Apps” wie beispielsweise einen Kompass, einen Taschenrechner oder einen Videoplayer. Diese lassen sich im Vordergrund von anderen Programmen öffnen und natürlich in Größe oder Position ändern. (mehr dazu in unserem Videotest)

Des Weiteren installiert ASUS mit AppBackup, Audio Wizard, My Library Lite, ASUS Artist Super Note Lite, Parental Lock und ASUS To-Do zahlreiche weitere, teils recht nützliche Apps zum Lesen von eBooks, Sichern von Apps, Anlegen von Notizen oder zum Zeichnen vor.

MeMO Pad HD 7 Lockscreen

Android 4.2 typisch unterstützt natürlich auch das MeMO Pad HD 7 das Platzieren von Widgets auf dem Lockscreen oder das Daydream-Feature.

Fazit

ASUS MeMO Pad HD 7
Gut
80%
07/2013
Preis: 149€ Das ASUS MeMo Pad HD 7 ist ein äußerst empfehlenswertes Einsteiger-Tablet, das vor allem durch die gute Browser- und Gaming-Performance, ein gutes Display sowie den günstigen Preis überzeugen kann.
Vorteile- Preis
- Display
- Browser-Performance
- Benutzeroberfläche
Nachteile- Teils Micro-Ruckler
- Schwacher Lautsprecher
- keine 3G-Version

Das ASUS MeMO Pad HD 7 hat uns im Test sehr gut gefallen. Für vergleichsweise wenig Geld bekommt man ein recht performantes Einsteiger-Tablet mit einem guten Display, aktuellem Android 4.2 Jelly-Bean und erweiterbarem Speicher.

Lediglich der schwache Lautsprecher und die Micro-Ruckler bzw. Verzögerungen beim Öffnen von Apps oder beim Navigieren durch den Widget-Dawer stören etwas.
Außerdem wäre auch eine 3G- bzw. LTE-Variante für einige potenzielle Käufer interessant gewesen.

Anzeige:

Haptik / Verarbeitung 7 Display 8 Batterie 7 Performance 8 Konnektivität 7 Software 9 Preis / Leistung 10