Asus FonePad 7 (ME175CG) im Test

17.04.2014 17:45 von
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Erst letztes Jahr zum MWC 2013 haben wir die erste Generation des Asus FonePad 7 gesehen. Das Konzept ist recht einfach: Ein kompaktes Tablet mit dem man auch telefonieren kann und das zu einem vernünftigen Preis. Im Herbst bekam das FonePad 7 bereits einen Nachfolger, mit einem etwas stärkeren Prozessor und zwei Frontlautsprecher. In diesem Jahr dürfen wir uns wieder über ein Update freuen. Im Zuge des MWC 2014 hat Asus gleich zwei neue Versionen des FonePad 7 vorgestellt, eine 3G Version und eine LTE Version (ME372CL). Das Besondere ist aber der Preis, denn die 3G Version, das FonePad 7 ME175CG, kostet lediglich 149€ (zum Angebot) und bietet gleich wie die Vorgänger eine Telefonfunktion. Die LTE Version schlägt mit 249€ etwas höher zu Buche. Wir waren sehr gespannt, wie sich die 3G-Version schlägt, und haben im Test das FonePad 7 ME175CG genauer unter die Lupe genommen.

Testgerät:Asus FonePad 7 ME175CG – Preis ab ca. 149€ bei Amazon
Software: Android 4.3 mit angepasster UI

ASUS FonePad 7 ME175CG Video und Bilder:

(Link zum YouTube-Video)

Hardware

Wie der Name schon sagt, ist das FonePad 7 ein 7 Zoll großes Tablet. Für einen Preis von gerade einmal 149€, sollte man eigentlich nicht all zu hohe Erwartungen haben, was Haptik und Verarbeitung angeht. Gerade bei der letzten Generation, dem FonePad 7 ME373CG, machte man den Schritt und verwendete ein glossy Kunststoff bei der Rückseite, welche nicht sehr wertig wirkte. Beim FonePad 7 ME175CG scheint man gelernt zu haben und verwendet einen aufgerauten leicht gummierten Kunststoff. Durch diesen wirkt das Gerät recht hochwertig und man denkt keines Falls, dass das Tablet lediglich 149€ kostet. Ähnliches kann man auch von der Verarbeitung sagen.

Auffallend ist aber, dass das FonePad 7 ME175CG mit 11,3mm recht dick ist und mit einem Gewicht von 340g recht schwer. Für so einen günstigen Preis dürfte man das allerdings gerne in Kauf nehmen.

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Bei den Anschlüssen gibt es keine größeren Überraschungen, so findet man auf der Oberseite einen Micro-USB-Port, ein Mikrofon und einen Audio-Anschluss. Der Micro-USB Anschluss kann zum Laden oder auch zum Anschließen von USB-Sticks verwendet werden. Dies funktioniert problemlos über einen optionalen OTG-Adapter.

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Auf der rechten Seite findet man die Tasten für die Lautstärke-Regelung und den Stand-by in der abgerundeten Kante. Diese sitzen fest im Gehäuse und haben einen guten Druckpunkt. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man unter einer Abdeckung den Micro-SIM Slot und einen Micro-SD Slot, mit dem man den internen Speicher einfach erweitern kann. Das ist allerdings auch gut, den von dem 8GB internen Speicher stehen dem Nutzer lediglich 5GB zur Verfügung. In unserem Test funktionierte eine 64GB micro-SDHC-Karte ohne Probleme. Auf der Unterseite findet man lediglich ein weiteres Mikrofon.

Etwas spannender wird es auf der Vorderseite. Hier findet man über dem 7-Zoll-Display eine 1.2 Megapixel Kamera und einen Lautsprecher, mittels welchen man telefonieren könnte. Unter dem Display findet man lediglich das Asus Logo. Auf der Rückseite findet man im oberen Bereich trotz des günstigen Preises eine 5 Megapixel Kamera und etwas weiter unten einen Lautsprecher.

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Die Qualität der Kameras sind mittelmäßig und reichen eher für Schnappschüsse. Von dem Lautsprecher auf der Unterseite waren wir allerdings etwas überrascht, denn dieser bietet eine relativ gute Soundqualität mit einer guten Lautstärke. Einzig die Position beim Halten im Landscape Mode ist etwas unvorteilhaft.

Für drahtlose Verbindungen stehen beim günstigen FonePad 7, eine Reihe an Standards zur Verfügung. So findet man Wlan 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS, 3G bzw. HSPA+ mit einer Unterstützung von bis 42 Mbit/s im Download und Miracast zum kabellosen Übertragen des Contents an einen Fernseher. In unserem Test hatten wir keine Probleme mit Empfang bzw. den Signalstärken.

Telefon-Funktion

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Viele könnten sich fragen, für was man die Telefonfunktion im Tablet benötigt. Dies ist auch berechtigt, denn wenn man mit einem 7 Zoll Tablet am Ohr telefoniert sieht dies etwas merkwürdig aus. Für Notfälle, wenn man vl. im Ausland ist oder Ähnliches ist dies allerdings nicht ganz unbrauchbar, wie wir selbst testen konnten. Der entscheidende Vorteil ist allerdings einfach die 3G-Konnektivität, sodass man auch unterwegs im Web surfen kann. Wer das FonePad nicht direkt als Smartphone nutzen möchte, könnte beispielsweise auch über ein Headset telefonieren.

Display

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Beeindruckenderweise schafft es Asus dem FonePad 7 trotz des günstigen Preises ein IPS-Display mit einer Auflösung von 1280x800px zu verbauen. Das Display macht im Inneneinsatz einen recht guten Eindruck. Die Betrachtungswinkel sind durch das IPS-Display hoch und die Farbwiedergabe in Ordnung.

Einzig auffallend war die relativ niedrige Helligkeit. Selbst beim Inneneinsatz mussten wir die Helligkeit nach oben justieren. Eine automatische Regelung der Helligkeit ist auf Grund des fehlenden Sensors nicht möglich. Ein Einsatz im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung ist leider etwas schwierig. Hier stört zudem das spiegelnde Displayglas, das leider keine Fettabweisende Schicht besitzt und daher auch wie ein Fingerabdruck-Magnet wirkt.

Ansonsten reagierte der Touchscreen gut und nahm alle Eingaben wie gewünscht an. Im Großen und Ganzen machte das Display, in Anbetracht des günstigen Preises einen guten Eindruck. Vergleicht man es beispielsweise mit dem Display des Acer Iconia B1, welches mit 3G rund 130€ kostet, ist das Display hervorragend.

Performance

Ähnlich wie auch bei der letzten Generationen, setzt Asus beim FonePad 7 auf einen Intel SoC. Hierbei kommt im ME175CG ein Intel ATOM Z2520 Dual Core Prozessor mit je 1,2Ghz pro Kern und 1GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Wie wir schon von früheren Tests wissen, sind die Intel Prozessoren recht leistungsstark und gleichzeitig Energiesparend. So auch in diesem Fall.

Gesamt wirkte beispielsweise die Oberfläche recht flüssig, das Surfen im Web funktionierte weitestgehend ohne größere Lags und Wartezeiten. Lediglich beim Wechseln zwischen den einzelnen Programmen kann es zu kurzen Ladezeiten kommen. Das dürfte dem etwas geringen Arbeitsspeicher geschuldet sein. Aufgefallen sind ansonsten etwas längere Systemstarts bzw. Anfangs eine etwas träge UI. Allerdings kann man sich nicht erwarten, dass man bei so einem günstigen Tablet, High-End Performance bekommt. Für den Preis ist die Leistung aber sehr gut. Das zeigt sich auch bei den Benchmarks, denn hier kann es sich auch mit etwas teureren Tablets messen:

Asus FonePad 7(ME175CG) Nexus 7 2013 Asus Fonepad 7 (ME371MG) ASUS MeMo Pad HD 7 ASUS Fonepad 7 ME372CG
Peacekeeper: 469 611 565 681
Antutu Benchmark: 14473 18897 5493 12782 18528
Quadrant Standard Benchmark: 6587 5733 2189 3864 5736
SunSpider: 1604,7ms 849,8ms 1267,6ms 1492,1ms 1050,0ms

Akku

Wichtig ist natürlich die Akkulaufzeit. Durch den stromsparenden Intel Prozessor und den rund 3910mAh Akku konnten wir im Test beachtliche Werte erreichen. In unserem üblichen Akku-Test bei durchgehender Wiedergabe eines Testvideos, voller Display-Helligkeit und verbundenem Wlan, erreichten wir einen Wert von 10:35h Hier sollte man beachten, dass man wohl auch im täglichen Gebrauch oft mit 100% Helligkeit arbeitet, da ansonsten das Display in einigen Fällen zu dunkel wirkt. Aber mit einer Laufzeit von 10h sollte man jedenfalls gut arbeiten können. Hinzu kommt eine gute Standby-Zeit.

Software

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Als Betriebssystem kommt natürlich Android zum Einsatz. Als Version findet man hier Android 4.3 mit der eigenen Waveshare-Oberfläche. Wie schon erwähnt läuft die Oberfläche beinahe durchgehend flüssig, auch wenn es hin und wieder vorkommt, dass das gesamte System für ein paar Sekunden träge wird.

Die Veränderungen der Oberfläche halten sich Asus-typisch in Grenzen. So findet man ein leicht angepasstes Schnelleinstellungs-Menü. Mit den „Floating-Apps“, oder eher bekannt als Mini-Apps, kann man ausgewählte Apps in einem kleinen Fenster über anderen Apps öffnen. Wie auch bei den anderen Android-Tablets von Asus, findet man viele vorinstallierte Apps. Dazu zählen unter anderem die Dialer-App zum Wählen von Kontakten, App Lock, ein Datei-Manager, eine eigene Galerie und beispielsweise Splendid zum Einstellen der Farbtemperatur des Displays. Gefallen haben uns auch Apps wie To-Do, SuperNote für Notizen und WebStorage – die Cloud-Lösung von Asus, bei der der Käufer 16GB Cloud-Speicher für 2 Jahre kostenlos bekommt.

Somit macht auch die Software einen guten Eindruck. Wir hoffen natürlich ein Update auf Android KitKat zu sehen, welches die Performance noch einmal etwas verbessern könnte.

Fazit

ASUS Fonepad 7 ME175CG
Gut
80%
04/2014
Preis: 149€ Das ASUS Fonepad 7 ME175CG ist ein empfehlenswertes Tablet mit 3G, das vor allem durch eine gute Haptik und lange Akkulaufzeit überzeugt.
Vorteile- Preis
- Telefonfunktion
- 3G-Modul
- Lautsprecher
- Verarbeitung
Nachteile- Teils Micro-Ruckler
- Display etwas zu dunkel

Im Test kann das Asus FonePad7 ME175CG vor allem durch das geniale Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Für wenig Geld bekommt man doch eine recht ordentliche Hardware, von der man nicht erwartet, dass diese so günstig ist. Einziges Manko ist das etwas zu dunkle Display, aber für solch einen Preis, trotzdem ein HD IPS-Display zu verbauen, ist sicherlich nicht einfach. Auch von der Performance und von der Akkulaufzeit waren wir sehr angetan. Für 149€ wird man momentan nicht viele andere Tablets mit 3G finden, die ansatzweise an die Ausstattung und die gute Verarbeitung herankommen.

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