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Acer Iconia A1 Test

Iconia A1 Titelbild
02.06.2013 - von Franz

Am 3. Mai 2013 lud Acer nach New York City und stellte dort unter anderem das Iconia Tab A1 vor – ein Einsteiger-Tablet, das in unserem ersten Hands-On trotz des vergleichsweise günstigen Preises mit durchaus konkurrenzfähiger Hardware auf sich aufmerksam machte. Seit wenigen Tagen ist das Acer Iconia A1 nun in Deutschland zu einem Preis von momentan ca. 189€ in der WiFi-only Version und mit 16GB internem Speicher verfügbar.

Ob das Acer Iconia A1 auch in unserem ausführlichen Test überzeugen kann, zeigen wir euch jetzt.

Testgerät: Acer Iconia A1 16GB weiß WiFi-only – Preis ab ca. 189€ bei Amazon
Software: Android 4.2.2 ohne herstellereigene Benutzeroberfläche

Acer Iconia A1 – Video und Bilder

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Hardware

Iconia A1 Tasten 640x359 Acer Iconia A1 Test

Acer setzt beim Gehäuse des Iconia A1 zum größten Teil auf Kunststoff. Anders als noch beim Iconia B1 verzichtet man allerdings auf eine Hochglanz-Optik und setzt diesmal auf eine matte Rückseite. Diese ist zum einen bei Weitem nicht so anfällig für Fingerabdrücke und sieht zum Anderen auch noch etwas wertiger aus. Der Kunststoffrahmen in Aluminiumoptik rundet diesen Gesamteindruck dann ab. Erstaunlicherweise fühlt sich das Iconia A1 merkbar wertiger als etwa das deutlich teurere Samsung Galaxy Note 8.0, das wir erst vor Kurzem testeten, an.

Das Iconia A1 misst 208,7mm x 145,7mm und ist dabei 11,1mm dünn. Diese Abmessungen sind durchaus vertretbar, wäre da nicht das vergleichsweise hohe Gewicht von 410 Gramm. Das Tablet liegt zwar relativ gut in der Hand und lässt sich auch längere Zeit mit nur einer Hand halten, kommt jedoch nicht ganz an die “Leichtigkeit” eines Apple iPad Mini ran. In Anbetracht des Preisunterschiedes ist dies aber noch akzeptierbar.

Iconia A1 Handling 640x359 Acer Iconia A1 Test

Außerdem ist das Iconia A1 durchaus ordentlich verarbeitet. Die Spaltmaße, die uns beim Iconia B1 noch gestört haben, suchten wir hier zum Glück vergeblich. Das Gehäuse knarzt nicht und auch die Tasten haben einen guten Druckpunkt. Einzig der für unseren Geschmack etwas locker sitzende Power-Button tanzt hier aus der Reihe. Dieser befindet sich auf der Oberseite. Der 3,5mm-Klinkenanschluss, sowie der Micro-USB-Anschluss sind hingegen auf der Unterseite des A1 positioniert.

Iconia A1 Power Button 640x359 Acer Iconia A1 Test

Während die linke Seite des Tablets absolut blank gehalten ist, findet man auf der rechten Seite die Lauter-Leiser-Wippe, einen HDMI-Port und einen microSD Slot. Der 16GB große interne Speicher kann also problemlos erweitert werden.

Physische oder touch-sensitive Tasten sucht man auf der Vorderseite des Iconia A1 vergeblich, denn Acer setzt auch hier wieder einmal auf On-Screen-Tasten. Hier findet man lediglich die 0,3 Megapixel Frontkamera. Auf der Rückseite befindet sich dann die 5 Megapixel Hauptkamera und der Lautsprecher. Dieser ist leider nicht besonders laut und klingt ziemlich blechern.

Der WLAN-Empfang ist ordentlich und konnte uns im Test überzeugen.

Das Acer Iconia soll in den nächsten Wochen auch noch in einer 3G-Version mit 16GB Speicher für ca. 230€ erscheinen. Die WiFi-Only Ausführung mit 8GB internem Speicher bleibt den USA vorbehalten.

Display

Acer Iconia A1 Display an 640x359 Acer Iconia A1 Test

Acer verbaut beim Iconia A1 ein 7.9″ großes IPS-Display, das mit 1024×768 Pixeln bei einer Pixeldichte von 162ppi auflöst. Außerdem setzt Acer, ähnlich wie Apple beim iPad Mini, auf ein 4:3 Format. Das hat gerade beim Surfen oder beim Lesen von Büchern enorme Vorteile. Beim Schauen von Videos im 16:9-Format erscheinen dadurch aber oben und unten schwarze Balken. Je nach Einsatzgebiet des Tablets ist dieser Faktor also nicht unerheblich.

Ansonsten lässt sich sagen, dass das Display äußerst blickwinkelstabil und ausreichend hell ist. Ein Galaxy Note 8.0 oder ein Apple iPad Mini wirken im direkten Vergleich jedoch noch mal heller und sind bei direkter Sonneneinstrahlung besser abzulesen. Der Nutzer muss die Helligkeit beim Acer Iconia A1 außerdem manuell regeln. Die Farbdarstellung des Iconia A1 ist ziemlich realistisch – gerade der Schwarzwert weiß zu überzeugen. Weiß hingegen wirkt etwas gelblich.

Iconia A1 Display 640x359 Acer Iconia A1 Test

Die vergleichsweise geringe Pixeldichte macht sich vor allem beim Lesen aufwändiger Webseiten oder PDFs bzw. beim Betrachten von Mails bemerkbar. Der Text wirkt hier leicht ausgefranst.

Allgemein überwiegen beim Display des Iconia A1 aber die Vorteile und, wenn man den niedrigen Preis im Hinterkopf behält, lässt sich auch die geringe Auflösung verschmerzen.

Performance

Das Acer Iconia A1 kommt mit einer Quad-Core CPU von Mediatek, die mit 1,2GHz je Kern taktet. Außerdem stehen 1GB Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Diese leistet gute Arbeit. Ruckler, etwa beim Scrollen durch die mit Widgets personalisierten Homescreens oder den App-Drawer, sind auch dank Android Jelly Bean, nicht wahrnehmbar. Selbst beim Navigieren durch aufwändige Webseiten kommt es kaum zu störenden Laggs oder Rucklern. Auch aufwändigere Spiele wie Dead Trigger oder Modern Combat 4 meisterte das Iconia A1 überraschend souverän: Größere Ruckler waren Fehlanzeige. Hierbei konnten wir auch keine unangenehme Hitzeentwicklung beobachten.

Für einen Vergleich mit anderen günstigen Android-Tablets findet ihr hier eine Tabelle, die die wichtigsten Benchmarks umfasst:

Acer Iconia A1 Asus Fonepad Acer Iconia Tab B1 Nexus 7
Peacekeeper: 570 - 396 467
Antutu Benchmark: 12714 5493 5811 12777
Quadrant Standard Benchmark: 4032 2189 2940 3545
SunSpider: 1514,1ms 1267,6ms 2062,1ms 1719,9ms

Akku

Iconia A1 Back 640x359 Acer Iconia A1 Test

Acer spendiert dem Iconia A1 einen 4960mAh starken Akku, welcher für ausreichend hohe Laufzeiten sorgt. Wir haben auch hier wieder unsere üblichen Tests durchgeführt: So haben wir bei voller Displayhelligkeit, eingeschaltetem Wlan und durchgehender Wiedergabe eines YouTube-Videos eine Laufzeit von knapp 6h erreicht.

Im alltäglichen Gebrauch hält das Iconia A1 ohne Probleme ein bis zwei Tage durch.

Kamera

Iconia A1 Kamera 640x359 Acer Iconia A1 Test

Auch wenn die Kamera bei einem Tablet eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist es immer wieder gut zu wissen, dass man auf die Schnelle einen Schnappschuss machen könnte. Hierfür reicht die 5 Megapixel Kamera des Acer Iconia A1 definitiv aus.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen kann aber auch das Iconia A1, wie nahezu jedes andere Tablet, nicht überzeugen.

Einige Testfotos und ein Testvideo in 1080P findet ihr in der folgenden Galerie:

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Software

Iconia A1 Homescreen 225x300 Acer Iconia A1 Test

Das Acer Iconia A1 ist eines der ersten Tablets, das ab Werk mit Android 4.2.2 Jelly Bean aufwarten kann. Des Weiteren verzichtet Acer hier auf eine herstellereigene Benutzeroberfläche – das Iconia A1 kommt also mit der Vanilla-UI. Diese Tatsache begrüßen wir aus zweierlei Gründen: Zum Einen ist die “schlanke” Vanilla-UI einer der Hauptgründe für die gute Performance, zum Anderen dürfte dies zumindest theoretisch den Weg für schnelle Updates ebenen.

Acer installiert lediglich einige Widgets vor, wie z.B. das äußerst praktische “Leben Digitale Uhr”-Widget, welches Uhrzeit, Datum, Aufenthaltsort und Wetter zusammenfasst.

Iconia A1 Touch WakeApp 225x300 Acer Iconia A1 Test

Außerdem installiert man den sehr praktischen, hauseigenen Dateimanager und die “Touch WakeApp” genannte Menüoption vor. Diese erlaubt es dem Nutzer, das Tablet mittels zweier simpler Gesten zu entsperren. Entweder fasst man den Touchscreen des Iconia A1 mit beiden Daumen im gesperrten Zustand (und im Hochformat) oder man legt alle fünf Finger einer Hand auf diesen. Beides führt dazu, dass das Tablet entsperrt wird. Interessant ist auch “Life Image”, eine Applikation, mit der man seine Fotos und Videos zu einer Art Collage zusammenfügen und durch Kommentare oder Notizen personalisieren kann.

Iconia A1 Lockscreen 225x300 Acer Iconia A1 Test

Eine der größten Neuerungen von Android 4.2.2 beinhaltete die Möglichkeit, Widgets auf dem Lockscreen zu platzieren. Auch dies ist beim Iconia A1 möglich. So kann man sich beispielsweise das Gmail- oder das Kalender-Widget direkt auf den Lockscreen legen.

Iconia A1 Benachrichtigungsleiste 225x300 Acer Iconia A1 Test

Auch die vom Nexus 4 bekannte “zweiteilige” Benachrichtigungsleiste wird unterstützt. (s. Videotest)

Fazit

Acer Iconia A1
Befriedigend
70%
06/2013
Preis: 189€ Das Acer Iconia A1 ist ein äußerst empfehlenswertes Einsteiger-Tablet, das vor allem durch die ordentliche Performance und den günstigen Preis überzeugen kann.
Vorteile- Performance
- Preis
- Ordentliche Verarbeitung
- Vanilla-UI
Nachteile- Geringe Pixeldichte
- Schwacher Lautsprecher
- Hohes Gewicht

Das Acer Iconia A1 hat uns im Test überraschend gut gefallen. Für vergleichsweise wenig Geld bekommt man ein recht performantes, ordentlich verarbeitetes und aktuelles Tablet mit Android 4.2.2 Jelly Bean, erweiterbarem Speicher und HDMI-Port.

Lediglich das hohe Gewicht und die geringe Pixeldichte trüben das Endergebnis etwas.

Anzeige:

Haptik / Verarbeitung 7 Display 6 Batterie 7 Performance 8 Konnektivität 7 Software 8 Preis / Leistung 9

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  • Schnitzeldroid

    zu dem preis kann man nicht meckern! wie heißt ihr bzw du bei gameloft-live? :-P

  • Janred

    Zeitgleich mit dem Nexus 7 hätte ich mich hierfür entschieden.
    Die Tatsache dass das Nexus 7 der 2. Generation in Sicht sein könnte lässt mich trotz fehlendem sd Slot und HDMI Ausgang warten. Das bildformat macht was her, weiß aber nicht welches praktischer ist. Schönes Tablet, ich wünsche Acer damit einen guten Marktstart.

  • Jannis Koch

    Ich habe mal eine Frage:
    Ich muss mich jetzt zwischen dem Galaxy Tab 2 7.0, dem Nexus 7 und dem Acer Iconia A1 entscheiden… Könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben??? Mein Maximalbetrag beträgt 150-200€! Danke schonmal im voraus :)

    • Muharrem

      MemiPad HD7 kann ich empfehlen. Is wie das Iconia A1 nur mit besserem Display. Das Iconia A1 ist auch recht gut. Bin völlig zufrieden damit :)

  • ddomi

    Beim video steht beim preis 399€

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  • joergone

    Danke! Guter Test!!! Weiter so.
    Noch ne Frage: wird über den USB eingang auch ein USB Stick erkannt?

    • fl0wnage

      Hi.
      Habe ich gerade ausprobiert.
      Es klappt einwandfrei!!!
      (Mit nem standart micro-usb zu usb-buchse kabel)

      Gruß

      PS: mit meinem neuen a1-810 geschrieben. ;-)

  • butzen

    Ineressanter Test. Fast alles relevate drin.Nur, eins ist mir aufgefallen – das A1 sol in diesem Preisegment GPS mit drin haben und ihr geht da gar nicht d’rauf ein ?…
    Gruß
    Butzen

  • RAMMBL0G

    Ich habe es mir gestern gekauft und total begeistert von dem Tablet! Der Kritikpunkt des Gewichts finde ich sollte nicht zu stark negativ bewertet werden. Klar gibt es leichtere aber ich persönlich finde es vollkommen ok und man kann es locker 2Std in der Hand halten ohne einen langen Arm zu bekommen. Besonders finde ich die Größe des Tablets. Ein 10″ war mir zu groß… ein 7″… da kann ich mir auch ein Galaxy S4 kaufen (halte von den kleinen Tabs nix) aber die 8,7″ vom A1 sind genau richtig, nicht zu klein und nicht zu groß und ich kann im Hochvormat mit beiden Finger die Tastatur nutzen…. macht das mal mit einem 10″. Der Kritikpunkt des Displays ist ok. Aber es ist Meckern auf hohem Niveau… nur die Aussage mit dem fransigem Text stimmt schon. Fazit: Für Leute die 150-200€ ausgeben wollen und es als “Surf-Tab+” nutzen wollen ist es echt spitze! MFG RAMMBL0G

  • YuT666

    Da es als einer der wenigen Tablet-PC’s BT, GPS, USB-OTG UND nen brauchbaren Akku hat ist es für mich wohl zur Zeit die einzige Alternative, da ich die ersten 3 Features unbedingt brauche.

    Ansonsten liebe ich mein ZTE Light Tab 2 welches GPS, BT, nen guten Akku, 3G bietet aber kein USB-Host hat.

    Also kommt nun wohl das A1 dazu, da ich nichts anderes finde, was alles bietet was ich brauche.

  • logib

    ist ganz nett das teil

  • Hansi

    Blos die Finger weg von diesem Gerät. Kommt mit einer Fülle vorinstallierter Apps daher, die man nicht deinstallieren kann. Diese nerven dann oft genug beim Update! Es laufen also jede Menge überflüssige Vorgänge, die man überhaupt nicht will. Und das beste, man bekommt es auch nicht gerootet. Acer hat die Firmware ist so fest verankert, dass man sie evtl. nur mit Linux editieren kann