Präsentieren mit dem Tablet

Keynote iOS-App

Es gibt viele Anwendungsgebiete für Tablets. Sei es in Studium oder Schule oder auch im Beruf. Oftmals kommt es in allen Gebieten darauf an, Inhalte unkompliziert und vor allem ansprechend zu präsentieren, wobei Erfolg oft von diesen Präsentation abhängt. Um es allerdings auch für den Präsentierenden einfach zu halten, eignet sich ein Tablet super zum Vortrag. Wie jedoch ist dies technisch realisierbar?

Wer ein iPad, einen iPod touch oder auch ein iPhone sein Eigen nennen kann, ist sicherlich mit der App Keynote direkt von Apple super beraten. Nicht nur das Präsentieren an sich ist möglich, auch das Erstellen und Verwalten dieser. Folien per Wisch-Geste befüllen und layouten. Was ist alles für 8,99 Euro dabei? iCloud-Sync zwischen verschiedenen Apple-Devices sowie einfache Erstellung von Diagrammen und Retina-Display-Optimierung. Für den, meiner Meinung nach angemessenen, Preis bekommt man das Rundum-Sorglos-Paket und kann sich, bei passendem vorhandenem Adapter für den Eingang des jeweiligen Beamers, voll auf die Technik verlassen. Übrigens ist auch der Import von Dateien im Microsoft Office – Format ohne weiteres möglich.

Bei Android ist es wie oft so: Wer die Qual hat, hat die Wahl. Zumindest ab Android 4.0 ist standardmäßig neben einem PDF-Viewer auch ein Programm installiert, welches es ermöglicht, Präsentationen anzusehen, leider ohne sämtliche Effekte o.ä. Für gleiche Zwecke gibt es auch noch die App OfficeSuite Viewer 6. In der Pro Version sind dann auch Funktionen zum Editieren dabei. Eine weitere Möglichkeit bietet die App Office 2012: Presentations, welche momentan 7,98 Euro kostet. Man gibt an, dass Präsentationen bearbeitet, vorgeführt werden können und sie genau wie auf einen Windows-Rechner aussehen sollen. Auch beim Präsentieren mit einem Android-Tablet muss man natürlich daran denken, dass passende Adapter vorhanden sein müssen.

Natürlich gibt es auch systemunabhängige Möglichkeiten, um das Tablet als “Präsentationsmaschine” zu nutzen. Die einfachste ist dabei wohl, die Präsentation als PDF-Datei gespeichert zu haben, wobei die Präsentation dadurch eventuell an Attraktivität verliert.
Bei Präsentationen auf Basis von Webtechnologien ist dem nicht so. Sie sehen auf jedem Gerät gleich aus, einen halbwegs aktuellen Browser vorausgesetzt, sind allerdings in der Erstellung etwas komplexer, da es wenig grafische Oberflächen dafür gibt.

Als Fazit lässt sich sagen, dass das Präsentieren mit Tablets durchaus bereits möglich ist, das Erstellen vielleicht allerdings nicht so komfortabel machbar ist. Man kann sicherlich auf die Entwicklung in den kommenden Jahren gespannt sein. Dazu sind Tablets einfach noch eine Spur mobiler als ein Notebook, daher lohnt es sich, einen Blick auf die Präsentationsmöglichkeiten damit zu werfen.

Ergänzungen: Eure Kommentare haben noch einige Aspekte aufgebracht, die ich hier gern noch aufgreifen möchte! Vielen Dank dafür!

Falkenhorst empfielt in seinem Kommentar Google Docs zum Erstellen von Präsentationen, da diese auf jedem beliebigen Gerät mit Internetzugang verfügbar sind und überall gleich aussehen. Des weiteren lässt sich dort auch jede Präsentation in vielen Formaten exportieren.

Mario84 fügt hinzu, dass im Artikel die Windows-Tablets nicht erwähnt werden und weißt darauf hin, dass diese durch die standardmäßige Installation von Microsoft Office glänzen.

phx spricht die Frage an, wie die Verbindung zum Beamer auch ohne Kabelbindung erfolgen kann. Inzwischen gibt es einige Beamer-Modelle, wie beispielsweise den Acer K330, welcher durch einen USB-Wireless-Adapter WLAN-tüchtig gemacht werden kann, um dann kabellos zum Tablet verbunden werden zu können.

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