Nächste ARM Prozessor-Generation mit bis zu 3 GHz und noch weniger Energiebedarf

08.07.2013 - von
ARM Chip

Die Halbleiterhersteller TSMC und GlobalFoundries erwarten für das Jahr 2014 einen deutlichen Entwicklungssprung bei mobilen Prozessoren von ARM, die durch eine Umstellung auf die Produktion im 20-nm-Verfahren erreicht werden soll. Bisher werden die schnellsten Prozessoren im 28-nm-Verfahren gefertigt und da liegt die magische Grenze aktuell bei 2,3 GHz. Dazu zählen der Qualcomm Snapdragon 800, der mittlerweile in einigen Smartphones Verwendung finden wird, aber auch der Nvidia Tegra 4i, der zum Ende des Jahres bzw. Anfang 2014 mit bis zu 2,3 GHz getaktet sein kann.

Durch die kompaktere 20-nm-Fertigung soll die Geschwindigkeit der Prozessoren um 30% steigen, der Energieverbrauch im gleichen Moment aber um 25% sinken. Auch die Wärmeentwicklung dürfte durch die neue Fertigungsmethode deutlich geringer ausfallen, wodurch man dann die 3 GHz pro Kern erreichen kann. Die Mehrleistung von 30% soll aber nicht für das System verwendet werden, sondern die Grafikleistung verbessern. Immer höhere Auflösungen von Display erfordern nicht nur mehr Performance von der CPU, sondern auch der GPU. Im nächsten Jahr werden Auflösungen von über Full HD auch für Smartphones erwartet, da wird die Mehrleistung im Grafikbereich auch bitter benötigt werden.

Der 25% geringere Energiebedarf soll sich dann auch wirklich spürbar auf die Akkulaufzeit der Geräte auswirken und nicht durch kleinere Akkus oder andere Energiefresser verpuffen, wie es fast schon bei kommenden Tegra 4 Geräten der Fall sein wird. Dort wird die leistungsstarke CPU mit einem 2560 x 1600 Pixel Display auf 10,1 Zoll verbaut und so ein Display benötigt einfach deutlich mehr Energie. Da kann der Prozessor die bessere Energieverwaltung gar nicht mehr ausspielen. So werden die kommenden Tegra 4 Tablets durch große Akkus auch relativ schwer und dick.

Mit den neuen Prozessoren will man sich natürlich auch gegen die immer größer werdende Konkurrenz von Intel mit x86 Prozessoren wehren. Das Unternehmen gewinnt immer mehr Partner und bietet dazu vermutlich auch deutlich bessere Preise, um einfach erst einmal Marktanteile zu gewinnen. Gegen Ende 2014 will Intel sogar schon 14-nm-Prozessoren bauen, da will TSMC natürlich mithalten und plant bereits für die übernächste Generation.

Prozessoren werden also weiterhin immer schneller, sparsamer und kleiner. Ob diese dann auch ihre Vorteile ausspielen können, hängt immer mehr von anderen Bauteilen wie dem Display, Akku und diversen Modulen ab.

3 GHz in einem mobilen Endgerät, wie sinnvoll ist das noch?

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Quelle: fudzilla via hdblog