Digitales Papier: Sony zeigt 13,3 Zoll großes E-Ink-Tablet mit Stylus

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13.05.2013 - von

Sony hat heute einen ersten Prototypen seines 13,3 Zoll großes E-Ink-Tablets mit Stylus vorgestellt. Das Display ist dabei genau so groß wie ein DIN A4 Blatt und soll dementsprechend auch perfekt in eine Schultasche passen. Da liegt auch der Sinn und Einsatzzweck dieses Geräts, denn als digitales Papier soll es im Bildungsbereich die normalen Schulhefte und Papierunterlagen ersetzen. Zudem bietet es die Möglichkeit den Schülern und Studenten verpasste Aufgaben und Unterlagen direkt auf das Gerät zu schicken.

Dazu besitzt das Sony Tablet ein E-Ink-Display, welches sich natürlich sehr gut ablesen lässt, mit einer Auflösung von 1.200 x 1.600 Punkten und mit der Möglichkeit es mit dem Finger bzw. Stylus zu bedienen. Letzteres ist natürlich sinnvoll, weil man mit dem “Digitalen Papier” genau so arbeiten soll, wie mit echtem Papier. Skizzen und Mitschriften sollen sich genau so einfach und schnell umsetzen lassen wie Kommentare in importierten PDF-Dokumenten. Der interne Speicher von 4 GB bietet ausreichend Speicherplatz für unzählige Dokumente, die auch per WiFi auf das Gerät geschickt werden können. Der interne Speicher lässt sich zudem per microSD Karte erweitern.

Insgesamt ist das Sony E-Ink-Tablet nur 6,8 mm dünn und wiegt sehr leichte 385 Gramm. Der Akku soll mit ausgeschaltetem WLAN eine Laufzeit von drei Wochen erreichen, wobei das Tablet in der Zeit intensiv zum Lernen genutzt werden kann. Jedem dürfte mittlerweile bekannt sein, dass E-Ink-Displays wirklich sehr sparsam sind, aber auch nur eine eingeschränkte Darstellung erlauben. Für diesen Einsatzzweck ist das Display aber perfekt, wenn es schnell genug arbeitet und reagiert. Wer schon einmal ein E-Book-Reader benutzt bzw. besessen hat, kennt den Seitenaufbau eines E-Ink-Displays. Sind die Punkte aber einmal aktiviert, wird erst wieder Energie benötigt, wenn neue Eingaben getätigt werden, bzw. eine neue Seite aufgebaut werden muss.

Bis Ende 2013 will man erste Feldversuche an japanischen Universitäten absolvieren und danach irgendwann eventuell frei verkäufliche Geräte anbieten. Zu den Kosten hat man sich bisher nicht geäußert, den Prototypen will man aber auf einer Bildungsmesse in Tokio vom 15. bis zum 17. Mai ausstellen. Eventuell erreichen uns dann erste Videos davon.

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[Quelle: Sony] [via engadget]

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  • Schnitzeldroid

    Endlich wieder mal was interessantes, man könnte so manchen Baum verschonen wenn sich das durchsetzt

  • doc.payce

    Hömm, naja. Also mich stört die Verzögerung zwischen eingeben und anzeigen der gezogenen Linie ja schon beim normalen Tablet mit Digitizer, aber bei E-Ink wird dass doch mit einer Hölle-Latenz stattfinden, oder irre ich mich? Also wenn zwischen dem geschriebenen und dem angezeigten Text weiterhin eine halbe Sekunde Latenz ist, dann wäre ich von diesem ansonsten interessanten Konzept schon stark enttäuscht. “Blind schreiben” macht wirklich keinen Spaß.

    Bin gespannt auf die Videos!

    • http://traceable.de/ Peter

      Genau das muss man abwarten, ob es eine Verzögerung gibt. Ich behalte das Gerät natürlich Auge, findet es persönlich auch sehr interessant.

  • Achim

    die Stifthalterung scheint mir für diesen Einsatzzweck doch zu unpraktisch weil sie wohl schnell mal abbrechen kann. Ansonsten gute Idee und gutes Design. Hängt dann auch von der Software ab, wie sich das Gerät im Test zeigt. Eine Verzögerung bei der Eingabe würde schon einen erheblichen Mangel bedeuten.

    • http://traceable.de/ Peter

      Es dürfte sich bei der Halterung um eine Lasche aus Stoff handeln.

  • DoubleG1988

    Mit Farb-e-ink-Display wäre die Sache deutlich interessanter. Schließlich studieren Studenten nicht in schwarzweiß. Bei mir zumindestens sind Farben in Diagrammen manchmal schon wichtig. Weiß nicht ob man da in Graustufen wirklich gut arbeiten kann. Außerdem wäre da noch das Problem mit dem Digitizer. Dieser dürfte wirklich nicht lange brauchen um die Eingabe umzusetzen.
    Sehr gute Idee von Sony sowas für Studenten zu entwickeln (vorallem so wenig Gewicht auf so einem großen Tablet das auch noch so dünn ist!) und einen Digitizer zu verbauen und dann auch noch paar Wochen Akku-Laufzeit zu ermöglichen, ist schon wirklich ein toller Ansatz. Perfekt für Studenten. Damit müsste man nicht mehr viel mit sich schleppen, würde Kosten sparen und auch etwas organisierter sein.
    Aber da müssten einige Probleme die man absehen kann gut gelöst sein und auch der Preis sollte, wie das Produkt an sich, an Studenten gerichtet sein.
    Sehr guter Ansatz dass sich erst einmal beweisen muss.

    • http://traceable.de/ Peter

      Ja klar, ein Farb-E-Ink-Display wäre natürlich perfekt, müsste aber auch bezahlt werden müssen. Schon diese Version wird sicher nicht günstig. Wir behalten das Gerät in jedem Fall im Auge.