Google soll weltweite Klagewelle von Wettbewerbshütern drohen

16.11.2012 18:30 von Stefan
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Nachdem Google in dieser Woche eine Reihe von Kunden mit dem holprigen Verkaufsstart des Nexus 10 und Nexus 4 enorm verärgert hat, droht nächstes Ungemach. Offenbar drohen dem Internet-Giganten nämlich zahlreiche Klagen aus Europa und den USA von Wettbewerbshütern. Dies lässt sich laut einem Bericht des Guardian aus Großbritannien nur noch verhindern, wenn Google in den kommenden Tagen eine Einigung mit den entsprechenden Behörden findet.

Ansonsten steht eine Monopolklage an. Diese könnte Google den Informationen von der britischen Insel zufolge sogar Milliarden kosten. Dies steht an, wenn Google ein vorliegendes Dokument zur Einigung nicht unterzeichnet und die Forderungen der FTC nicht umsetzt. Bei der FTC handelt es sich um die Wettbewerbsaufsicht der Vereinigten Staaten. Diese werfen Google unter anderem vor, dass bei der Internet-Suche eigene Dienstleistungen bevorzugt promoted werden.

Allerdings droht Google noch wesentlich mehr Ungemach. Wird die Einigung nicht unterzeichnet, will die FTC auch das Verhalten von Google in weiteren Bereichen untersuchen, in denen es um Verstöße gegen Wettbewerbsgesetze geht. Auch die Europäische Kommission will sich Google wegen Android vorknöpfen. Denn Konkurrenten von Google behaupten, dass der Verzicht auf Lizenzgebühren ein Preisdumping darstellt. Dies behindere den Wettbewerb, so der Vorwurf. Neben schon anderen laufenden Verfahren – beispielsweise ermitteln die Behörden aktuell in Europa und den USA in bestimmten Patentbereichen gegen die Google-Tochter Motorola – gibt es also offenbar viel Arbeit für die Google-Anwälte.
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[via Mobile Geeks]