Asus Eee Pad Transformer Prime Test – Das erste Quad Core und Android 4.0 Tablet
Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist das erste erhältliche Tablet mit dem neuen Tegra 3 Quad Core Prozessor und inzwischen auch das erste Tablet mit Android Ice Cream Sandwich. Vom Asus Eee Pad Transformer Prime war in den letzten Wochen vor allem wegen dem GPS Problem, 3G bzw. dem neuen Asus Eee Pad Transformer Prime 700 Series (ähnliches Tablet mit Full HD Display) zu lesen. In der Zwischenzeit hat Asus aber einige Software Updates veröffentlicht und so auch das eine oder andere Problem gelöst. Wie gut das neue Transformer Prime ist, könnt ihr nun in unserem Asus Eee Pad Transformer Prime Test lesen bzw. in den Videos sehen.
Testgerät: Asus Eee Pad Transformer Prime 32GB mit Dock grey – Preis: 599€ Amazon | getgoods
Softwareversion:
Hardware

Eine der Hauptunterschiede zum ersten Transformer Tablet ist das sehr hochwertige und mit 8,3mm sehr dünne Gehäuse des Eee Pad Transformer Prime. Sowohl das Transformer Prime als auch die Tastatur Dock wurde etwas kompakter, spürbar am Gewicht von 580g.
Das Asus Eee Pad Transformer Prime liegt durch das flache und leichte Gehäuse gut in der Hand. Man hat aber das Gefühl das Transformer Prime festhalten zu müssen, da die Aluminium Rückseite sehr fein ist und so nicht viel grip bietet.
Nicht jedem gefällt das zentrische Design auf der Aluminium Rückseite, zudem befürchtet man im ersten Moment jede Menge Fingerabdrücke. Asus hat aber der Rückseite eine spezielle Beschichtung verliehen, die die Verschmutzung reduziert und so größtenteils Fingerabdrücke fernhält. Die Beschichtung scheint auch gegen Kratzer zu schützen. Bei sehr genauem hinsehen sind nach ca. dreiwöchiger Benutzung nur ganz leichte und feine Kratzer zu sehen, das bei meiner starken und beinahe täglichen Benutzung in Las Vegas bei der CES usw. überraschend gut ist. Trotzdem empfiehlt es sich das Tablet mit einer Schutzhülle zu schützen, sofern man es regelmäßig mit sich trägt.
Tastatur Dock

Das Keyboard Dock ist, gleich wie das Tablet, etwas geschrumpft. Dabei sind die Tasten nach einer kurzen Gewöhnungsphase gut zu drücken. Wer eine sehr große Hand hat könnte hier aber Probleme haben.
Das Keyboard Layout bietet alle Umlaute sowie zusätzliche Tasten für Android wie zb. Home, Zurück,.. Beim Test positiv aufgefallen sind außerdem die eigenen Tasten für verschiedenste Einstellungen oder auch zum Erstellen eines Screenshots.

Ein Schwachpunkt ist das Touchpad auf dem Keyboard Dock. Das ausführen der linken bzw. rechten Maustaste funktioniert nicht immer beim ersten Mal. Weiters kann es beim Schreiben passieren, dass versehentlich das Touchpad berührt und so an eine andere Stelle navigiert. Hier gibt es zum Glück die Möglichkeit das TouchPad zu deaktiveren um ggf. mit einer externen Maus über Bluetooth / USB zu arbeiten.
Außerdem ist es durch den zusätzlichen SD Slot, dem vollwertigen USB Anschluss sowie dem integrierten Akku sehr praktisch.
Display

Asus setzt beim Asus Eee Pad Transformer Prime erstmals ein 10,1 Zoll (1280 x 800 Pixel) Super IPS + Display ein, welches eine Leuchtkraft von bis 800 Nits ermöglicht. Der Super IPS+ Modus kann über die Einstellungen aktiviert / deaktiviert werden und natürlich kann hier auch die Helligkeit stufenlos geregelt werden. Der Super IPS+ Modus ist vor allem für den Außen Einsatz gedacht. In unserem Test waren wir dabei im Außeneinsatz sehr beeindruckt, allerdings wird für verschiedene Einsätze der normale IPS Modus ausreichend sein der auch um einiges weniger Strom benötigt. Aber gerade im Sommer wird man sich über den Super IPS + Modus freuen, denn er bringt nochmals den zusätzlichen Kick.
Ansonsten reagiert der Touchscreen sehr gut und erkennt bis zu 10 Punkte.
Ich erhielt einige Anfragen zur Benutzung eines Stylus mit dem Transformer Prime, dabei habe ich mir gleich einen Belkin Stlyus (ca 17€ bei Amazon) besorgt und das Ganze getestet. Natürlich verhält sich das bedienen bzw. die Genauigkeit nicht gleich wie bei einem Display mit integrierten Digitizer. Dennoch zeigt sich die Arbeit mit dem Transformer Prime und dem Stylus sehr praktisch, wenn Notizen erstellt werden oder Anmerkungen bei PDF´s gemacht werden. (verwendete App: ezPDF)

Hierzu habe ich euch ein eigenes Video erstellt wie ihr mit dem Transformer Prime und dem Stylus arbeiten könnt und wie gut dies funktioniert (bearbeiten von PDFs, Notizen erstellen und Office Dateien bearbeiten):
Performance, Akku
Wie bereits erwähnt, ist das Asus Eee Pad Transformer Prime das erste Tablet mit dem neuen Nvidia Tegra 3 Quad Core Prozessor. Der Prozessor verspricht einiges an Leistung und das bei geringem Energieverbrauch, so zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht es nicht anders aus. Wir erreichten zwar beim Standard Quadrant Benchmark nur “2710 Punkte”, was im Gegensatz zu Tegra 2 Dual Core Prozessoren zwar höher ist, aber der Unterschied doch eher gering ist. Hier muss gesagt werden das die App wahrscheinlich noch nicht angepasst wurde.
In der Praxis werden Anwendungen werden schneller gestartet, Bilder schneller geladen und sogar Full HD Videos (auch bei Flash) können problemlos wiedergegeben werden. Das wechseln zwischen den Apps benötigt bei weitem nicht mehr so lange wie bei bisherigen Tablets, das aber zu einem großen Teil dem neuen Android Ice Cream Sandwich Betriebssystem zuzuschreiben ist. Vor dem Update war das arbeiten mit Android Honeycomb noch nicht so flüssig wie nun mit Android ICS.
In der Tegra Zone gibt es bereits Spiele die auf den Tegra 3 Prozessor angepasst sind und nochmals mehr Grafikeffekte bieten und so auch mehr Spaß machen und ein Stück näher an Spielkonsolen kommen.
Der Nvidia Tegra 3 Quad Core Prozessor hat eigentlich fünf Kerne, wobei der fünfte Kern der sogenannte “Companion Core” ist und niedriger getaktet ist und Hintergrund Prozesse abwickeln sollte und so insgesamt etwas Energie spart.
Bei unserem Transformer Prime Test haben wir den Akku mit verschiedenen Einstellungen bei durchgehender Videowiedergabe getestet:
- Asus Eee Transformer Prime (only) – Normal Betrieb – Display Helligkeit (Normal) 100% – WLAN: ON – 6:40h
- Asus Eee Transformer Prime mit Dock – Normal Betrieb – Display Helligkeit (Normal) 100% – WLAN: ON – 10:31h
- Asus Eee Transformer Prime (only) – Energiesparmodus – Display Helligkeit (Normal) 50% – WLAN: ON – 8:53
- Asus Eee Transformer Prime mit Dock – Energiesparmodus – Display Helligkeit (Normal) 50% – WLAN: ON - 13:26
Die Akkulaufzeit variiert stark, das vor allem von der Nutzung als auch von der Displayhelligkeit abhängt. Ich denke bei normaler regelmäßiger Nutzung wird man auf eine Akkulaufzeit von ca 8-9h bzw. 13-14h kommen. Die angegebenen 12 bzw. 18h konnten wir nicht erreichen. Nichts desto trotz ist die Akkulaufzeit im Gegensatz zu anderen Tablets sehr gut und dies bei besserer Performance.
Anschlüsse, Verbindungen

Am Asus Eee Pad Transformer Prime findet man Anschlüsse wie Micro HDMI, Audio, den Dock Anschluss und einen Micro SD Slot über den man den internen Speicher erweitern könnte falls gewünscht. Nach einer Standard USB Verbindung wie Micro USB bzw. einem vollwertigen USB sucht man vergebens, diesen gibt es nur über die Tastatur Dock bzw. via Adapter.

Bei Verbindungen gibt es wie üblich WLAN, Bluetooth und GPS welches für viel Kritik gesorgt hat. Asus hat hier in den vergangenen Wochen Updates herausgebracht so das wir zuletzt keine Probleme mit dem GPS Signal haben. Es werden relativ schnell einige Satelliten gefunden und auch ein Verbindung hergestellt, sodass eine Standort-Ermittlung stattfinden kann.
Kamera und Lautsprecher

Die Kamera auf der Rückseite bietet 8 Mega Pixel und eine gute Optik sodass für ein Tablet beeindruckend gute Fotos machbar sind. Auch die neue Panorama Funktion von Android ICS funktioniert sehr gut und ist auch zu gebrauchen wie ihr in den unteren Fotos sehen könnt. Videos werden in Full HD aufgenommen, wobei hier die generelle Qualität an dem rauschenden Mikrophon leidet. Insgesamt ist sie dennoch brauchbar wie ihr hier sehen könnt:
Der Lautsprecher befindet sich auf der rechten Seite des Transformer Prime und wird oftmals von der Hand verdeckt. Ansonsten ist der Lautsprecher laut, wobei man bei höher Lautstärke ein krachen in Kauf nehmen muss.
Smart Cover

Asus bietet ähnlich wie Apple ein Smart Cover an, welches zum einen (nur) das Display schützt und auch als Halter mit verschiedenen Positionen fungieren sollte. Anders als beim iPad wird das Smart Cover über die Dock Anschlüsse befestigt (nicht über Magnet). Das Smart Cover scheint zwar teilweise Praktisch zu sein, schützt aber nicht die Rückseite. Zudem werden nicht alle Programme richtig ausgerichtet wenn man das Transformer Prime mit dem Dock flach aufstellt. Zu einem Preis von 39,99€ (zum Angebot) kann ich diese nicht unbedingt empfehlen. Hier eine kurze Demo:
Preis ab: EUR 300,00
Android Ice Cream Sandwich Ice Cream

Anfangs wurde das Gerät mit Android Honeycomb ausgeliefert mit dem versprechen ehest möglich ein Update auf Android Ice Cream Sandwich herauszubringen . Diesem Versprechen ist Asus nachgegangen und hat nur wenige Wochen später ein Update auf das neue Android 4.0.3 veröffentlicht, das einfach over-the-air installiert werden konnte.
Der Unterschied zur Android Honeycomb Oberfläche hält sich in Grenzen. Merkbar ist vor allem der Performanceschub den Android ICS bringt. Das ganze System läuft flüssig, keine Ruckler, wechseln zwischen Anwendungen geht in sekundenschnelle, genauso das wechseln zwischen den Tabs im Browser. Auch das drehen des Bildschirms ist nun ohne größere Verzögerung möglich.
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Wie bereits bei Android Honeycomb hält sich Asus mit den Veränderungen zurück und spendiert nur eigene Widgets, eigene Buttons und einige vorinstallierte Apps.
Durch die Tastatur Dock des Transformer Prime sollte das Gerät vor allem für das bearbeiten von Office Dateien zu gebrauchen sein. Dies geht allerdings nicht ohne entsprechende App. Hier hat Asus die bereits bekannte “Polaris Office” App vorinstalliert, mit der man jegliche Office Dateien wie Word, Exel, Powerpoint erstellen, betrachten bzw. bearbeiten kann.
Beim vorinstallierten Browser handelt es sich um den Standard Browser von Android, der bei uns im Transformer Prime Test sehr gut funktioniert. Seiten werden schnell geladen, scrollen sowie zoomen funktioniert flüssig und es können sogar Flash Videos in Full HD wiedergeben werden.
Mehr von Android Ice Cream Sandwich Software findet ihr in unserem Testvideo (siehe Unten). Hier nun eine Liste mit einigen vorinstallierten Apps:
- Amazon Kindle
- Polaris Office
- ES Datei Explorer – Filemanager
- Dateimanager
- App Locker
- MyCloud
- MyNet
- MyLibery
- Soundrecorder
- WebStorage
Fazit
Der Asus Eee Pad Transformer Prime Test zeigt das sich das Tablet dank der Leistung und der guten Verarbeitung definitiv in der Oberklasse spielt und sicherlich auch gegen andere Tegra 3 Tablets antreten kann. Neben dem etwas schwachen Touchpad auf der Tastatur Dock gibt es kaum etwas zu bemängeln. Ob man auf das neuere Transformer Prime TF700 (voraussichtlich ab Juni/ Juli) warten sollte, muss sich überlegen ob das Full HD Display einen Mehrpreis von wahrscheinlich 100 – 200€ wert ist. Weitere Erfahrungsberichte findet ihr unter den Amazon Kundenrezensionen
Kaufempfehlung: 599€ Amazon | getgoods
Positiv:
- Display
- Verarbeitung
- Gewicht
- Tastatur Dock
- Performance
- Kamera
- Akkulaufzeit
Negativ:
- Anschlüsse am Tablet
- Lautsprecher
- TouchPad am Tastatur Dock
Preis ab: EUR 300,00
Bilder und Video zum Asus Eee Pad Transformer Prime Test
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