Archos Titanium Tablets: Geniestreich oder der Anfang von der Pleite?

14.01.2013 17:00 von Stefan
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Auch wenn die CES 2013 inzwischen beendet ist und wir mit der Berichterstattung soweit durch sind, so wird uns die Messe in Las Vegas natürlich noch ein Weilchen beschäftigen. Denn nachdem sich der Trubel und die Hektik gelegt haben, gilt es nun, die vorgestellten Devices und die Auftritte manch eines Unternehmens näher zu beleuchten. Den Anfang machen wir dabei heute mit Archos. Die Titanium Tablets Serie des französischen Herstellers hat uns in der Redaktion die vergangenen Tage schließlich enorm beschäftigt.

Denn der erste Eindruck der Titanium Tablets ist recht positiv. Schon nachdem uns die ersten Videos der Geräte aus Las Vegas von Chris erreichten, waren wir uns sicher, dass es für das Archos 80 Titanium und das Archos 97 Ttanium HD eine Käuferschicht geben wird. Spätestens nach der offiziellen Vorstellung dieser beiden Geräte sowie dem Archos 70 Titanium und dem Archos 101 Titanium war uns insbesondere aufgrund der Preise klar, dass hier neue Produkte erscheinen, die im Fokus stehen. Denn mit Preisen zwischen 119 Euro und 249 Euro könnten sich die Archos Tablets zu wahren Straßenfegern entwickeln. Wer nämlich auf ein Tablet im iPad Style steht und sich das Original nicht leisten kann oder auf Android steht, der dürfte mit den Archos Titanium Geräten eine echte Alternative haben.

War der französische Hersteller bislang vor allem durch seine spezialisierten Tablets wie dem GamePad, dem ChildPad oder dem FamilyPad in Nischenmärkte vorgedrungen, so könnte nun erstmals ein ordentliches Stück vom Kuchen des Massenmarktes abbekommen werden. Denn die Tablets mit den IPS-Displays, dem hohen Betrachtungswinkel und dem 1,6 GHz schnellen Dual Core Prozessor werden Käufer finden. Zudem sind die Tablets mit Android 4.1 Jelly Bean ausgerüstet und mit einer Aluminium Rückseite versehen.

Allerdings stellen wir uns auch die Frage, ob die Titanium Tablets von Archos tatsächlich ein Geniestreich sind, oder vielleicht nicht doch schon eher das Ende des Unternehmens. Denn die neuen Tablets bringen sicherlich zwei grundlegende Risiken mit sich. Auch wenn wir natürlich nicht wissen, was die Herstellung der Tablets genau kostet, so scheint es doch so, dass Archos wohl nicht allzu viel Gewinn bei den Titanium Tablets einfahren dürfte. Zudem laufen bei uns in der Redaktion schon Wetten, wann wir die Meldung „Apple verklagt Archos wegen der Titanium Tablets“ veröffentlichen dürfen/müssen. Denn mit Blick auf das Design ist schließlich die Assoziation mit dem iPad bei vielen Usern der erste Eindruck. Spätestens wenn es gegen die Rechtsabteilung aus Cupertino geht, muss Archos wohl eine Menge Geld in die Hand nehmen. Ob es dann gelingen wird, dies mit ausreichend Verkäufen zu kompensieren?

Was meint Ihr, genialer Schachzug von Archos oder schaufelt sich der Titanium Tablets Hersteller sein eigenes Grab?

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