Verkauf des iPad in China gerichtlich verboten – UPDATE

22.02.2012 16:05 von Jan
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Im Rechtsstreit in China um den Namen des iPad gelang es dem Chinesischen Kläger Shenzhen Proview offenbar ein Verkaufsverbot des iPad für China zu erwirken. Nachdem bereits letzte Woche Geräte mit dem Apfel Logo aus einigen Chinesischen Geschäften entfernt wurden, gerät das Kalifornische Unternehmen nun immer stärker unter Druck.

 

Apple bleibt, nach dem Aussprechen eines Verkaufsverbotes durch ein südchinesisches Gericht, nur die Möglichkeit bei der für Mittwoch angesetzten Anhörung vor einem Gericht in Shanghai eine Lösung mit Shenzhen Proview zu finden ,sich innerhalb der nächsten Tage außergerichtlich zu einigen oder einen Gerichtsprozess zu riskieren. Bei einem Streitwert von inzwischen 2 Milliarden Dollar, die Shenzhen von Apple verlangt, erscheint ein Entgegenkommen Apples, und damit auch eine außergerichtliche Einigung, allerdings recht unwahrscheinlich.

 

Bisher bezieht sich das ausgesprochene Verbot nur auf den Verkauf der Marke iPad in China. Die Produktion des iPad bei Apples Auftragsfertiger Foxconn, dessen Produktionsstätten ironischerweise unter anderem in Shenzhen liegen, und der Export aus dem Land der Mitte sollte hiervon momentan nicht beeinträchtigt werden.

 

 

***UPDATE***

 

Wie BGR.com heute mitteilte hat Apple sich am Mittwoch vor Gericht gegen die Vorwürfe von Proview Shenzhen gewehrt. Während der vierstündigen Anhörung vor dem Volksgerichtshof in Pudong beharrte Apple darauf im Jahr 2009 von Proview Taipeh, einer Tochtergesellschaft des Kläger Proview Shenzhen, die Namensrechte des iPad für 10 verschiedene Länder erstanden zu haben.  Proview Shenzhen beharrt hingegen darauf, dass Proview Taipeh zu keinem Zeitpunkt das Recht besaß die Namensrechte an der Marke iPad zu verkaufen. Eine Einigung zwischen den beiden Unternehmen wird damit immer unwahrscheinlicher.

 

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Quelle: Übergizmo / BGR