Apple verkauft 22,9 Millionen iPad, erzielt Rekordumsatz und enttäuscht Analysten

24.01.2013 - von Stefan
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Apple hat im vierten Quartal des Jahres 2012 erneut neue Rekordergebnisse erzielt, musste aber dennoch Kursverluste an der Börse hinnehmen. Der Konzern aus Cupertino konnte von Oktober bis Dezember 2012 einen Umsatz von 54,5 Milliarden US-Dollar erzielen. Dies sind umgerechnet 41 Milliarden Euro, 18 Prozent mehr als noch vor einem Jahr und so viel wie nie zuvor in einem Quartal. Trotz erhöhter Entwicklungs-, Marketing- und Herstellungskosten konnte der iPad- und iPhone-Produzent somit einen Gewinn von 13,1 Milliarden US-Dollar erzielen, was eine Stagnation auf dem bisherigen Rekordwert bedeutet.

Beim Blick auf die Verkaufszahlen von Apple wird schnell deutlich, dass der Konzern mit 47,8 Millionen iPhones nicht nur so viele Smartphones wie nie zuvor in einem Quartal verkauft hat, sondern auch fast elf Millionen mehr als noch von Oktober bis Dezember 2012. Ebenso verhält es sich mit den iPads. Wie der Tablet-Marktführer nämlich berichtete, konnten im vierten Quartal 2012 insgesamt 22,9 Millionen iPad verkauft werden. Ein Jahr zuvor brachte der Elektronikkonzern aus Kalifornien „nur“ 15,4 Millionen der Tablets an den Mann. Eine konkrete Aufschlüsselung über die einzelnen verkauften Modelle gab es nicht von Apple. Anzunehmen ist aber, dass vor allem die Verkäufe des iPad mini Apple den neuen Verkaufsrekord bescherten, wenngleich auch das iPad 4 sicherlich weltweit reißenden Absatz gefunden haben dürfte.

Auch wenn Apple in seinem ersten Geschäftsquartal 2012/2013 neue Rekordwerte vorzuweisen hatte, reagierten die Anleger mit Enttäuschung. Die Aktie des Konzerns aus Cupertino fiel nachbörslich um satte fünf Prozent. Grund hierfür waren die Einschätzungen der Analysten. Diese hatten einen noch höheren Umsatz und noch höhere Verkaufszahlen erwartet. Ein Erreichen dieser wurde beispielsweise verfehlt, weil es bei den Mac-Computern Verkaufsrückgänge gab und Apple auch weniger iPod an den Mann bringen konnte – „nur“ 12,7 Millionen Exemplare nach 15,4 Millionen Stück ein Jahr zuvor. Werden allerdings die Zahlen genau betrachtet, so wird deutlich, dass Apple keinesfalls enttäuschte.

Beispielsweise gab es im ersten Quartal im laufenden Geschäftsjahres von Apple mit 13 Wochen eine Verkaufswoche weniger als noch von Oktober bis Dezember 2012. Somit liegen die Verkaufszahlen pro Tag im Schnitt gesehen noch besser. Der kalifornische Konzern konnte beispielsweise pro Tag 60 Prozent mehr iPads verkaufen und pro Tag 31 Prozent mehr Umsatz mit den Tablets erzielen. Auch die Zahl von insgesamt verkauften 22,9 Millionen iPad lag übrigens unter den Erwartungen, viele andere Hersteller wären jedoch bereits mit einem Bruchteil dieser Verkäufe im Weihnachtsquartal zufrieden gewesen. Darüber hinaus können nicht viele Tablet-Hersteller eine Absatzsteigerung von satten 48 Prozent innerhalb von 12 Monaten verzeichnen. Ebenso legte der Hersteller beim iPhone um 29 Prozent zu. Selbst der Gewinn je Aktie konnte trotz des kürzeren Quartals mit 13,81 US-Dollar über dem geschätzten Wert von 13,48 US-Dollar angesiedelt werden. Alles in allem erzielte Apple also absolute Rekordwerte, obwohl bei der Berichterstattung mancher Medien angenommen werden könnte, der Elektronikkonzern habe mit einem desaströsen Ergebnis zu kämpfen.
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[via Wall Street Journal]